Antikistan auf dem Balkan

Mazedonien ist durch den Namensstreit mit Griechenland politisch gelähmt - Premier Gruevski hat nun in Skopje einen antiken Heldenpark bauen lassen - Gleichzeitig wird die Pressefreiheit eingeschränkt

Skopje - Manche Löwen wenden sich den Soldaten zu, die mit Schildern und Lanzen das Podest bewachen, auf dem Alexander der Große, bronzen leuchtend auf einem gedrungenen Pferd sitzend, gegen unbekannte Feinde kämpft. Andere Löwen spucken blaues oder violettes Wasser in den Nachthimmel von Skopje. Die Musik von Schwanensee ertönt. Rund um Alexander haben sich auf dem Hauptplatz zahlreiche andere "mazedonische Helden" gruppiert: Der römische Kaiser Justinian steht nahe am Fluss Vardar, die meisten marmornen oder bronzenen Figuren kennen aber nicht einmal die Mazedonier. Das Projekt "Skopje 2014" schaut so aus, als hätte ein Riesenkind von einem Fantasy-Planeten sein Playmobil-Spielzeug hier verstreut.

Doch es geht um mehr: In einer Region, wo Identität stark über historische Bezüge definiert wird, versucht ein kleines verunsichertes Land sein Selbstbewusstsein mit Symbolen aus "großen Zeiten" zu stärken. Die Stadt mit der dominierenden sozialistischen Architektur will sich nationalmazedonischer und als Übermittlerin und Trägerin von Imperien definieren. Dabei wird das Pathos sympathischerweise von einem patscherten Kitsch ausgebootet.

Springbrunnen im Fluss

Aus dem Vardar sprudeln Springbrunnen, dahinter entsteht ein ovales Gebäude mit Säulen, ein aus der Form geratenes Pantheon, auf der anderen Seite des Platzes wird ein Triumphbogen errichtet. Der geistige Vater dieses Geschichts-Disneylands des Balkans ist Premierminister Nikola Gruevski. In Skopje sagen einige, Gruevski wolle davon ablenken, dass sich der Staat, der gerade erst sein 20-jähriges Bestehen gefeiert hat, politisch schon lange nicht mehr bewegt. Seit 2005 hat Mazedonien den EU-Kandidatenstatus, könnte also eigentlich ein Vorreiter der Integration sein, ein guter Schüler angesichts der Reformbemühungen. Außenminister Nikola Poposki sagt, Mazedonien wäre heute Nettozahler, wäre es in der EU. Wäre! Der merkwürdige Streit mit Griechenland um den Namen des Landes, das sich international noch immer FYROM (Former Yugoslav Republic of Macedonia) nennen lassen muss - Athen verweigert den Namen Mazedonien und hat gegen den Nato-Beitritt ein Veto eingelegt - verhindert alle weiteren Schritte in die EU. Eine Lösung ist nicht in Aussicht.

Blickt man den Helden auf dem Makedonija-Platz in die Augen, so schauen manche ziemlich trostlos drein. Das zwei Millionen Einwohner zählende Land wird nicht nur von außen nicht anerkannt, auch die innere Identität - ein Viertel der Bevölkerung sind Albaner - ist dauernd herausgefordert. Die Regierung in Skopje hofft, dass die EU irgendwann einmal als Vermittler im Namensstreit einspringen wird. Doch die EU ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt, die Erweiterung ist unbeliebt. Manchen ist der Namensstreit wohl gar nicht so unrecht. EU-Ministerin Teuta Arifi räumt ein, dass es auch in Mazedonien wirtschaftliche und politische Kräfte gibt, die gar keinen Beitritt wollen. Denn damit wären wohl mehr Transparenz und Reformen in der Verwaltung notwendig.

Keine Namensveränderung

Außenminister Poposki verteidigt die Linie der national-konservativen Regierung: "Es gibt keine Möglichkeit, den konstitutionellen Namen unseres Landes zu verändern." Punkt. Kompromissbereitschaft schaut anders aus. Allerdings unterstützt auch die Mehrheit der Bevölkerung die Haltung der Regierung. Poposki ist überzeugt, dass Mazedonien im Gegensatz zu Griechenland die europäischen Werte verteidigt. Und Alexander der Große auf dem Hauptplatz in Mazedonien? "Das ist die Konsequenz daraus, dass wir uns bedroht fühlen", sagt er. Den Zorn der Griechen versteht man nicht.

