Südafrikaner durfte nicht in Klagenfurter In-Lokal

Türsteher will Order des Chefs ausgeführt haben - Lokalbetreiber kündigte Entschuldigung an

Diskussion um Rassismus in einem Klagenfurter Innenstadtlokal: Dem Racedirektor des Ironman Südafrika, der sich derzeit wegen des am kommenden Wochenende stattfindenden Ironman Austria in Kärnten aufhält, wurde laut Medienberichten am vergangenen Wochenende mit einem Verweis auf seine Hautfarbe der Zutritt zu einem In-Lokal verwehrt. Begründung des Türstehers: "Der Chef will keine Schwarzen im Lokal." Der Betreiber wehrt sich gegen die Anschuldigungen, er habe so eine Order nicht erteilt.

Vier Österreicher und der Südafrikaner wollten Samstagabend gegen Mitternacht das Lokal betreten. Die Österreicher hätten ohne den Afrikaner Einlass erhalten, ließen ihren Freund allerdings nicht im Stich.

"Ich würde nie einem Türsteher die Anweisung geben, jemanden wegen seiner Hautfarbe nicht hereinzulassen. Das ist doch ein Wahnsinn", erklärte der Betreiber. Eine solche Order bestünde allerdings für bestimmte Ausländergruppen, eine Tschetschenengruppe habe in letzter Zeit dem Lokalchef große Probleme bereitet.

Der Lokalbetreiber will nun dafür Sorge tragen, dass der betroffene Türsteher "nicht mehr für uns arbeitet" und will sich mit einem Essen bei dem Südafrikaner entschuldigen. Der Chef der Security-Firma erklärte, dass der Mitarbeiter nur "eine klare Anweisung unseres Auftraggebers umgesetzt" habe. Es würden sonst sicher keine Unterschiede zwischen In-und Ausländern gemacht werden. (APA)

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