Videocast von Robert Misik - Folge 211

Wie Angela Merkel Europa in den Abgrund führt

12. Dezember 2011, 00:06

Viele solche vergeigten EU-Gipfel kann sich die EU nicht mehr lange leisten

Und wieder haben sie es vergeigt: Mehr als stures, phantasieloses Runterkürzen aller Budgets haben die Staats- und Regierungschefs der EU nicht zusammengebracht beim neuesten Not- und Krisengipfel. Damit werden weder die Märkte beruhigt noch langfristig die Finanz- und Wirtschaftskrise bekämpft. Und es ist vor allem die deutsche Kanzlerin Angela Merkel, bei der alle Machtfäden zusammenlaufen, die Europa an die Wand fährt. Dass sich wegen der fatalen Diktate in ganz Europa schon Wut und Zorn auf die deutsche Führung äußern, interpretieren manche in Deutschland als "antideutsche" oder "germanophobe" Ressentiments. Aber niemand hätte etwas gegen Deutschland, das seine Führungsrolle in Europa verantwortlich wahrnimmt. Das Problem ist aber eine deutsche Staatsspitze, die die unbestrittene Führungsrolle in Europa hat, aber in einem brandgefährlichen Moment alles falsch macht.

Kommentar posten
Posting 26 bis 75 von 257
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Dodelbert Engfuss
34
12.12.2011, 22:49
Ein wenig Bescheidenheit bitte!

Wer in einer derart schwierigen Situation derart apodiktisch auftritt wie der Herr M. ist ein Vollkoffer. Jeder kann seine Meinung kundtun, jeder kann einen anderen kritisieren, doch zu sagen, dass eine deutsche Kanzlerin - immerhin eine topinformierte Person - alles, ich wiederhole alles falsch macht, ist infantil, unreif und ich weiß nicht was.

Thomas Geißler
11
13.12.2011, 11:45

Topinformiert? Die Frau wird von Josef Ackermann beraten.

Dodelbert Engfuss
00
13.12.2011, 12:32

Da sehn sie es ja!

Thomas Geißler
00
13.12.2011, 20:46

Ich darf Sie vielleicht daran erinnern, Josef Ackermann ist jener Bankier der 25% (in Worten fünfundzwanzig Prozent) Eigenkapitalrendite für ganz normal hält.

Wer ist hier durchgeknallt?

http://www.spiegel.de/wirtschaf... 01,00.html

"25 Prozent Eigenkapitalrendite ist lange Zeit das gewesen, was die Besten der Welt erreicht haben."
In der Krise sei das natürlich schwerer geworden.
"Aber einige Banken haben diese Richtgröße im ersten Quartal dieses Jahres wieder erreicht oder sind ihr zumindest sehr nahegekommen." Und weiter: "Man kann es im Geschäftsleben nicht mit Absicht gemächlicher angehen lassen, nur damit alle mitkommen"

Und die Berater von Merkel kommen alle aus der selben Richtung, die schmoren im eigenen Saft

Thomas Geißler
00
13.12.2011, 17:12

Josef Ackermann ist unter anderem:

- der alleinige Vorsitzende des Vorstands und des Group Executive Committee der Deutschen Bank AG

- Vorstand des Bundesverbands deutscher Banken (BdB)

- Vorsitzender des Institute of International Finance (IIF)

http://de.wikipedia.org/wiki/Jose... _Ackermann

Von diesem Mann erwarten Sie sich Topinformationen? Was glauben Sie wer bei seinen Analysen immer gut wegkommt?

Wenn Sie eine Metzgerei eröffnen wollen holen Sie sich doch auch nicht ein Schwein als Berater.

Dodelbert Engfuss
10
13.12.2011, 20:15

Nein, tue ich nicht. Dann schlachte ich das Schwein. Werden wir vielleicht alles noch erleben, warten sie nur ab.

Im übrigen ist Herr Ackermann wohl nicht der einzige Berater von Frau Merkel und hat wohl eine Sicht der Dinge, die über die eines durchgeknallten Journalisten zu stellen ist.