Mazedonien blockiert sich selbst auf einer symbolischen Ebene, obwohl die realen Probleme durchaus gravierend sind. Die EU-Kommission und die Zivilgesellschaft bekritteln die mangelnde Meinungsfreiheit. Der größte TV-Oppositionssender A1 musste heuer wegen "Steuerstrafen" schließen. Die zwei wichtigsten privaten TV-Sender werden von Familienmitgliedern zentraler Figuren in der Regierungspartei VMRO-DPMNE geleitet. Die Regierung ist der zweitgrößte Geldgeber für Werbung in Medien. Auch in den Zeitungen sind die politischen Beziehungen leicht "nachzulesen". Journalisten werden in die Selbstzensur gedrängt, um zu überleben. Der zweite Machthebel der Parteien ist der Zugriff auf die Verwaltung. Darko Aleksov von der NGO Most erzählt etwa, dass sich VMRO-DPMNE von "Mitarbeitern" in der Administration Namenslisten von Familienmitgliedern erstellen ließ, um diese per Telefon zum Urnengang "aufzufordern". Die Beteiligung an der Parlamentswahl am 5. Juni war dann mit 63 Prozent relativ hoch.

Vizepremierministerin Arifi räumt ein, dass auch ihre Partei, die albanische Fraktion DUI, Teil des Klientel-Systems ist. "Es wird der Tag kommen, da müssen wir uns entscheiden, ob wir den europäischen Werten folgen", sagt sie. Die Heldeninvasion in Skopje gefällt ihr offenbar nicht: "Wir sollten uns mehr an der Zukunft als an der Vergangenheit orientieren." Allerdings haben nun auch die Albaner ihre Helden eingefordert. Eine Kopie der Tiraner Skanderbeg-Skulptur grüßt bereits aus dem osmanischen Basar hinüber zu Alexander dem Großen. (DER STANDARD Printausgabe, 25.10.2011)


  • Skopje setzt auf viel Geschichte: Die Statue von Petar Karposh (17. 
Jahrhundert), dahinter das Archäologische Museum.....vergrößern (500x375)
    foto: standard/woelfl

    Skopje setzt auf viel Geschichte: Die Statue von Petar Karposh (17. Jahrhundert), dahinter das Archäologische Museum.....

  • ... und am Hauptplatz 
Alexander der Große.
    foto: epa

    ... und am Hauptplatz Alexander der Große.

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Haben Sie immer noch nicht gelernt das die Bulgaren, keine "tatarische" Wurzel haben? Die Wolga Bulgaren waren die ersten überhaupt die, die Tataren bzw. Mongolen jemals auf dem Schlachtfeld geschlagen haben:
http://en.wikipedia.org/wiki/Batt... amara_Bend

Sowas hat Ihre jugoslawische Propaganda Ihnen leider vorenthalten, nicht war?
Diese Leute, die heute eine Turksprache sprechen, hießen bis 1921 Bolgaren. Sie wurden nach dem Prinzip "Teile und Herrsche" zu Chuvashen, Balkarier und Tataren gemacht.

Sie sprechen von...

seit 681 haben wir diesen Namen. Also beziehen Sie sich auch auf die Protobulgaren. Dass die Slawen die wahren Bulgaren assimiliert haben, ist mir bekannt. Ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich mit Bulgaren mich nicht indentifizieren kann. Nicht mehr und nicht weniger. Wenn Sie das können, ist das schön und gut aber ihre Sache. Ich bin der jugoslawischen Propaganda zur Gänze entwichen, da ich nicht am Balkan aufgewachsen bin.

