Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Bei Multipler Sklerose wird die isolierende Schicht der Gehirn- und Rückenmarksnerven vom Immunsystem angegriffen
Wien/Amsterdam - Zwischen Beeinflussung der immunologischen Ursachen und der Verbesserung der Folgen dieser chronischen Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks: In den kommenden Tagen (19. bis 22. Oktober) läuft in Amsterdam der Jahreskongress der europäischen Vereinigung der Spezialisten für Multiple Sklerose (ECTRIMS) ab. Zur Diskussion stehen auch die zahlreichen Fortschritte in der Behandlung. In Österreich dürften rund 12.500 Menschen an MS leiden.
Nach Jahrzehnten des Stillstands haben in den vergangenen rund 20 Jahren vor allem neue Therapieprinzipien das Los der Betroffenen deutlich verbessert. Diese Unterschiede ließen sich erst vor kurzem in einer nach 2007 erstmals (2011) wiederholten Umfrage unter mehr als 300 österreichischen Betroffenen ablesen: Derzeit geben 25 Prozent der MS-Patienten an, dass es ihnen sehr gut geht, 55 Prozent sprechen von einem "eher guten" Gesundheitszustand. Im Jahr 2007 waren die diesbezüglichen Anteile mit 14 beziehungsweise 37 Prozent deutlich geringer. Der Anteil der Erwerbstätigen ist von etwa 25 Prozent im Jahr 2000 auf mittlerweile rund 50 Prozent gestiegen.
Akute Schübe reduziert
Der Grund für diese Entwicklungen lag auch in neuen Behandlungsstrategien: Beta-Interferone und Glatirameracetat - beides zum Injizieren - reduzierten die Häufigkeit der akuten Schübe mit sich summierenden Lähmungserscheinungen um rund 30 Prozent. Bei den Medikamenten gab es gerade in den vergangenen Jahren einen neuerlichen Aufschwung, zum Teil auch durch Arzneimittel, die einfach in Tablettenform eingenommen werden können.
Den Anfang machte im Jahr 2006 ein Medikament mit dem monoklonalen Antikörper Natalizumab. Unter dieser Behandlung haben zwei Drittel der Betroffenen eine verringerte Schubrate. Man geht davon aus, dass monoklonale Antikörper die Häufigkeit solcher Komplikationen um 68 Prozent reduzieren. 37 Prozent der Behandelten werden frei von Krankheitserscheinungen. Auch eine große Analyse des Cochrane-Netzwerkes zur Bestimmung des Nutzens von medizinischen Aktivitäten in der Praxis kam vor kurzem (4. Oktober) zu einem sehr positiven Urteil.
Orale Therapie
Seit diesem Jahr gibt es auch das erste oral einzunehmende MS-Mittel. Es "garagiert" die bei der Erkrankung aggressiv gegen die Isolationsschichten der Nervenbahnen in Gehirn und Rückenmark gerichteten T-Lymphozyten in den Lymphknoten. Patienten mit hoher Krankheitsaktivität trotz Behandlung mit Beta-Interferon oder Glatirameracetat sowie Patienten ohne vorhergehende Behandlung mit rasch fortschreitender schubförmig-remittierender Multipler Sklerose haben hier den Nutzen. Die Schubrate wird um 50 bis 60 Prozent verringert.
Das ist aber nicht das Ende: Im international angesehenen Fachjournal "The New England Journal of Medicine" wurde Anfang Oktober eine Studie publiziert, bei der ein Teil von 1.088 MS Patienten entweder zwei unterschiedliche Dosierungen des Wirkstoffs Teriflunomid oder ein Placebo erhielt. Damit gelang es, die Schubrate um rund 31 Prozent zu verringern. Das Arzneimittel wird oral eingenommen. Das MS-Medikament befindet sich aber erst in Registrierung.
