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Um das Apple-TV-Nutzererlebnis zu entflammen, braucht es gute Contents für erschwingliche Preise.
Apple mag vielleicht den Code für integriertes einfach zu nutzendes Fernsehen geknackt zu haben, wie Firmenmitgründer Steve Jobs seinem Biografen Walter Isaacson erzählt hat - der WebStandard berichtete. Aber die Eroberung des Wohnzimmers wird nicht damit zu schaffen sein, das Nutzererlebnis zu vereinfachen, analysiert John Paczkowski von AllThingsDigital.
Deals für Live-Übertragungen
Ohne Content wird das inzwischen schon mythische Apple TV - egal wie edel es auch ist - niemanden vom Hocker hauen. Für einen erfolgreichen Durchbruch gilt es also auch den Content Code zu knacken. Und hier wird es schwierig. Es müssen eine Reihe von Content Partnerschaften und Lizenzbestimmungen "ausgebügelt" werden, bevor ein Gerät auf den Markt kommen kann. Sofern Apple letzteres wirklich vorschwebt. Mit am schwierigsten wird es sein, Deals für Live-Übertragungen und wirklich individualisierte Programme an Land zu ziehen.
Lizenzen
Falls Apple die Fernseh-Industrie tatsächlich umkrempeln will, wird es Internet-basierte Programm-Abos umsetzen müssen. Shaw Wu, Analyst von Sterne Agee, schätzt, dass der Konzern genau darauf abzielt. "Wir hören immer, dass Apple seinen Nutzern ermöglichen will, ihre eigenen maßgeschneiderten Programme zu wählen. Und das für einen monatlichen Abo-Betrag", sagt Wu. Vom Lizenzen-Standpunkt her sei dies ziemlich komplex und würde das Fernsehen komplett umkrempeln.
Pikante Preise
Apple TV würde sich dadurch von der Masse abheben und mit einem großen Vorteil gegenüber der Konkurrenz aufwarten können: Ein nutzerfreundliches Alles-in-Einem Fernseherlebnis. Ähnlich dem iMac. Plus die Möglichkeit eigene Kunden-Sender-Pakete zu schnüren. Eine Lösung, die wohl vielen Zuschauern gelegen käme. Der Preis, den man dann dafür bereit ist zu zahlen, ist ein anderes Kapitel. (ez, derStandard.at, 29.12.2011)
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In den USA hat es bisher noch kein Internet Unternehmen geschafft, den "Content Code" für Live TV auf legale Weise zu knacken.
In Europa hat es nur ein einziges Unternehmen geschafft, nämlich Zattoo, mit etwa 10 Millionen Nutzern.
Leider ist Zattoo aber nur in der Schweiz, Deutschland und einigen weiteren Ländern verfügbar, nicht jedoch in Österreich.
Das ist die Latte die sich Apple legen muss, egal in welchem Land.
Der Artikel vergisst etwas wichtiges klar zu stellen:
Nicht Apple, etc. muss zusehen die Contentindustrie ins Boot zu holen. Apple verdient im Hard und Softwaregeschäft genug um sein Auslangen zu finden.
Wer sich in den nächsten 10 Jahren bemühen wird müssen ins Boot zu kommen...ist die Contentindustrie. Die Herrschaften bei WB und Co. wollen nämlich nach wie vor nicht einsehen, dass die Zeiten, als der Kunde buckelnd in den Videoladen oder ins Kino schleichen musste um zu sehen was er wollte, endgültig vorbei sind.
Entweder wird man sich, so wie weite Teile der Musikindustrie, auf moderne und für den Kunden praktische und individualisierte Vertriebswege umstellen, oder die Talfahrt wird weitergehen...bis zum logischen Ende.
Warum sollen sich die Programmanbieter mit Apple einlassen?
Pay TV ist weiß Gott nicht schwer zu bedienen: und trotzdem hat Sky in Deutschland die größten Probleme. (Wie es in Österreiche aussieht, weiß ich nicht.)
Wir haben bereits (in Deutschland): Kabelgesellschaften, Sky, T-Home und Astra: alle haben Verträge mit den Content-Anbietern. Das sind gleichzeitig auch die Betreiber der Infrastruktur, die Apple für sein Geschäftsmodell nutzen will.
Die Frage lautet, warum Telekom den Konkurrenten Apple ins eigene Netz lassen soll. Oder die Kabelgesellschaften.
Die andere Frage lautet, ob der Mehrwert des Apple TV für den Verbraucher des Mehrpreises überhaupt Wert ist: denn er bekommt genau das zu sehen, was es woanders auch gibt.
Sie wissen offensichtlich nicht, dass Kabel Deutschland schon lange nicht nur Kabelfernsehen, sondern Internet- und Telefon über sein Netz abietet?
In München z.B. sind ca. 30Mbit/Sek. verfügbar und man spricht von bis zu 100Mbit/Sek.
