Ägypten verärgert über Geert Wilders

Niederländer will ein Buch über die "Gefahren des Islam" veröffentlichen

Kairo - Mit der Einbestellung der niederländischen Botschafterin hat Ägypten nach Angaben aus Diplomatenkreisen gegen neue anti-islamische Äußerungen des Rechtspopulisten Geert Wilders protestiert. Gegenüber der Abgesandten Susan Blankhart sei vor allem ein erwartetes Buch des Rechtspopulisten angesprochen worden, das den Islam beleidige, hieß es am Mittwoch. Ägypten könne das inakzeptable Verhalten Wilders nicht ignorieren.

Der Niederländer will im kommenden Jahr ein Buch über die "Gefahren des Islam" und über den "Kampf gegen die 'Islamisierung' in der Welt" veröffentlichen. Im November haben die ägyptischen Behörden bereits einem niederländischen Parlamentarier die Einreise verweigert, weil er der Wilders-Partei für Freiheit (PVV) angehört. Raymond de Roon habe dem Land im Umgang mit den christlichen Kopten "ethnische Säuberungen" vorgeworfen, lautete die Begründung. (APA)

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Klage gegen die, die "Beleidigt" seien

Diesen Angriff muesste doch eine Kaskade von Rechtmittel gegen diese Anmassung dieses Staates auslösen. Wo bleibt da die Rechtsabteilung die ueberall aktiv wird, wenn jemandem ein Häärchen gekruemmt wird.

Systematischen Unterdrueckung

Der Islam ist auf dem Weg weltweit alles zu unterdruecken was ihnen missliebig ist. Leider sind unsere "intelligenten" Leute noch nicht imstande das heimtueckische Treiben, "beleidigt sein" zu durchschauen oder sind schon jetzt zu feige, sich dagegen aufzulehnen. Religionen schuetzen sich mittels dem dummen Spruch unter Religions und Gewissenfreiheit zu existieren, unterminieren aber dieses genauso dreist. Ich hab das Gefuehl, die Wstler sind einfach zu wenig schlau, verglichen zu den Islamikern. Das ist Krieg, Krieg aus religiösen
Wahnvorstellungen.

mal ehrlich, in der islamischen welt interessiert sich kaum jemand für den gerd wilders. es kann einem doch egal sein was ein geistes gestörter verwirrter niederländer von sich gibt. er repräsentiert nicht die mehrheit der niederländer oder den staat nl.

"Wilders ist nach eigenen Darstellungen immer noch „verliebt in Israel“ und sieht Israel als großen Verbündeten seiner Partei an." ist doch klar das der nicht mehr ganz dicht ist.

Dass sich islamische Geistesgrößen in die Angegelegenheiten fremder Staaten einmischen

bedeutet, dass die Perspektive eine andere geworden ist. Für Moslembrüder wie Al Quradawi ist jedes Land mit einer muslimischen Minderheit auch muslimisches Territorium, in dem die Scharia durch gesetzt werden muss. Europäische Staaten werden nicht als "andere" gesehen, sondern als Teil des eigenen Einflussbereichs.

Demokratie und Menschenrechte bitte sehr, aber der Islam soll von der Meinungsfreiheit ausgenommen werden. Und Wilders, wie immer man zu ihm steht, macht nur eines: er nimmt sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahr, ob einem das passt oder nicht.

Nur wieso kann er das nicht ohne damit die ganze Niederlande in Misskredit zu bringen?

Ägypter bestätigen Vorurteile

Religion benebelt den Geist, wie man sieht. Wie kann man nur so verbohrt sein, unglaublich. Ich mag den Herrn Wilders nicht, aber er soll nur schreiben, das Recht hat er allemal. Mit diesen durch den Islam verblödeten Menschen kann`st ned reden. Statt Entwicklungshilfe sollte man Psychiater hinschicken. Erinnert mich an das Europa vor der Aufklärung. Mit so einem Heini von der Inquisition hat man sicher auch nicht reden können.

Wenn eine Person ein Buch schreibt, dann wird die Botschafterin dieses Staates einbestellt? Was genau ist der Vorwurf gegenüber dem niederländischen Staat? Muss dieser das Buch verbieten?

Vorige Woche wurde in Saudi Arabien übrigens wieder eine angebliche Hexe enthauptet - nicht von einer Privatperson, sondern von den staatlichen Gerichten.

Da gab es allerdings keine westliche Empörung.
Erst wenn die Todesstrafe für Ehebruch/Homosexualität/Hexerei/Atheismus/Blasphemie abgeschafft ist, sollte Saudi Arabien zugestanden werden, hier Moscheen und Toleranzzentren zu finanzieren.

Aber natürlich hat Europa in diesen weltanschaulichen Fragen schon lange jedes Rückgrat verloren.

es wäre der sache dienlicher...

... wenn eine inhaltliche kritik am buch von g.wilders erfolgen würde. sollte es aber zufälligerweise doch so sein, daß es übergriffe an den kopten gäbe, muß man natürlich verständnis dafür haben, daß nicht sachlich argumentiert wird, sondern irgendein dummes totschlag-argument ins rennen kommt.

solange die ägypter nicht kapieren,

dass ein ganzer staat nicht für die meinung einer einzelnen person verantwortlich ist, wirds nix werden mit der demokratie!!

Richtig!

Zudem ist es bedenklich, wenn Regierungen sich diesr dummen Argumentation "Islam beleidigt" "unsere Religion beleidigt" bedienen. Damit hetzen ja bekanntlich Regime in diesen Ländern den analphabethischen Mob auf. Ein Land, dass mehrheitlich die Moslembrüder wählt, ist ohnehin nicht ernst zu nehmen.

Wir im Westen sollten viel stärker unsere Errungenschaften verteidigen. Für diese haben bekanntlich viele tapfere Menschen ihr Leben lassen müssen im Kampf gegen die Kirche und den mit ihnen im Bunde stehenden Politikergesindel.

Vielleicht ginge es besser, wenn wir uns nicht überall wichtig machen würden und denen nur helfen, wenn es erwünscht ist.

Na dann schreibt Ägypten halt ein Buch über die Gefahren, die von Geert Wilders ausgehen...

Wie kann "der Islam" beleidigt werden?

Ist er eine Person, welcher derartiges widerfährt?
Wenn ja, wo ist die "Beleidigung" einklagbar?
Von wem?
Und um welchen Islam handelt es sich?
Skurril, wie alles in diesem Zusammenhang ...

Sanktionen gegen Ägypten her. Sofort.

Und gegen die Türkei auch.

Und überhaupt, wieso rüstet Deutschland die Saudis auf? Wie ist so etwas möglich?

Wird wohl nicht mehr lange dauern bis man denen nukes schickt die sie dann gegen Europa verwenden...

Na der wird sich freuen...

Auf die Art kriegt Geert Wilders' Buch mehr Aufmerksamkeit als wenn mans ignoriert hätte.
Davon mal abgesehen bin ich schon froh dass man in Europa Bücher schreiben *darf*. Da kann sich Ägypten ein Scheiberl abschneiden statt gleich den Beleidigten zu spielen.

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