Bereits zugelassen, aber noch nicht von den österreichischen Krankenkassen bezahlt, ist die Substanz Fampiridin. Der Wirkstoff ist seit langer Zeit bekannt, erhielt aber erst in "Verpackung" mit langsamer Freisetzung eine Applikationsform, die bei MS-Patienten verwendbar ist. Die Substanz führt zu einer besseren Nervenimpuls-Übertragung bei den Behandelten. Bei um die 40 Prozent der Patienten führt das zu einer deutlichen Verbesserung der Gehfähigkeit. Bei MS-Patienten mit erheblicher Invalidität kann hier schon eine für Gesunde relativ geringe entscheidende Verbesserung dramatisch positive Folgen haben und den Pflegebedarf stark reduzieren. (APA)
Forscher der Ruhr-Universität Bochum stellten fest, dass ein gegen Schuppenflechte bewährter Wirkstoff auch MS-Symptome reduziert
Wissenschaftler konnten das Wachstum von Gehirnzellen stimulieren - damit steigt die Hoffnung für neue Therapieansätze bei neuronalen Erkrankungen
Jeder 20. MS-Patient erkrankt bereits als Kind oder Jugendlicher. Laut einer Studie tritt dabei auch häufig eine Sehstörung auf
Eine pharmakologisch modifizierte Form des Antikörpers Daclizumab reduziert die Wahrscheinlichkeit für einen MS-Schub um über 50 Prozent. Auch das Risiko für bleibende Einschränkungen sinkt um rund die Hälfte
Die Analyse von Daten aus 23 Jahren erbrachte keinen Nachweis für die Wirksamkeit von Beta-Interferon
Erhöhte Krankheitsaktivität nach Eingriff an den Halsvenen von MS-Patienten - Experte: "Anwendung für Selbstzahler absolut inakzeptabel"
Neue Studien zeigen: Es gibt kein einzelnes MS-Gen - Internationaler Tag der Multiplen Sklerose am 30. Mai
Deutsche Gesellschaft für Neurologie: Studie aus Kanada weist Schwächen auf - Interferon-Therapie bleibe unverzichtbar
In den meisten Fällen auch langfristig kein Problem
Fehldiagnosen vor allem wenn Betroffene nicht deutlich an Sehkraft verlieren - Evozierte Potentiale können Diagnosen sichern
"Sinnlose und gefährliche" Gefäßeingriffe bei Multiple-Sklerose-Patienten sollen derzeit angeboten werden
Ultrahoch-Feld-MRT zeigt deutlich mehr Schäden im Gehirn von MS-Patienten
Deutsche Vergleichs-Studie zeigt Zusammenhänge zwischen Ernährung und Auftreten von Multiple Sklerose
Eventuell Möglichkeiten für prophylaktische Therapie
Das Therapieangebot für MS wird noch breiter - Cladribin und Fingolimod führen zu einem deutlichen Rückgang von MS-Schüben
Der Wirkstoff Fumarsäure kann offenbar die Schubrate bei der Multiplen Sklerose annähernd halbieren und die typischen Schädigungen des Gehirns deutlich reduzieren
Vergleich von zwei Patientenbefragungen im Abstand von fünf Jahren - Offenbar optimierte Therapie
Als Selbstbetroffene habe ich genügend Erfahrung mit solchen Alternativlern gemacht, welche die Erkrankung "heilen/besiegen" können - diese haben sich im Nachhinein als Abzocker und Scharlatane erwiesen. Meine Behandlung ist eine ideale Kombination aus beiden Therapiearten und ich fahre sehr gut damit. Es gibt mittlerweile sehr viele verschiedene Therapien für MS und es gilt hier diese individuell auf Krankheitsverlauf, Symptome, Lebensumstände usw. anzupassen. Wichtig ist hier auch ein guter u. vertrauenswürdiger Arzt, genügend Sport/Bewegung, positives Denken, die Unterstützung des eigenen Umfelds, uvm.! Ich bin dankbar für jeden Tag (da nicht selbstverst.), an dem es mir mögl. ist schwimmen od. arbeiten zu gehen, Freunde zu treffen usw.
Was die Herren MS-Spezialisten nicht wissen: Die Krankheit kann man alternativ besiegen, ohne die schädlichen Nebenwirkungen der Medikamente.
http://www.amazon.de/Multiple-... 294&sr=8-1
darf ich Ihnen mitteilen, dass die böse Schulmedizin sehr wohl in der Lage ist mit dieser Krankheit umzugehen. Und was bei den ganzen "Wir-brauchen-keine-seriöse-Behandlungs"Methoden nicht zum Tragen kommt, diese Krankheit hat sehr viele unterschiedliche Erscheinungsformen. Aber die Eso-Alternativ-Wunderwutzis freut es eben wenn sie eine Krankheit "besiegt" haben, als einzige auf der Welt. Einmal eine MRT machen und das Ergebnis zeigt wie es wirklich aussieht. Danke übrigens der Nachfrage, mir geht es MIT schulmedizinischer Behandlung sehr gut und ich genieße jeden Tag meines Lebens. Und ja, es gibt auch sehr arge Erscheinungsformen die viel Leid für die Betroffenen bedeuten. Aber: Wer nichts weiß, muss halt alles glauben.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.