Musikbranche fordert eine Milliarde Dollar von Limewire

Zumindest in einem Rechtsstreit konnte der P2P-Dienst nun eine Einigung erzielen

Nachdem die Musikindustrie im Oktober vergangenen Jahres die Abschaltung des P2P-Dienstes Limewire erwirkt hatte, sieht sich das Unternehmen Forderungen in Höhe von ein Milliarde US-Dollar gegenüber. In einem Fall konnte nun allerdings eine Einigung erzielt werden, wie TorrentFreak berichtet.

Deal mit Musiklabels

In einem seit Juni andauernden Rechtsstreit mit EMI, Warner Bros., Universal, Sony und anderen Labels sei nun eine Einigung erzielt worden. Den Gerichtsunterlagen zufolge soll jede Seite ihre eigenen Prozess- und Anwalts-Kosten tragen. Weitere Details zu dem Deal sind jedoch nicht bekannt.

Urheberrechtsprozess geht weiter

Damit ist Limewire allerdings längst nicht aus dem Schneider. Größtenteils dieselben Unternehmen, die den erwähnten Rechtsstreit nun beigelegt haben, klagen den Filesharing-Dienst auch als Rechteinhaber. In diesem Fall wurde bereits die Verfügung erzielt, aufgrund derer Limewire seine Dienste im Oktober 2010 abschalten musste. Die Kläger werfen dem Unternehmen vor, die User absichtlich zu Urheberrechtsverletzungen angespornt zu haben. Der P2P-Client sei überwiegend für Piraterie genutzt worden, wovon das Unternehmen gewusst habe, heißt es. Die Kläger haben eine Schadenssumme von rund einer Milliarde US-Dollar errechnet, die sie von Limewire fordern.

Profitierten Firmen von Limewire?

Der Fall könnte noch eine interessante Wendung nehmen. Limewire hat laut TorrentFreak im Zug der Rechtsstreitigkeiten die Herausgabe interner E-Mails von Apple, Google, Amazon, MySpace und anderen Unternehmen erwirkt. Aus diesen gehe nun hervor, dass die Musikkonzerne durchaus von Downloads profitieren würden und sich ihre Einnahmen seit der Abschaltung von Limewire geschmälert hätten. Ein Gerichtsverfahren sei nun für Mai angesetzt. (red)

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