Musikindustrie bezichtigt Journalisten der Ermutigung zum Musikklau

  • Nach der Einstellung von Limewire mehren sich die Berichte über Alternativen - die Musikindustrie würde dies am liebsten unterbinden.
    foto: derstandard.at/screenshot

    Nach der Einstellung von Limewire mehren sich die Berichte über Alternativen - die Musikindustrie würde dies am liebsten unterbinden.

Artikel über Limewire-Alternativen ist der RIAA ein Dorn im Auge

Die Vertreter der US-Musikindustrie, die RIAA, haben das Magazin PCMag in einem Schreiben beschuldigt, durch einen Artikel über Alternativen zum Filesharing-Programm Limewire seine Leser zum "Stehlen von Musik" zu ermutigen. Limewire musste kürzlich aufgrund von Klagen der RIAA den Dienst einstellen. Einer Aussage des verantwortlichen Chefredakteurs zufolge sei die Anschuldigung haltlos und ein Akt der Verzweiflung. Damit spielt er auf zahllose wenig erfolgreiche Aktionen der Musikindustrie an, um die illegale Verbreitung von Songs zu unterbinden.

Im Interesse der Leser

In dem Brief fordert die RIAA das Magazin auf, den besagten Artikel zu entfernen. In einer Stellungnahme betonte der PCMag-Chefredakteur, dass man dies nicht tun werde. Einerseits würde im Artikel ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Verbreitung von urheberrechtsgeschützten Inhalten nicht geduldet sei. Andererseits habe man den Artikel über Limewire-Alternativen verfasst, da man wusste, dass ihn viele Leser interessieren würde. Man sei sich zwar darüber im klaren, dass Filesharing-Programme auch zum Tausch von geschützten Werken verwendet werden. Ob Anwender dies tun oder nicht, würde aber nicht von einem Artikel über die Existenz der Software beeinflusst. (zw) 

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