Selbstverständlich haben Sie das Recht sich zu sehen als was Sie wollen, das heißt aber nicht das Sie das recht haben historische Wahrheiten zu verdrehen und historische Persönlichkeiten die in der Region Makedonien gelebt und gewirkt haben plötzlich alle zu heutigen „Mazedoniern“ zu ernennen. Erst kürzlich habe ich eine mazedonische Zeitung gelesen die tatsächlich sogar Iwan Mihailow zum Mazedonier machen wollte, obwohl es von ihm sogar ein Video Interview gibt, wo er eindeutig sagt das er Bulgare ist so wie alle seine Mitstreiter der IMORO.

Da Querlenker mir auf mein unteres Post mit der Statue für die „Attentäter von Solun“, nur mit seiner typischen negativen Bewertung geantwortet hat, hier eine weitere Frage:
Warum wurde dem berühmten Nikola Karew eine Statue gebaut, seinem Bruder Georgi Karew allerdings nicht? Hat es vielleicht damit zu tun das Georgi Karew gewählter Bürgermeister während der bulgarischen „Besatzung“ war? Oder damit das er auch nach seiner Inhaftierung in Indrizowo, darauf bestand das er und seine Brüder Bulgaren sind bzw. waren. Oder damit das er einen Tag vor seiner Entlassung aus Indrizowo, erwürgt aufgefunden wurde und man bis heute nicht weiß wo er beerdigt wurde?

schon ein wenig peinlich dies riesenstatue.. wenn man bedenkt das die mazedonier in keinster weise mit dem Griechen Alexander "verwandt" sind

Aha Alexander war Grieche auf Grund...

seines Passes?

Seiner NAtionalität ... und weil er ein Knabenliebhaber war .. und drittens .. ist mit der Türkischen herrschafft in diesen gebiet auch der letzt Grieche verschwunden .. die Sinthie und Roma die heute behaupten sie seien Mazedonier .. können Mazedonien nicht einmal Schreiben..

Es gab einen zeitpunkt wo die beiden Länder

nahe an der Lösung mit dem Namensstreit waren. genau in der Woche in der die Lösung nahe war anerkannte die USA mazedonien mit vollem Namen. Es gibt also auch noch andere Spieler in diesem Spiel die Zeitungen tun immer so als wäre die USA hinterder EU verschwunden in wirklichkeit ist die EU noch immer und überall zweite Geige.

das Problem ist ausserdem komplexer. Die Mazedonier duplizieren zwar die Karten des türkisch autonomen gebiets von mazedonien ( 1978 bis 1912) das das griechische Mazedonien mit ein bezieht aber realen Anspruch darauf haben sie nicht. Die Griechen solltenn froh sein dass es die Mazedonier sind die da Nostalgie zeigen und nicht Bulgarien.

bin letztes jahr fuer ein paar tage beruflich dort gewesen. ist trotz "sozialistischer bauweise" eine recht schmucke stadt. der damals noch unfertige platz am vardar war auch da schon echt schoen. die bruecke, die ins moslemische bzw. romaviertel der stadt fuehrt ist ein hingucker. das beer-fest oben auf der burg war auch sehr geil :D

die menschen - va. die jungen - sind teilweise ziemlich national drauf, in abgrenzung zu den roma und den albanern. und wer die statuen sind, wissen - anders als hier suggeriert wird - die mazedonier sehrwohl. die taxler trauern den gebieten in bulgarien, albanien und griechenland nach, ist ja im grunde nur noch die vardar-makedonija uebrig geblieben, viele sind nachfahren von vertriebenen aus zb. griechenla

So sieht die Griechische Wahrheit aus:

http://bit.ly/tEsOJO

Jetzt hab ich eine Nacht darüber geschlafen - der Artikel gefällt mir immer noch nicht besser. Er wirkt auf mich unfertig, seicht und auch ein bisserl kitischig (so gesehen dem Thema angemessen).
Nun im Ernst, ich hätte ohne große Recherche Ähnliches schreiben könnnen, dabei war ich über 1 Jahr nicht mehr in Mazedonien. Etwas wirklich Neues habe ich nicht erfahren.
Kein Höhepunkt der Berichterstattung.