Dr. Lari and Mr. Fari
 
21
13.12.2011, 07:35
leider gibts mehr von seiner Sorte

Der Pseudoprofessor Schulmeister gehört auch in diese Kategorie.

Franz Klug
00
13.12.2011, 17:44
Wo ist Schulmeister Pseudo?

Es gibt immer nur emotionale Anwürfe an Schulmeister aber keine sachlichen Argumente gegen seine Vorschläge, dass der Staat eben die Staatsanleiehn nicht mehr den Finanzmärkten zur Spekulation überlässte sondern hier selbstständig tätig wird.
Es gab im Standard einen einzigen Kommentar wo als einziges Argument gegen Schulmeister genannt wurde, dass mit diesem Vorschlag die Schuldenmacherei fröhlich weitergehe und das wollen eben die Konservativen nicht mehr. Aber man kann auch intelligente Schuldenbremse einziehen, die trotzdem Raum und Geld für Innovationen lassen.

Parkschwein
00
16.12.2011, 13:58

"Raum und Geld für Innovationen lassen."

ein paar innovationen die österreich auf pump so hervorgebracht hat:
* zahlreiche krankenkassen
* eine überbordende verwaltung
* geradezu vorsätzlich zerstörerisches finanzgebahren der gemeinden, CHF-kredite, cross-border-leasing und der ganze schwachsinn
* korruption blüht auch auf staatskosten wie nie zuvor
* frühpensionsweltmeister
* subventionsweltmeister
* bundesbahnen die ein zehntel des budges fressen und trotzdem bis auf eine strecke mist sind
* höchst "professionelle" internetpräsenz unseres peinlichsten BK aller zeiten

etc.

Dr. Lari and Mr. Fari
 
00
15.12.2011, 11:05
Sachliche Argumente gegen Schulmeisters Wolkenkuckusheimereien

haben schon sehr viele sehr eingehend erläutert, auch ich.

Nur ein Beispiel: vor etwa 2 Jahren, als er sagte "die Vermögenssteuer soll natürlich erst bei 100.000 Euro einsetzen, daß die ganzen kleinen Hausbesitzer nicht davon betroffen sind". Der Mann reißt die Pappm im großen staatspolitischen Stil auf und weiß nicht einmal, daß ein vernünftiges Wohnhaus (im Rahmen des Förderbaren also 130 m²) nicht unter 200.000 wert ist, auch in Gigritzpatschen. Und gegen die Schuldenproblematik empfiehlt er NOCH mehr Schulden.
Dafür hat er für alle, die nicht so denken wie er, nur die Bezeichnung "neoliberale Wahnsinnige" über.

A echtes, hochwissenschaftliches Herzerl halt.

Deshalb "Pseudoprofessor".

Warum noch detaillieren?

Chris Quast
00
17.12.2011, 17:32

naja aber den deutschmeister ideologen sinn, kannst ja auch nicht ernst nehmen zb.

wenn man schon einen kasper vom anderen lager zitieren will.

auch finde ich das was schulmeister so sagt ziemlich vernüftig. (im gegensatz zu dem was von misik kommt). und dass mit 100000 € ist jetzt mal eine "verhörung" deinerseits. (man soll ja den leuten nicht gleich die lüge unterstellen)

Gesunder Menschenverstand
 
01
13.12.2011, 09:59
Herr Schulmeister

ist wohl einer derer. die noch klar denken können und das Ergebnis des eigenen (!) Nachdenkens auch aussprechen.
Respekt.
Wenn Kritik, dann bitte sachlich. Wir hatten und haben viel zu viel populistische "Meinungsbildner" und viel zu wenige Nachdenke-Animatoren...

Werner Lischka
22
12.12.2011, 21:32
obwohl ich hrn. misik in vielen ...

... punkten recht gebe, d. video-blog ist völliger schrott.
d. idee, d- ezb d. schwarzen peter umzuhängen, indem sie für die gesamtschulden der euro-staaten haftet, ist weder realisierbar (1. charta d. ezb, 2. kapitalisierung d. ezb) noch sinnvoll - da d. nicht-euro-staaten davon nicht betroffen wären.
eine inflationierung d. währung würden einerseits d. märkte nicht besonders schätzen (ihre forderungen wären nämlich dann international weniger wert) andererseits würden importe ( insbesonders rohstoffe f.d. industrie u. energie) um einiges teuerer - nicht so gut f. eine produzierende wirtschaft.
ohne d. fundamentale ursache - d. beliebige verschuldung - einzudämmen, bliebe alles stückwerk.
es ist zwar nur ein erster schritt - aber immerhin!

