Apple TV muss auch den Content Code knacken

  • Um das Apple-TV-Nutzererlebnis zu entflammen, braucht es gute Contents für erschwingliche Preise.
    foto: imdb, nick briggs

    Um das Apple-TV-Nutzererlebnis zu entflammen, braucht es gute Contents für erschwingliche Preise.

Neben Nutzerfreundlichkeit muss auch das Angebot für maßgeschneiderte Inhalte stehen

Apple mag vielleicht den Code für integriertes einfach zu nutzendes Fernsehen geknackt zu haben, wie Firmenmitgründer Steve Jobs seinem Biografen Walter Isaacson erzählt hat - der WebStandard berichtete. Aber die Eroberung des Wohnzimmers wird nicht damit zu schaffen sein, das Nutzererlebnis zu vereinfachen, analysiert John Paczkowski von AllThingsDigital.

Deals für Live-Übertragungen

Ohne Content wird das inzwischen schon mythische Apple TV - egal wie edel es auch ist - niemanden vom Hocker hauen. Für einen erfolgreichen Durchbruch gilt es also auch den Content Code zu knacken. Und hier wird es schwierig. Es müssen eine Reihe von Content Partnerschaften und Lizenzbestimmungen "ausgebügelt" werden, bevor ein Gerät auf den Markt kommen kann. Sofern Apple letzteres wirklich vorschwebt. Mit am schwierigsten wird es sein, Deals für Live-Übertragungen und wirklich individualisierte Programme an Land zu ziehen. 

Lizenzen

Falls Apple die Fernseh-Industrie tatsächlich umkrempeln will, wird es Internet-basierte Programm-Abos umsetzen müssen. Shaw Wu, Analyst von Sterne Agee, schätzt, dass der Konzern genau darauf abzielt. "Wir hören immer, dass Apple seinen Nutzern ermöglichen will, ihre eigenen maßgeschneiderten Programme zu wählen. Und das für einen monatlichen Abo-Betrag", sagt Wu. Vom Lizenzen-Standpunkt her sei dies ziemlich komplex und würde das Fernsehen komplett umkrempeln. 

Pikante Preise

Apple TV würde sich dadurch von der Masse abheben und mit einem großen Vorteil gegenüber der Konkurrenz aufwarten können: Ein nutzerfreundliches Alles-in-Einem Fernseherlebnis. Ähnlich dem iMac. Plus die Möglichkeit eigene Kunden-Sender-Pakete zu schnüren. Eine Lösung, die wohl vielen Zuschauern gelegen käme. Der Preis, den man dann dafür bereit ist zu zahlen, ist ein anderes Kapitel. (ez, derStandard.at, 29.12.2011)

Share if you care