P. S.:
Ich entschuldige mich für meine Unhöflichkeit - aber das hat heraus müssen.

eine Landkarte des österreichischen Kaisertums in jeder Schulklasse

Stellen wir uns alle mal vor, wie Österreich von seinen Nachbarn wahrgenommen würde, wenn junge Österreicher die Landesgrenze Österreichs mitten in derer Länder zu wissen scheinen. Können die jungen Österreicher was dafür oder ist es doch eher die staatlich verordnete Geschichtspropaganda die zu solch eine Wahrnehmung führt?

Im Interview (engl.) mit dem Außenminister Mazedoniens wird das vorangegangene Video beschrieben:

Brainwashed children

http://www.youtube.com/watch?v=eTUqfuTbk_s

Aber natürlich,

Mazedonier sind die Bösen und die Griechen sind heilig :))))))))

War in der Antike auch schon so, Barbare gegen Snob

wieso behaupten Sie sowas? Warum sollen die Mazedonier bösartiger und Griechen heiliger sein? Die Menschen sind alle gleich, werden nur anders geformt

Der politische Standpunkt ist das Problem.
In Mazedonien regiert eine sture nationalistische Partei, diese hat sich für den populistischen Weg entschieden nur um sich längerfristig als Bewahrer des Patriotismus feiern zu lassen.
Die griechische Regierung hätte alle Nachbarn davon überzeugen sollen alle Nationalhelden und Geschichtsbücher nach neu-mazedonischem Vorbild zu gestalten. Als Beweis des guten Willens, müsste Athen dann als erstes halb Nordgriechenland abtreten und dann Athen an Skopje übergeben. So würde sich die tolle Kunde bis nach Teheran verbreiten und Premier Gruevski könnte bis Indien so viele Statuen mit Männer auf Pferdchen aufstellen wie er nur möchte, Papa-ndreu kümmert sich dann um die Finanzierung aus dem EFSF.

Behauptung?

Keine Behauptung sondern Tatsache, sie stellen unsere Kinder als "brainwashed" hin mit Grundlage eines Ausschnittes aus dem gr. TV!!!!

Wo bleibt die Gegenüberstellung, wo bleibt die story das den gr. Kindern in der Schule ebenfalls der Kopf gewaschen wird???

Auch ihr zweiter Beitrag ist nur voll von Anschuldigungen gegenüber MK.
Deshalb meine Reaktion.

Die Grossmazedonien Karten stehen in mazedonischen Schulklassen und diese besuchen nun mal mazedonische Kinder / daran kann ich nichts ändern

arbeiten Sie an der Auffassung der Geschichtsdoktrin aus Skopje.

Ich weise nur auf die Tatsachen hin, mir ist es egal ob der junge Staat sich Mazedonien, Makedonien, original Mazedonien, pseudo Mazedonien, Alexanders Mazedonien, Phillips Mazedonien, Gruevski´s Mazedonien, USA V1.0, Osmanisches oder Byzantinisches Superreich, ... nennt oder sich an Albanien, Serbien, Griechenland, Bulgarien, Österreich oder der Türkei anschließt.
Solange es dabei nur friedlich zugeht. Wenn Schüler aus Albanien die Landesgrenzen von Albanien bei Skopje sehen und Ost-Albanien die mazedonische Identität der Mazedonier abspricht, wurde es doch bei Ihnen gewaltig jucken.

Irgendwie riecht das ganze doch stark aufgesetzt. Nutzt lieber diese Energie sinnvoller.

Die Karte,

die ich ansprach (also die griechische, mit den ehemaligen griechischen Gebieten in der Türkei) ist im Athener Parlament zu besichtigen...

Wieder zeigen Sie nur auf MK.

Ja die Karte ist in Schulklassen zu sehen, im Geschichtsunterricht. Bekanntlich wurde Makedonien 1913 in Bukarest unter den Streithähnen des Balkankrieges aufgeteilt.
Das ist Fakt, und das wird mit diesen Karten gelehrt, nichts anderes.

Wenn Sie Probleme haben mit ihrer Interpretation, dann fragen Sie jemanden wie mich der Einblick hat bevor Sie voreilige Schlüsse ziehen.
Mazedonische Schüler scheinen besser den Unterschied zwischen Historie und Gegenwart zu (er-)kennen als manch Westeuropäer hier...

und wöchentlich grüßt die autorin mit ihrem erhobenen zeigefinger, a la: werdet doch endlich vernünftig ihr balkan-völkchen!