Chris Quast
00
17.12.2011, 17:34

bist auch eine "er", "en", "ie" spartripp ;-)

J. R.
03
12.12.2011, 23:07

Dieser seltsame Tick mit dem d. macht Ihren Beitrag nicht gerade lesbarer.

Werner Lischka
00
13.12.2011, 13:06
das artikelproblem ist mir geläufig -

- es spart aber einiges an zeichen.

Chris Quast
00
17.12.2011, 17:35

keine 20 in deinem post, die kannst locker mit einer großen überschrift reinbekommen. da gehen ca. 200-250 hzeichen

madathara
11
12.12.2011, 23:02

dann sollen endlich die zur rechenschaft gezogen werden die für die schulden verantwortlich sind. wer ist das?

die oberen 1-5% die schmarotzend und skrupellos jahrzehnte lang staaten und bürger ausgenutzt haben um gigantische vermögensberge anzuhäufen.

eine lösung wäre vermögensobergrenzen einzuführen, dann wäre es ab einem gewissen punkt eben sinnlos den staat bzw. seine mitmenschen auszubeuten. und dem staat und den bürgern würde dann auch das geld nicht fehlen welches jetzt kuumuliert bei den oberen 1-5% liegt.

Chris Quast
00
17.12.2011, 17:40

diese oberen idioten haben das niveau für die unteren 95/99% in lichte höhen geschraubt. stimmt so eigentlich nicht eigentlich nur für die unteren 20-40%. dann kommt das mittelteil 40-80 der sich selbsterhält, und der oberere teil füttert die unteren durch.
ist doch eine schöne welt. die oberen und die mittleren könnten ganz prima ohne die unteren 20-40% leben. aber uns ist halt der soziale friede was wert, also passt es schon so wie es ist, bzw. bis vor ein paar jahren im großteil europas war.

madathara
00
18.12.2011, 14:59

die oberen 1-5% werden immer alle darunterliegenden bevölkerungsgruppen versuchen auszubeuten. das ist die systematik des kapitalismus. und wenn die unteren 20% nix mehr haben dann kommen die nächsten dran usw..

der gehobene mittelstand ist in dieser systematik eher auf die ebene mit normalen bürgern zu stellen. die superreichen und die finanzelite arbeiten hierbei gegen alle. darum müssen sich vom armen bis zum gehobenen mittelstand alle solidarisieren um sich nicht weiter von ganz oben ausbeuten zu lassen.

enorme sparkurse helfen jetzt nur den oberen 1%, der rest leidet darunter.

Chris Quast
00
26.12.2011, 14:23

und das 1% ist bei uns auch noch meist unternehmerisch tätig.
und durch die geschwerkschaften, solidarpartnerschaft, werden die ja auch ordentlich gebremst.
die wirkliche finanzelite ist ja in österreich sehr marginal, hilft uns blöderweise zT auch wenig, weil sie wo anders um so starker sind, und die verwerfungen die sie zu verantworten hatten, uns auch betreffen.

der ösi nationalrat, kann schwerlich ein verbot der in london/new york operierenden hedge funds beschließen.

auch würde zB. eine ösi FTS nix bringen, und nur schaden. EU-weit (minimalst jedoch €-weit), gäbe es für ö wahrscheinlich schon einen nettoeffekt.

