Postler zur Polizei

Gewerkschaft hat Sicherheitsbedenken

06. September 2009, 13:58
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    Die Gewerkschaft hat Sicherheitsbedenken bezüglich des Wechsels von Post- bzw. Telekombeamten zur Polizei.

Greylinger: Provisorische Bedienstete haben nach zwei Wochen Ekis-Zugang - Innenministerium kontert Gewerkschaft

Wien - Die Gewerkschaft hat Sicherheitsbedenken bezüglich des Wechsels von Post- bzw. Telekombeamten zur Polizei. So hätten diese bereits nach der zweiwöchigen Einschulung vollen Zugang zum Informationssystem Ekis, gibt der oberste Polizeigewerkschafter Hermann Greylinger (FSG) zu bedenken. Er will vor allem wissen, ob eine generelle Sicherheitsüberprüfung der neuen Mitarbeiter durch das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) erfolgt ist.

Die Polizeidatenbank Ekis und damit eventuell verbundener Missbrauch sind durch den derzeit laufenden Untersuchungsausschuss wieder ins Gespräch gekommen. "Da sollte man schon ein bisschen sorgfältiger umgehen", mahnt Greylinger. Er fragt sich vor allem, welche Sicherheitsstandards es für die Postbediensteten im Polizeieinsatz gibt und ob das BVT auch deren Daten und Lebenslauf - wie bei Exekutivmitarbeitern üblich - genau überprüft hat. "Wir wissen nicht, ob das passiert ist." Fest stehe jedenfalls: "Sie bekommen Berechtigungen, die andere erst nach Monaten und Jahren haben."

Grundsätzlich befürwortet die Gewerkschaft den Wechsel von Postbediensteten zur Exekutive, kritisiert aber, dass dies zu eilig gegangen sei. Viele Details seinen nach wie vor ungeklärt, "Provisorien haben wir immer gehabt, die haben nichts gebracht". Auch zum Überstundenabbau der überlasteten Polizei würden die neuen Mitarbeiter nicht beitragen, sie sitzen weiterhin auf Planstellen der Post. Die Kosten für die zweiwöchige Ausbildung betragen laut Gewerkschaft rund 10.000 Euro.

Mit dem jüngst von SPÖ-Klubobmann Josef Cap geforderten und zunächst von der ÖVP willkommen geheißenen Katalog, der Nebentätigkeiten von Polizisten definieren soll, kann Greylinger grundsätzlich etwas anfangen. Vorausgesetzt, es betrifft jeden Beamten - auch jene an der Spitze.

Innenministerium kontert Gewerkschaft

Die Exekutive weist die Kritik der Gewerkschaft bezüglich des Einsatzes von Postlern bei der Polizei zurück. Konrad Kogler, stellvertretender Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, betont, dass die Belegschaftsvertreung von Beginn an in alle Gespräche eingebunden worden sei und auch alle relevanten Informationen erhalten habe. Zudem sei klar, dass bei allen Mitarbeitern von Post und Telekom, die Zugang zu sensiblen Polizeidaten haben werden, eine Sicherheitsüberprüfung stattfinde.

Dies sei dem Zentralausschuss der Gewerkschaft auch mitgeteilt werden. Noch bevor die Postler in den Volldienst übernommen werden, sei diese Überprüfung abgeschlossen, versicherte Kogler. Würde man den geliehenen neuen Mitarbeitern den Zugriff ganz verwehren, wäre das sinnlos, benötigten sie Informationen ja auch für die zu bewältigenden Aufgaben. Überdies habe man auch Bewerber nicht in den Polizeidienst übernommen, wenn sich bei Sicherheitsüberprüfungen Bedenken ergeben hätten.

Kräuter kritisiert Fekter

Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter spricht von einer "übereilten und schlecht vorbereiteten Vorgangsweise der Innenministerin" in Bezug auf den Wechsel Postangestellter zur Polizei. Offensichtlich gehe es Fekter eher um einen Wahlkampfgag vor den Landtagswahlen als um seriöse und nachhaltige Reformen im Bereich der Sicherheitspolitik, erklärte der SP-Geschäftsführer in einer Aussendung: "Auf diese Art und Weise werden an sich gute Maßnahmen, wie der Wechel von Bediensteten von Post- und Telekom zur Polizei, nicht gefördert, sondern erschwert." (APA) 

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posten
»Posting 1 bis 25 von 76
1 2 3
Nope
02.11.2009 14:27
Zugang zum EKIS-System

Also ich hab meinem Postler schon des öfteren Briefe mit vertraulichem Inhalt in die Hand gedrückt, ohne dass ich Angst gehabt hätte, dass er den Brief heimlich aufmacht und liest - so gesehen vertrau ich meinem Postler schon mehr als so manchem Polizisten.

zimbo 
12.09.2009 12:29
Geil auch die neue erleichterte Handyortung.

Mit einem 6er-Tragerl Bier wird man dabei sein.

MisterAustria 
08.09.2009 21:45
Trari Trara, die Polizeit ist da!

http://www.misteraustria.at/?p=1

Pol e Mike
08.09.2009 16:24
Von einem Postler, wird wenigstens kein 14-jähriger erschossen....

...also wenn schon, sollten die Postler solche Bedenken haben!

T-Minus1
08.09.2009 12:51
unter dieser Perspektive .....