"die meisten marmornen oder bronzenen Figuren kennen aber nicht einmal die Mazedonier."

Das kommt wahrscheinlich daher, dass man nur die halbe Geschichte in der Schule erzählt kriegt. Beispiel die „Soluner Attentäter“, denen ein Denkmal gebaut wurde.
Warum wird nicht erklärt das diese Gruppe in Plovdiv (Bulgarien) gegründet wurde und zwar von Michail Gerdschikow (geboren in Plovdiv), Dimitar Obschtinski (geboren in Plovdiv) und Slavi Merdzhanow (geboren in Karnobat, bei Burgas am Schwarzen Meer).
Erwähnenswert ist auch die enge Zusammenarbeit mit dem in Mazedonien als „Verräter“ abgestempelten Boris Sarafow und den ebenfalls „verräterischen“ Varhovisti.
Aber ich finde es schön das Bulgaren in Mazedonien Denkmäler gebaut werden.

Der Witz "Mazedonien" hat schon Skopie erreicht :-)))

Was hat die Geschichte des heutigen FIRUM mit Alexander zu tun ??

GARNICHTS!

Das heutige FIRUM ist nur ca, 1/4 vom Gebiet der Römischen Provinz MAzedonien.

Im der Antike waren die Illira dort zuhause.
Im Mittelalter nannten sich die boiaren und König Samuil .. Bulgaren
Dan kamen die OSmanen.
Dann probierten die Großserben die Bevölkerung zu "verserbisieren". Es ist ihenen nicht gelungen. Dann fiel den Serben den Mythos "Mazedonisches Volk" einzuführen ein. Und seit dem rennt die Mischung aus ethnische Slawische Bulgaren und die Albaner an der Phereferie in dem irreglaube dass sie "Reinsrassig" sind und suchen verzweifelt große Vorahnen. U. a. auch den Alex. von benachbarten Griechenland .

Dann probierten die Großserben die Bevölkerung zu "verserbisieren".

ich wusste schon vor diesem satz dass sie albaner sind, eure rechtschreibung ist einheitlich.

Was soll,

Firum und Illirida sein?

Was zum essen???

Lecker :)))))))

Den Mythos "Mazedonisches Volk" haben mWn nicht die Serben, sondern die Griechen während der Balkankriege in die Welt gesetzt.
Sie sagten den Leuten dort, dass sie keine Bulgaren oder Serben sind, sondern Makedonier und daher Griechen.
Ich denke aber, dass sie jetzt nicht besonderes froh sind über die Wirkung ihrer Propaganda.
:-)

Ähnliches gilt doch für ganz Europa. Das Furchtbare an Darwin und der Evolution ist ja, dass man die Evolutionslehre an Staaten anwenden wollte ... und der Bevölkerung, die sich seit Jahrtausenden gegenseitig besucht, umworben, verbliebt, gekauft und verkauft, erobert, vergewaltigt, versklavt, geheiratet und so weiter hat, mit der Zeit den Unfug einreden konnte, dass man da noch klar identifizierbare "Völker" oder gar "Rassen" hätte. Wie bitte konnte eine Mehrheit so naiv und ahistorisch sein, diesen Unfug zu glauben?

Das hätten Sie jüngst am Balkankrieg die Deusche Reg. fragen können , als Sie vor Kriegsbeginn Kroatien als erstes Land intern. anerkannt hatte!

"bekritteln"

"Die EU-Kommission und die Zivilgesellschaft bekritteln die mangelnde Meinungsfreiheit."

Mazedoniens Volk bekrittelt mittlerweile die heuchlerische Politik der EU.
Wie gesagt, in dem letzten bericht der EK wurde kein einziges mal das Adjektiv "mazedonisch" verwendet, die Landessprache wurde anstatt "mazedonisch" als die "Mehrheitssprache" bezeichnet.