Chris Quast
00
26.12.2011, 14:16

in wie ferne beutet ein uni-prof, ein arzt, ein anwalt, ein höhrer beamte die leute phöse kapitalistisch aus.

sorry mit lefties deiner sorte, kann und will ich nicht mit !

ist aber auch nicht schlimm, die welt lebt vom pluaralismus.

madathara
00
26.12.2011, 15:35

uni-profs, ärzte, höhere beamte, selbst anwälte leisten gute arbeit und werden meist fair dafür entlohnt. diese gruppen spreche ich nicht an. ich spreche primär die oberen 1% an. dieses obere 1% besitzt 1/3 des vermögens, genauso wie 90% der bevölkerung auch ein drittel besitzt.

diese wirklich superreichen lukrieren einnahmen nicht aus ihrer arbeit und lassen dadurch andere leute für sich arbeiten und beuten somit diese aus.

die von ihnen angesprochenen gruppen sind wichtige berufsgruppen die hoffentlich auch weiterhin so fair entlohnt werden.

Chris Quast
00

österreich hat dafür dass es so ein reiches (auch in der breite) land ist, mMn sehr wenig pöhse reiche.
einzige anomalie sind die extremreichen. die wir duch unser steuersystem anlockten. (wenn ich es richtig erinnere 400 menschen mit über 100 mio €).
pro einwohner ist das der 4. oder 5. weltrang.

inwieferne die steuerlich/wirtschaftspolitisch was bringen ? da wäre sicher noch was zu holen, ohne dass die gleich abhauen. und wenn sie das tun, ist die frage ob es der wirtschaft wirklich so schaden würde.

Chris Quast
00

sieht nicht so aus, wie wenn du nur die oberen 1% ansprichst.
"die oberen 1-5% werden immer alle darunterliegenden "

"die oberen 1-5% die schmarotzend und skrupellos jahrzehnte lang staaten und bürger ausgenutzt haben um gigantische vermögensberge anzuhäufen. "

und viele geifern auch mit größter inbrunst schon gegen die phösen oberen 10%. und da sind nun mal die meisten ärzte, profs., höhere beamte, angestellte darunter.

und selbst das oberste 1% sind ungefähr die anzahl der millionäre. (und ich bitte dich, wieviele von denen sind blutsauer ?)

sorry für mich sind menschen die unternehmen aufbauen, viel verdienen (ärzte etc.) und sich was ansparen, keine monster.

madathara
00

noch einmal. ich spreche hier nicht irgendwelche verantwortungsvolle fleißige ärzte oder ähnliches an. ich spreche hier superreiche an die primär ihr kapital für sich arbeiten lassen. damit sie die nötigen renditen bekommen müssen alle anderen fleißig für diese kapitalisten arbeiten. auch der arzt, anwalt, steuerberater, straßenkehrer, verkäuferin, etc...

ja in manchen bereichen erstreckt sich diese geschützte schicht auch über die oberen 1% hinaus. primär aber sind es die oberen 1% die 1/3 des gesamtvermögens besitzen. es sind auch nicht die einzelpersonen schuld, sondern ein system welches dieses zulässt. und um eine systemoptimierung zu einer besseren lebensqualität von 99% möchte ich mich einsetzen. ich denke da gehören sie auch dazu.

Werner Lischka
00
13.12.2011, 13:12
rache ist süss -

- allerdings scheint bei vielen der postings zum thema 'reiche' eher der neid die triebfeder zu sein (der neid darüber, nicht skrupellos und geschickt genug gewesen zu sein um zu den 5% zu gehören).
realistisch gesehen sind alle wahlberechtigten bürger für die zustände verantwortlich - das wahlrecht bringt nämlich auch die verantwortung f.d. politik eines landes mit sich (man hätte ja andere politiker wählen können).
vermögensobergrenzen funktionieren nicht - da man dann einfach strohmänner dazwischenschaltet (jedem gehören offiziell 1 mio euro und der chef diktiert der legion).
dazu brauchen sie einkommenssteuern die exponentiell abschöpfen - gabs mal i.d. usa.

madathara
10
13.12.2011, 15:04

das ist jetzt ihre interpretation. ich bezweifle, dass neid die triebfeder ist. es ist nur so, dass durch die skrupellose ausbeuterische herangehensweise weniger, die überlebensherangehensweise der masse mitverändert wird. wenn die handlungsweise der superreichen systematisch keinen einfluss auf die anderen mitmenschen hätte wäre mir deren schaffen völlig egal. dieser denkweise neid zu unterstellen ist eine zumutung.

bzg. strohmännern:das wäre eine illegaler umgehung der gesetzgebung. würde somit auch kontrolliert und bestraft werden. angenommen sie sind milliardär, dann bräuchten sie 1000 mittellose menschen die für sie strohmann spielen. sie könnten ja kopfgeld aussetzen von zb. 20% der strohmannsumme. für 200000 verät ein mittelloser...