... ist der (T)Datenschutz einmal mehr auf "ToillettenPapier" gedruckt. Man betrachte nur den immensen Personenkreis im Krankenhaus, beim Hausarzt,in den div. Behörden, welcher mit sensibelsten (Gesundheits) Daten befasst ist. Was im vorliegendem Fall allerdings bedrückend ist, das hier Allmacht (gegenüber der Ohnmacht des Bürgers) ausgeübt werden kann. Man kann (oder könnte) jene hinkünftig auszuübenden administrativen Tätig keiten von Ekis trennen davon bin ich überzeugt.
Jeder Tastenschlag am PC ist nachvollziehen. Jeder Zugriff auf EKIS daher im jeden Einzelfall in allen Einzelheiten nachvollziehbar. Voller Zugriff auf Ekis
nach 2wöchiger Einschulung ist schockierend ..... und genauso unnötig

angelo6 
08.09.2009 11:02
wie wärs mit einem gescheiten Berechtigungssytem für die EKIS-Daten?

wie z.B. Suchabfragen nur für bestimmte Personen, im 4-Augenprinzip etc.

belgma 
07.09.2009 13:11

wird wurscht sein, ob jetzt ein polizist oder ein postler ekis-daten missbraucht. also, mir zumindest ist es wurscht, WER schei?e baut.

Sponge Bob
07.09.2009 09:22
die meisten von den Postlern sind eh weichgesoffen!

selbst wenn sie sensible Daten abrufen können - ein paar Minuten später haben sie es eh vergessen ....

Hudri Wudri
07.09.2009 12:35
Dafuer

plaudern sie's gleich am selben Saufabend den StammtischkollegInnen aus.
Prost ;-)

Hudri Wudri
08.09.2009 14:08

... ist uebrigens nicht meine Meinung - Drogenmissbrauch ist in allen Branchen gegenwaertig, auffallend stark vertreten sind die Ethanol-Junkies uebrigens in akademischen Kreisen der juridischen und medizinischen Fakultaet... Also goenn ich 'Den Postlern' von Herzen ihr wohlverdientes Bier, wie ich mir meins schmecken lasse :-P

Ingrid Goeschl
07.09.2009 10:08

Warten Sie erst bis die Bundesheerler kommen....

FJP1
07.09.2009 08:45
Angst um Nebeneinkünfte

hart die Gewertkschaft Angst um entgehende Nebeneinkünfte ihrer Mitglieder dutch illegale EKIS-Abfragen?

zimbo 
12.09.2009 12:30
Platter hat unsere Daten eh schon weitergegeben.

robert rittersmann
07.09.2009 08:21

die Gewerkschaft hat einfach Angst, dass die neuen leichter POSTenkommandant werden.

dieBestatter2009
07.09.2009 06:17
Bilden wir einen Arbeitskreis !

Bilden wir eine Kommission in der Hofburg.

Bilden wir nur nicht das Volk da sonst der Datenfluß ins Stocken gerät.

Beginnen wir "neu" mit dem Österreich - Konvent.

Warum soll sich im Bund was ändern wo doch die nächsten Wahlen noch so weit weg sind ?

http://warteschlange.twoday.net/stories/5924547/

Alaska Saedelaere
07.09.2009 06:12
Die Postler kennen immerhin das Postgeheimnis,

das nur die wenigsten Polizisten kennen.

Hudri Wudri
07.09.2009 12:45
Jaja,

genauso wie die Postler beim Telefonswitch prinzipiell keine Gespraeche mithoeren...... LOL
Missbrauch ist mE immer da und kann nie zu 100% unterdrueckt werden, jedoch sollte er keinesfalls unnoetig erleichtert werden. Im konkreten Fall waere es uU gar nicht noetig, "zivilen" Hilfskraeften direkten Zugriff ins EKIS gewaehren zu lassen, da administrative Arbeit so modulierbar waere, dass diese Aifgabengebiete trennbar sind.....

Chen Fu Chang
06.09.2009 23:52
keine bedenken für keinen österreicher

bei 20 postlern wird das nichtauffallen wenn sie datenmissbrauchen.
das geschieht jeden tag zigmal , auch wenn sie es nicht zugeben wollen.

wo lebt ihr denn alle, solche fragen noch zu stellen.
ist wie beim kaspertheater nicht in der urania sondern in österania auf der bühne.

Herzerzog Johann 
06.09.2009 23:46
Ich habe auch Sicherheitsbedenken:

Polizisten bei der Polizei ...
... klingt bedrohlich.

Papiertiger
09.09.2009 12:46
ja stimmt, wäre besser Kriminelle würden dort arbeiten!?!

Hazweio
06.09.2009 21:53
Solange immer noch ganze Hundertschaften

als Polizeimusikanten in ihrer Hauptdienstzeit und teilweise auch auf Überstundenbasis auf Steuerzahlerkosten mit Polizeibussen quer durch Österreich zu irgendwelchen unnötigen Festln gekarrt werden, kann ich mir nicht vorstellen, dass es einen Personalengpass bei der Polizei gibt.

Wesentliches (Un)Wesen
06.09.2009 16:47

Ich hab auch (massive!) Sicherheitsbedenken, weil Staat (ÖVP), Krone und Strache indoktrinierte PolizistInnen Zugriff auf derlei Infonetzwerke haben.

Da ist schon eher davon auszugehen, dass ein paar gmiatliche PostlerInnen diese Befugnisse am Anfang ganz witzig und interessant finden, die anfängliche Verlockung dann aber schnell abflaut.

dieBestatter2009 
07.09.2009 06:26

Sie denken zuviel nach.
Das ist nicht ungefährlich im Spitzelstaat.
Denkens an die Tierschützer.

Fraho
07.09.2009 07:46
die Gefahr besteht

...auch für Einbrecher, wenn diese davon laufen, werdens wegen Angriff auf die Staatsgewalt von hinten abgeknallt.

no ja
06.09.2009 16:33
wenns nach der gewerkschaft geht

dann sollten jene von der post (auch die christl) bei vollen bezügen spazieren gehen, dann habens genug zeit die solidarität der gewerkschaft mit den arbeitslosen zu demonstrieren

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