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Michael Buffer in Aktion: "Let's get ready to rumble!" Quasi das boxerische Pendant zu "Jetzt geht's lo-os!"
Eine Ansage à la Michael Buffer.
Buffer goes Simpsons.
Wien - Ringsprecher hätte man werden sollen. So wie Michael Buffer. Der US-Amerikaner leitet weltweit Boxkämpfe mit dem Schlachtruf "Let's get ready to rumble" ein. Der Mann mit der sonoren Stimme zieht die Buchstaben dabei gekonnt in die Länge. Da Buffer auch ein tüchtiger Geschäftsmann ist, hat er sich den Sager bereits 1992 schützen lassen, ihn in Videospielen, Werbung, schlichtweg überall vermarktet. Das zahlt sich aus: nicht weniger als 400 Millionen Dollar soll der flotte Spruch des 67-Jährigen erwirtschaftet haben.
Große Namen unter sich
Nun wird Buffer gar die große Ehre zuteil, in die "International Boxing Hall of Fame" aufgenommen zu werden. Wie am Dienstag bekannt wurde, zieht er am 10. Juni 2012 als einer von dreizehn Neuzugängen offiziell in die Ruhmeshalle in Canastota im US-Staat New York ein. Sportler finden dort ebenso Einzug wie Funktionäre, Historiker, Moderatoren, Trainer oder Promoter. Sie alle vereint ihr großer Verdienst um den Boxsport. "Rocky"-Darsteller Sylvester Stallone ist seit 2011 ebenso Mitglied wie der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Mike Tyson.
"Rumble, young man, rumble"
Wenn Buffer im kommenden Jahr an den Feierlichkeiten teilnehmen wird, kann er sich auch bei Muhammad Ali für seinen Werdegang bedanken. Der Champion hatte ihn einst inspiriert. "Float like a butterfly, sting like a bee. Rumble, young man, rumble", sprach die an Weisheiten nicht gerade karge Legende. "Dieses Rumble, die Aufforderung sich gekonnt zu bewegen, habe ich mir zum Markenzeichen gemacht und bei der Präsentation vieles verfeinert", erklärte Buffer später in einem Interview mit der "Welt".
Karrierestart im Ring mit 38
Aber ganz so einfach war der Weg zu Ruhm und Reichtum für Buffer nun auch wieder nicht. Vor ihm war der Ringsprecher ein Beiwerk der Kämpfe und nach ihm wird er es wohl wieder sein. Buffer hat das Unmögliche möglich gemacht: er wurde zum Star in einer Sparte, die eigentlich keine Stars kennt. Der Mann, der ein bisschen aussieht wie ein getunter Gebrauchtwagenhändler, war auch tatsächlich einer, ehe er mit 38 Jahren zum Ringsprecher mutierte. Immobilien-Tycoon Donald Trump hatte sich in seine Stimme verliebt und ließ fortan keinen anderen Box-Ansager in seinen Casinos zu.
In allen Sportarten zuhause
Daneben werkte Buffer beim Wrestling sowie in den US-amerikanischen Profiligen NBA, NHL, MLB und NFL. Immer darauf bedacht für Gänsehaut zu sorgen, gezielt die Spannung aufzubauen. Wenn der Mann mit dem Smoking und der schwarzen Fliege antanzt, soll es zu knistern beginnen. Auch in Zukunft, denn obwohl Buffer vor drei Jahren die Diagnose Kehlkopfkrebs erhielt und operiert wurde, ist er nach wie vor Ringsprecher für RTL bei den Kämpfen der Klitschko-Brüder. Am 10. Dezember wäre mit dem WM-Fight zwischen Wladimir Klitschko und Jean-Marc Mormeck sein nächster Termin angestanden, der Kampf wurde aufgrund einer Erkrankung Klitschkos allerdings auf 2012 verschoben. (derStandard.at; 7. Dezember 2011)
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Die Wahrheit ist, natürlich wieder einmal, völligst anders, "derStandard" kommt seiner Pflicht zur Wahrheitsgetreuen Berichterstattung (wieder) nicht nach:
"Am 10. Dezember wäre mit dem WM-Fight zwischen Wladimir Klitschko und Jean-Marc Mormeck sein nächster Termin angestanden, der Kampf wurde aufgrund einer Erkrankung Buffers allerdings auf 2012 verschoben."
Ich bin froh, dass das nun richtig gestellt wurde.
zur richtigen zeit am richtigen ort das richtige getan! das kannst du für alle "neureichen" stehen lassen. bei uns gibts halt nit viele, vielleicht einen stronach oder einen mateschitz, das wars dann aber schon. alle anderen haben doch nur geerbt und das ist für unsere zilisation viel trauriger!
dass ein karrierekick hie und da notwendig ist kann gut und hilfreich sein. aber sich vermarkten, managen und kommunizieren muss man sich noch selbst. hier können wir alle von BUFFER und co was lernen!
da sieht man, wie falsch das kapitalistische märchen ist, dass sich leistung auszahlt und anstrengung belohnt wird.
so wie Buffer wird man heute reich: durch glück. irgend ein mächtiger mann beschließt, einen anderen zu protegieren, und der wird dann reich. mit leistung oder können hat das natürlich nichts zu tun.
und wenn mir jetzt jemand erzählt, seine stimme und seine intonation sei eben so gut, dass der markt beschlossen hat, dass Buffer die 400 millionen eben wert ist, dann erlaube ich mir, einfach laut zu lachen.
Wenn die Kapitalismuskritiker ihre Kritik ernst nähmen müssten sie Spitzensportler eigentlich am allermeisten verachten - denn die bekommen mehr als fast alle Banker obwohl sie weit weniger als jeder Banker leisten. Aber seltsamerweise sind Sportler bei den Prolos nichtsdestotrotz beliebt.
auf jemanden, dessen lebensinhalt sich in einem einzigen satz erschöpft, bin ich sicher nicht neidisch, da ist meine biographie entscheidend reicher.
aber selbst wenn ichs wäre: ja und?
ich finde es äußerst merkwürdig, dass neid als killerargument verwendet wird - als müsse man die meinung eines menschen nicht mehr ernst nehmen, wenn er neidisch ist.
Ich verstehe die Leute, die ZD machen, sowieso nicht. Es dauert ewig lange, schlechte Bezahlung, bist von jedem der Depp, wirst ausgenutzt, kannst dich am Ende von Irgendeinem Dodl noch als WD-Verweigerer bezeichnen lassen...Ist halt was für Idealisten, da es sicher eine nützliche und noble Tätigkeit ist, im Gegensatz zum Krieg-Spielen.
najo, ich hab nicht in der kaserne sondern zuhause leben können, hab ein jahr arbeitserfahrung im sozialbereich gesammelt (ein jahr pflegeheim bietet viele lehren fürs leben) und in der freizeit hab ich durch den freien zugang zum computer und die dafür relevanten geschäfte de facto den grundstein für meine heutigen beruflichen tätigkeiten gelegt.
es geht mir absolut gut damit, zd gemacht zu haben, ein "wehrdienstverweigerer", egal von wem, ist mir einfach so was von schnurz.
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