Zudem wurden in diesem Bericht Reformen bemängelt, b.z.w. als "Notwendig" angesehen, die Makedonien schon vor 10 Jahren eingeführt hat!
Gesetze werden gefordert die in Mazedonien schon vor Jahren erlassen worden sind.

Das ganze ist eine Farce, von dem Ihr -Liebe schuftenden Westeuropäer- von eurer Propaganda leider nichts serviert bekommt...

EU = Europäische Ungerechtigkeit

Der sächsische Dialekt der Deutschen Sprache wird von der EK ebenfalls in keinem Bericht über Sachsen erwähnt. Genauso verhält es sich mit dem mazedonischen, schopischen, dobrudschanischen und thrakischen Dialekt des Bulgarischen. Hoffen wir das die EK ihre diskriminierende Politik gegenüber Dialekten in Zukunft ändert und diese gesondert erwähnt, wenn sie über Regionen spricht.

Mazedonisch,

ist eine anerkannte Sprache.

Ihr Beitrag ist Schwachsinn

Soweit ich weis werden Länder anerkannt und nicht Sprachen :-)
In der Slawistik neigt man dazu die "mazedonische Sprache" als Dialekt der Bulgarischen Sprache zu betrachten. Klasifiziert wird die "Sprache" unter der Familie des Südostlawischen, zu der Ausschließlich bulgarische Sprachen gehören. Z.b. Banater Bulgarisch, Altbulgarisch (bzw. Altkirchenslawisch), Mazedonisch und (Hoch) Bulgarisch.
Das Dialektkontinum des Bulgarischen teilt sich in zwei Hauptzweige dem westlichen Bulgarisch (der heutigen Dialektnorm in Bulgarien) zu der Thrakien, Dobrudscha und die Schwarzmeerküste gehört und östliches Bulgarisch zu dem die Region um Sofia bis Vidin, Ägäis Mazedonien und Wardar Mazedonien (Republik Mazedonien) gehören.

Wenn Sie nicht mal wissen,

dass es anerkannte und kodifizierte Sprachen gibt, besteht kein Grund weiter mit Ihnen zu diskutieren.

Ihr zweiter Beitrag ist noch Schwachsinniger!!!

Das das Moderne bulgarisch mit dem makedonischen in einem Atemzug genannt wird ist doch Nachvollziehbar, beides gehört zur einer Sprachengruppe und beide Sprachen haben den selben Ursprungsort - nämlich Makedonien.

Sie bringen da was durcheinander, es gibt keine „anerkannten“ Sprachen!!! Nebenbei, „mazedonisch“ wurde erstmals 1945 durch die ASNOM kodifiziert.
Hier eine kleine Liste von Mitgliedern des ersten ASNOM die gegen eine Annäherung der neuen Sprache an das serbische waren:

Metodi Andonow – inhaftiert in Goli Otok, starb dort
Panko Braschanrow - inhaftiert in Goli Otok, starb dort
Wladimir Polezhinowski – inhaftiert in Goli Otok
Wenko Markowski – inhaftiert in Goli Otok
Bogoja Fotew – versuchter Selbstmord, beim versuch seiner Festnahme
Petre Piruse – inhaftiert in Goli Otok
Kemal Agoli – inhaftiert in Goli Otok, starb dort
Lasar Sokolow – inhaftiert in Goli Otok
Die Liste geht seitenlang weiter. Interesante Art eine neue Sprache zu schaffen.

>Alexander der Große<

ein irrer, der 10 jahre lang
mit einigen verrückten aus seiner gegend
die damals bekannte welt terrorisiert hat,
gemordet, geraubt und gebrandschatzt hat
und leider viel zu spät verstorben ist.

roter baron

I think it's marvelous the way that you know where things are, darling. I think you're marvelous.
Sweetie, make mama a cup of coffee. You're so clever and you know where everything is, darling, don't you?

und wer war Adolf Hitler? ;)

Ich würde an in deine stelle nicht mit steine werfen wen man im Glashaus sitzt ;)

Hitlerdenkmäler in Österreich .. echt?

wir haben allerdings (noch) kein hitler denkmal am hauptplatz. insofern hinkt der vergleich ein bisschen

alle welt weiss [...] das der groefaz am falschen dampfer war

Leider nein; eine von fast 20% der Österreicher gewählte Partei zB hält nichts von Österreich, bezeichnet sich fast offen als nationalsozialistisch (mit der verklausulierten Forumierung "soziale Heimatpartei") und trauert dem "Führer" völlig unverhohlen hinterher.