Chris Quast
00
17.12.2011, 18:27

es ist ideologische verblödung. mir käme es als in eurer diktion ausgenutzter bürger nicht in den sinn, den allermeisten pöhsen reichen etwas neidig zu sein.
da ich weiß wie vermögen zu stande kommen, da ich weiß wir leben in einem land wo die einkommen so gerecht wie so kaum wo verteilt sind, nicht in den sinn dem gros der oberen 5% irgendetwas zu neiden.

ja es gibt schamlose ausnutzer, halbe und ganze verbrecher, aber das sind nach meinem dafür halten von den betroffenen 400000 vielleicht ein paar 1000.
also viel weniger als zB. selbstverschuldet in armut geraten.

madathara
00
18.12.2011, 14:52

es geht hier überhaupt nicht um neid. auch wenn neoliberale bzw. konservative wenn sie in die enge getrieben werden immer den neid als triebfeder der kritiker vorschieben.

ja es stimmt, dass in österreich wohlstand vielleicht gerechter verteilt ist als in manch anderen ländern. aber es gibt auch in österreich und in der EU einiges zu verbessern. man soll sich nicht immer nach unten orientieren!

Chris Quast
00
26.12.2011, 13:47

er ist gerechter und auf hoherem niveau verteilt als nicht wie in manch anderem land, sondern als wie in fast allen 194/195 souveränen staaten dieser erde,
kannst mir gerne besser organisierte staaten nennen, viele wirst du nicht finden.

und trotzdem wird herumgesuder, lamentiert, als ob wir in albanien leben würden.

bei der orientierung nach oben, hast du da nämlich bald nur mehr irgendwelche utopien, weil es keine vergleichbaren staaten gibt.

naja usain bolt, ist vielleicht auch unzufrieden weil er die 100 meter noch nicht unter 9,4 läuft.

madathara
00
26.12.2011, 14:49

die menschheit sollte immer nach höherem streben. würde sie das nicht tun würde sie noch in höhlen sitzen und uga uga schreien.

diese konservative einstellung alles beim alten zu belassen wird uns nicht weiterbringen. diese "es geht uns ja eh noch gut also brauchma nix ändern-argumentation" ist unausstehlich.

Chris Quast
00

blöde nichtssagende argumentation.

auch die neoliberale wirtschaftsordnung, ist zB eine änderung früherer gesellschaftsausgestaltungen.

also wo siehst du da stillstand ?

madathara
01

der neoliberalismus funktioniert nur mit enormen wirtschaftswachstum. nach dem 2. weltkrieg hat das einige zeit ganz gut funktioniert weil ja alles neu aufgebaut werden musst. also hatten wir damals auch enormes wirtschaftswachstum. doch wenn erstmal erste sättigungsgrade erreicht sind funktioniert dieses neoliberale system nicht mehr. denn geld arbeitet alleine nicht. geld braucht immer einen realen wirtschaftswachstum dahinter. und wenn heute das kapital 5% und mehr p.A. will aber die wirtschaft nur nicht und nur kaum wächst, dann ist das eine umverteilung von den arbeitenden zu den vermögenden. die daraus entstehenden politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen spannungen werden dabei immer größer. ein nicht nachhaltiges system!

Chris Quast
00

das nix ewig/beliebig rasch wachsen kann ist klar. aber wann dieser punkt erreicht ist vermag ich nicht zu sagen.

madathara
00

sobald kapital höhere erträge erwirtschaftet als die realwirtschaft wächst.

dazu kommt noch dass die reallöhne der masse stetig sinken (kaufkraftverlust) und spitzengehälter im verhältnis stark ansteigen.

dieser mechanismus bedingt, dass vom volk immer mehr geld abgesaugt wird und nach oben verteilt wird.