In dieses Kabelnetz will Apple ganz bestimmt.
Über's Internet (in Wien bei UPC spricht man übrigens nicht von 35/100 mbit, man kann sie bestellen) müsste der Kabelbetreiber Apple ganz bewusst blockieren. Was rechtlich allerdings ein Riesenproblem wäre.
Ich glaube, du verwechselst Kabelfernsehen mit Internet per Kabel. Selbe Firma, selbe Leitung, unterschiedliche Services ;)
Dieses Problem gibt es inzwischen bei der Deutschen Telekom mit Youtube. Es verdichten sich die Hinweise darauf, dass die Telekom die Übertragung von Youtube Videos drosselt. Offiziell wird es abgestritten.
Solange die Videoübertragungen eine Ausnahme bilden hat kein Provider einen Anlass zum Handeln. Denn wenn es immer intensiver wird, kippt das Geschäftsmodell. Das ist einer der wichtigsten Punkte, um den es beim Streit um die Netzneutralität geht: denn das heutige Internet ist für eine flächendeckende Videoversorgung immer noch zu schwach. Und bei aktuellen Preisen ist der adäquate Netzausbau schlichtweg nicht drin.
Und nein, ich kann sehr wohl zwischen Kabelfernsehen und IPTV unterscheiden.
Warum? Ganz einfach.
Weil es die massiven Probleme unter denen die Contentindustrie leidet zumindest zum Teil, lösen kann.
Die Film, Musik und Printbranche hat den Einzug des digitalen Zeitalters mehrheitlich komplett verschlafen. Die Folgen: Überhöhte Preise, zu komplexe und widersprüchliche Angebote sowie Mehrgleisigkeiten führen unter anderem zu verstärkter Selbsthilfe des exKunden, aka. Raubkopie = Umsatzeinbruch.
Keine Schutz oder sonstige Verschärfungsmaßnahme hat geholfen. Aber weisst du welche Entwicklung der Musikbranche SEHR viel Erleichterung verschafft hat? iTunes. Ein moderner, preiswerter Vermarktungsweg mit minimalem Aufwand.
Warum sies tun sollten? Weil das die Zukunft ist, ganz einfach. Der Kunde wurde mündig.
Ich glaube kaum, dass Apple so blöd ist und die veraltete Infrastruktur der Alteingesessenen nutzen wird.
Wirkliches Breitbandinternetanschluss und die ganzen anderen Gesellschaften sind außen vor. Anders geht es auch nicht. Schließlich verlangen die Menschen danach, das sie sich einen Film, eine Serie dann anschauen wann sie wollen und nicht dann wenn ein Sender die Zeit vorgibt. Diese alte Berieselungsmenthalität ist bei der Jungen Generation bereits tot.
Wissen Sie, wie Internet funktioniert?
Wissen Sie, wie Sie persönlich ins Internet kommen?
Ich habe einen Telekom-Anschluss. Das ist zufälligerweise der Betreiber von T-Home: einem Produkt, das für die Apple-Idee bereits jetzt eine Konkurrenz ist.
Bei meiner Freundin ist es Kabel Deutschland: ein Anbieter, der selbst davon lebt, Filme und Sendungen an den Mann zu bringen.
Ganz zufällig sind Betreiber der größten Internet-Infrastruktur bereits damit beschäftigt, eigene Geschäfte dieser Art einzurichten...
Und das alles mit HD+ und ähnlichen (sehr strickten) DRM-Techniken.
die deutsche telekom ist in deinem fall der zugangsanbieter fürs internet, der auch einen eigenen pay-tv-service anbietet. wenn du in dem netz einen appletv oder sonst eine settop-box hängen hast (tivo, sky, etc.), dann kann das die telekom nicht verhindern.
und stattdessen einen anderen kaufen? Um dann noch zusätzlich Geld dafür zahlen, um genau das zu sehen, was es woanders "gratis" auch zu sehen gibt?
Bitte vergleicht den Erfolg von iTunes beim Musikhandel nicht mit dem Fernsehen: es sind völlig unterschiedliche Produkte.
Und im unterschied zu der Einführung von iTunes wird Apple jetzt in Märkte vordringen, wo die Claims bereits abgesteckt sind: mehr noch, Apple ist auf die Infrastruktur angewiesen, die diese Betreiber bereits für den Vertrieb eigener Produkte gedacht haben.
Warum soll Kabel Deutschland oder die Telekom ein Teil ihrer Gewinne an Apple abgeben? - Weil Apple so einen schönen und teuren Fernseher gebaut hat?
wie alle an den messias apple glaube dass er was bewegt :). solange die content anbieter den mittelfinger zeigen wird sich gar nichts bewegen (so wie die letzten 10 jahre). und selbst wenn, wird die usa hulu&co bekommen nur von apple (zusaetzlich). europa und der rest der welt interessiert die nicht.
D.
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