"Kompromissbereitschaft schaut anders aus."

...dieser Satz trifft voll und ganz zu, allerdings nicht auf die Republik Makedonien sondern auf den noch so "demokratischen" EU-Staat Griechenland.

Denn, Makedonien hat bereits seinen Namen geändert in "die frühere sowieso Rep. MK" damit es überhaupt in den UN schafft, desweiteren hat es bereits seine Nationalflagge geändert aufgrund fairer und europäischer Wirtschaftssanktionen Griechenlands, sowie seine Verfassung geändert.

Und was hat Griechenland bislang für Kompromisse geschlossen???
Ach ja..., den Beitritt Makedoniens zur Nato blockiert, den "Beitrittskandidatenstatus" für MK seit 2005 aufrechterhalten, und jede beliebige Möglichkeit genutzt um alles MK zu negieren, sei es im Sport, Kultur, Politik,usw. sehr kompromissberei

Das Makedonien Alexanders des Großen, umfasste höchstens 10 % der Fläche, des heutigen Staates. Das Gebiet um Skopije war nie Teil des Antiken Makedoniens. Bei der späteren römischen Provinz sieht es anders aus. Aber das ist halt Balkan, dort haben sich auch schon Albaner, Serben und Kroaten darüber gestritten, wer die Nachfahren der Illyrer sind. Oder die kroatische Theorie, das sie nur sprachlich Slawen wären, ansonsten aber aus dem arischen Iran kommen.

... vor allem umfassten Alexanders Eroberungen eh nur die heutige Türkei, Iran, die Gegend, bis nach Indien ... nach den Argumenten der EU-Hasser und Rechtsradikalen im Forum hier ist Alexander also ein Asiate, die Demokratie der "asiatischen Griechen" nur eine asiatische Erfindung usw.

Diese "kroatische Theorie" trifft auch auf die Serben zu da beide aus dem skythischen Raum kommen. Das bedeutet allerdings nicht das sie iranische Wurzeln haben und die Illyrer wurden schon vor ihrer Zeit assimiliert.

Das Reich...

Alexanders umfasste die halbe Welt :))))))

woher stammt ihre Angabe von 10% ???
Mazedonische Geschichte scheint nicht ihre Stärke zu sein

Wenn Sie glauben, daß Alexander der Große ein bulgarisch sprechender Slawe war, dann scheint Ihnen die mazedonische Geschichte auch nicht geläufig zu sein!

Sie haben recht,

Alexander war sprachlich kein Slawe, aber Grieche war eben auch nicht :)))))))

Sprachlich zwar nicht aber sonst doch?
:-))
Eigentlich, wieso Statuen von Alexander und nicht von Aristoteles, er war ja auch Makedonier.
Brutalität ja, Geist nix?

Aristoteljewitsch wird sich im Grab umdrehen.
PS: Sein Name war ja immer schon so, nur die GR haben ihn verunstaltet.
So wie sie aus Alexandrov Alexandros gemacht haben, die Garstigen.
Aber ihr, "echten Makedonen", ihr habt das ja immer schon gewusst, nicht wahr?
;-)

Aristotel,

aus Stageira.
Das einzige makedonische an Aristotel ist seine Verbundenheit und Anstellung im makedonischen Hof, die schon sein Vater inne hatte.

Stageira lag auf Chalkidike, und die drei Finger gehörten nicht zum makedonischem Kernland. Es wurde erobert und dem makedonischen Machtbereich unterstellt.

Das sind die Fakten, wenn sie meinen Sie sind mit ihren Wortspielchen lustig, dann kann ich nur zustimmen.

Was die Statuen betrifft, es ist schade das so eine einseitige Berichterstattung nur die Alexander Statue thematisiert, dabei wurden etliche Statuen errichtet...

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