Chris Quast
00

na da haben wir aber ein glück, dass gut 5-6 mrd menschen noch so/ähnlich am boden liegen wie europa in den 50iger.

darum gelingt es ja der nichtplanwirtschaftlichen wirtschaftsordnung diese (und auch noch zum teil uns) auf höhere niveaus zu heben.

madathara
00

das wirtschaftswachstum in der eu und in den usa ist jedoch stark ins stocken gekommen und kann die renditen des kapitals nicht mehr denken. dadurch kommt es zur umverteilung von den arbeitenden und armen zu den primär oberen 1%.

Chris Quast
00
ja siehst du das denn nicht ein irgendwer muß ja die arbeit machen :-). finde jetzt leider den presseartikel/interview nicht mehr. da ging ein wirtschaftstheoretiker davon aus

dass die globalisierung (ja nicht zwingend neoliberalismus) noch total in den kinderschuhen steckt, und da noch viel potential dahintersteckt.

ich sehe halt in den zahlen diese entwicklung nicht die du beklagst sorry.

die menschen werden in der spitze und in der breite, global immer reicher/wohlhabender/kommen aus der armut heraus.

wüsste jetzt nicht ob dass mit einer anderen als einer kapitalistischen grundordnung (zumindest marktwirtschaftlichen) ginge.

man kann vielleicht beklagen dass der abkömmling der kap. grundordnung, der neolib. finanzkap. nicht der weisheit letzter schluß ist, ok.
aber mehr kann ich dir nicht entgegenkommen :-)

madathara
00

momentan geht es reallohnmäßig für die mehrzahl der europäer nach unten. gekoppelt das ganze noch mit beschneidung von grundrechten, erste entdemokratisierende tendenzen und kürzungen von seiten des staates in vielen seiner verantwortungsbereichen. das kann einfach nicht als positiv bewertet werden.

Werner Lischka
00
13.12.2011, 20:29
die wirklich grossen vermögen ...

... werden kaum mit strohmännern arbeiten. das ist eher der ansatz den die mittelschicht verwenden wird - da bleibts i.d. familie.
grosse vermögen werden investiert - d.h. rechtsträger sind siftungen, kapitalgesellschaften, etc.
denen gehören dann firmenanteile, fonds oder ähnliches (dagobert ducks geldspeicher existiert nur in entenhausen).
allein die durchforstung solcher konstrukte dauert jahre, von den enteignungsprozessen gar nicht zu reden.
damit werden direkte vermögenssteuern sehr schwierig exekutierbar, von obergrenzen ganz zu schweigen (man sieht rechtlich immer nur ein objekt - die kummulierung zu einem besitzer ist das problem).
lustig wird's wenn sie us-besitz abschöpfen wollen - lieben sie wirtschaftskriege?

Dr. Lari and Mr. Fari
 
02
13.12.2011, 07:38
Für die Schulden

ist die Politik verantwortlich, die ihren Wählern alles verspricht (und die Wähler, die diese Bankrotteursversprechen nur zu gerne glauben und in Kreuzerl in der Wahlzelle umsetzen!!) und die zu feige ist, gemäß Keynes in der Konjunktur Schulden abzubauen, sondern dann erst recht die GANZ dicken Spendierhosen anzieht.
Banken etc. sind bis zu einem gewissen Grade die Profiteuere, aber nicht die Verursacher dieser Situation!!

madathara
10
13.12.2011, 15:11

die politik hat ganz bestimmt nicht die spendierhose gegenüber dem wähler an. die politik hat jahrzehnte lang gesetze beschlossen die es ermöglichte, dass einige wenige unglaublich große vermögen anhäufen konnten. dieses angehäufte vermögen fehlt jetzt bei staat und volk. für diese gesetze für die oberen 1-5% soll jetzt aber das volk geradestehen. die oberen 1-5% haben jahrzehntelang enorm von diesen gesetzen profitiert. jetzt bedarf es eben gesetze die diese oberen 1-5% benachteiligt. in einer demokratie wäre das längst überfällig politik und gesetze für die mehrheit zu machen und nicht für eine ganz kleine minderheit.

Werner Lischka
00
17.12.2011, 20:33
welche politik meinen sie?

die österreichische, deutsche oder sonst eine europäische ist es eher nicht. dort sind die sozialausgaben (neben der schuldentilgung) die grössten brocken in den jeweiligen budgets.
also ich interpretiere das als 'spendierhosen' für die grössten wählerpotentiale (d.h. pensionisten, untere einkommensschichten, und vielleicht noch den mittelstand).
die angehäuften vermögen wurden nicht dem staat oder dem volk geklaut sondern sind im rahmen einer marktwirtschaftlichen tätigkeit entstanden. sie können ev. die frage der steuerhinterziehung stellen - da die meisten vermögenden aber nicht in ö steuerpflichtig sind (steueroasen gibts viele) ist das ein souveränitätsproblem. das spiel heisst risiko!

madathara
00
18.12.2011, 14:47

ich denke sie wollen mich einfach nicht verstehen. ich kritisiere die rechtlichen rahmenbedingungen, unter denen einige wenige menschen unverhältnismäßig viel vermögen anhäufen konnten. hätte man dies rechtlich reglementiert, müsste der staat jetzt auch nicht soviele sozialausgaben leisten, weil wenn wohlstand gerechter verteilt ist, menschen weniger sozialleistungen brauchen.

Werner Lischka
00
18.12.2011, 20:40
doch - ich verstehe sie sehr gut.

leider verstehen sie die funktion einer marktwirtschaft nicht. ihr letztes post zeigt dies deutlich.
die durch den staat zu leistende sozialhilfe wäre auch bei eigentumsdeckelung nicht geringer (ev. sogar höher, da eine menge leute mit unternehmerischem geist von hier fort gegangen wären).
unter der voraussetzung der abschöpfung wäre u.u. die zahlung der arbeitslose f.d. staat nicht so belastend, mehr jobs f.d. arbeitslosen brächte dies nicht.
wie aus einer deckelung des privatvermögens mehr verteilungsgerechtigkeit werden sollte würde mich interessieren - wollen d. verstaatlichten teil verlosen?
bei betrieben könnten ev. die löhne durch niedrigere gewinentnahme steigen - wenn die unternehmer in ö blieben (nix betrieb, nix lohn).

Lichtzeichner
23
12.12.2011, 20:46
Wirtschaft funktioniert aber auch nicht so einfach, wie sich der Hr Misik das vorstellt,

Die EZB-Politik ist auf d. Stabilitätspakt begründet, Primärziel Preisniveaustabilität. Die EZB kann nicht den FED Weg beschreiten und eine "Garantie" drauf geben dass kein EU Land pleite geht = noch mehr Billionen drucken bis zum abwinken + faule Anleihen/Kred. kaufen, genau das was die FED vor gut 1,5J betrieben hat. Sowas prolongiert die Situation löst aber nicht die Ursache und dreht die Teufelsspirale des Zinseszins nur weiter

Die Staatsschulden sind nicht ein kleines Teilproblem, sie sind nicht die Ursache für die Krise, aber ein HauptGRUND warum Europa an den Finanzmärkten strauchelt (keine Schulden - kein Geldbeschaffungsproblem)

Nebenbei konnte die FED damals nix anderes als mehr Geld drucken, Leitzins war ja bereits bei 0 %.

madathara
10
12.12.2011, 23:05

nur weil irgendwann irgendwelche regeln aufgestellt wurden, heißt das nicht, dass diese regeln noch sinnvoll sind. die regeln für die ezb müssen, in anbetracht der katastrophe die europa momentan einholt hat, geändert werden.

wer immer auf alte regeln pocht ist nicht lernfähig.

Dr. Lari and Mr. Fari
 
00
13.12.2011, 07:39
Jaja, die alte Scheiß-Verfassung, seit 1920, ich bitte!

weg damit, völlig überholt, gell?

madathara
00
13.12.2011, 15:07

was reden sie hier für einen polemischen stuss? kein mensch will die verfassung abschaffen. ich sagte nur, dass gewisse auflagen für die ezb in anbetracht der neuen krisenbedingten umstände angepasst gehören...

Kommentar posten
Posting 26 bis 75 von 257
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