Die WU zieht in den Prater

von Redaktion  |  13. Dezember 2007, 14:50
  • Artikelbild: Die WU Wien zieht auf das Messegelände in den 2. Wiener Gemeindebezirk.
 - Foto: WU

    Die WU Wien zieht auf das Messegelände in den 2. Wiener Gemeindebezirk.

Nach zwei Jahren Planung Standort fixiert: Ab Wintersemester 2012/13 wird in der Messe-Südportalstraße unterrichtet

Eine "sensationelle Location hat die Wirtschaftsuniversität Wien da ausgewählt", meint Wissenschaftsminister Johannes Hahn bei der Präsentation des neuen Standortes in der Messe-Südportalstraße im 2. Wiener Gemeindebezirk. Dass der Prater vor der Haustür liegt, war jedoch nur eine Draufgabe für die Entscheidung. "Die wichtigsten Kriterien waren die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und die Umsetzung unseres Raumkonzeptes", erklärt WU-Rektor Christoph Badelt. Drei Standorte standen in der Endauswahl zur Debatte, die Grundstücke in der Muthgasse und am Nordbahnhof erfüllten die genannten Kriterien nicht.

Gemeinsame Nutzung mit Messe

Die Entscheidung für den neuen Standort fiel deshalb "einstimmig im Rektorat und wurde einstimmig vom Universitätsrat genehmigt", so der Rektor. Das neue Universitätsgebäude soll im Wintersemester 2012/13 eröffnet werden. Auf 88.000 Quadratmetern soll Platz für 22.000 Studierende, die aktuelle Studierendenzahl geschaffen werden. Mit dem Ausbau der U2 soll die WU an zwei Stationen angebunden werden. Badelt geht es darum, "die WU nicht umzubauen, sondern neu zu bauen."

Ein weiterer Entscheidungsgrund für das Rektorat waren die Kooperationsmöglichkeiten mit der Messe. Eine gegenseitige Raumnutzung sei für beide Seiten sinnvoll, meint Badelt. Wissenschaftsminister Hahn ist "zufrieden mit dem neuen Standort", obwohl er sich einen gemeinsamen Standort mit der Technischen Universität gewünscht hätte.

Baubeginn 2010

Im November startet ein europaweiter Archtitekturwettbewerb, der bis Frühjahr 2008 laufen soll. Im nächsten Jahr sollen laut Vizerektor Michael Holoubek außerdem die Gespräche über die Finanzierung abgeschlossen sein. Als Baubeginn ist das Frühjahr 2010 geplant. Der Eigentümer wird des Gebäudes wird eine Projektgesellschaft sein, die die WU gemeinsam mit der Bundesimmobiliengesellschaft gegründet hat. Wie hoch die Kosten für den Bau sein werden, will noch niemand sagen, es werde sich jedenfalls um einen dreistelligen Millionenbetrag handeln. "Wir haben einen Betrag von 60 Millionen reserviert, der aber sicher nicht ausreichen wird", stellt der Wissenschaftsminister jetzt schon fest.

Um die Nachverwertung der jetzigen Standorte macht sich das Rektorat keine Sorgen. Das Hauptgebäude in der Augasse "durch seine Lage höchst interessant", meint Vizerektor Holoubek. Das Universitätsgebäude wurde 1982 bezogen und war ursprünglich für 9.000 Studierende konzipiert. Dass für den Neubau der WU nur die derzeitige Studierendenzahl berücksichtigt wird, hat für Badelt den Grund, "dass wir nicht ins Blitzblaue für 10.000 zusätzliche Studierende bauen, die wir noch gar nicht haben." (lis/derStandard.at, 2. Oktober 2007)

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OLAF_EU
19.10.2007 15:58
die WU Wurstl Universität

smea_gol 
08.10.2007 18:16

naja, auf der WU krebsen eh genug kasperln herum, insoferne ist der ort ja nicht schlecht gewählt...

derPolizist 
03.10.2007 21:52
Beneidenswert...

die Polizeischüler werden sich wahrscheinlich noch Jahrzehnte in der Marokkanerkaserne abgfretten müssen...

didel
18.10.2007 12:41

dafür haben die einen verein der freunde der polizei

Eustreptospondylus
03.10.2007 18:10
Na viel Spass

liebe Studenten, das Nachtleben ist jedenfalls sehr rege auf der Südportalstrasse und das Schweizerhaus ist auch net weit!!

Studentenherz (männl.) was willst du mehr?


;)

Dilbert
03.10.2007 19:41

In der Nacht sehe ich in der Südportalsptrasse nur schwarz.

ei padauz
03.10.2007 16:34

wenn die wu in den prater zieht, wer zieht dann in das neue "wissenschaftszentrum" aspern? tu bleibt, boku in tulln...

Ludovico Settembrini
04.10.2007 21:13

was hätte die wu in einem wissenschaftszentrum verloren? :-)

su sanne
06.10.2007 15:56
so clever

Anyuser 
07.10.2007 17:03

Du, Susi, dein WU-Studium muss dir eh nicht peinlich sein.

Franz Seidler
03.10.2007 14:13
ein wirklich kluger schachzug,

platz für die aktuelle zahl von 22.000 studenten zu schaffen. die sind zwar 2012 schon längst passe, aber wen störts schon, wie mit steuergeldern umgegangen wird. 2012 sinds dann sicher 30.000 studenten, die dann wieder am gang stehen müssen oder vor den instituten campieren müssen. sehr intelligent herr rektor!

der postbote 
03.10.2007 16:25
was ich mich frage:

inwiefern verändert das raumangebot das nichtvorhandene lehrveranstaltungsangebot?

solange ein großteil der professoren gerade mal eine vorlesung und 1 seminar pro semester abhält, wird sich für die studierenden genau nichts ändern...

Dante Alighieri
04.10.2007 20:45

An guten ausländischen Unis hält so gut wie niemand mehr als zwei LVAs zugleich ab...

der postbote 
16.10.2007 10:00
an guten ausländischen unsi sind die

professoren i.d.r. aber auch für ihre studenten da, lassen sprechstunden nicht reihenweise ausfallen, geben ihre handynummern bekannt und sind grundsätzlich für ihre studneten und deren probleme da.

harry haller
03.10.2007 12:39
Der Standort passt schon!

Ausreichend Platz, U-Bahn vor der Tür (hat das alte AKH zB nicht) und längst nicht so dezentral wie alle tun – außerdem natürlich der prater.
Das ist auch eine aufwertung für einen eigentlich schönen teil (zwischen lasallestraße-Ausstellungsstraße) wiens, der leider ein bisschen heruntergekommen ist. Tut sicher gut wenn dort ein paar studentInnen und lokale hinkommen.
Auch vom 3. bezirk (der auch ein bisschen Studenten-Impulse vertragen könnte) kommt man öffentlich und mit dem fahrrad dort gut hin.
Einzige befürchtung ist, dass die lackierten mit dem auto fahren und mir den prater verstinken,

Stephan Weinberger
04.10.2007 11:23

Naja, am Nordbahnhof hätte man 2 U-Bahnlinien, 3 Straßenbahnlinien und die Schnellbahn vor der Tür gehabt (etwa so wie am alten Standort). Ergo ist der Prater doch eigentlich eine deutliche Verschlechterung der Verkehrsanbindung.

Sinnvoll wär am jetzt gewählten Standort vielleicht den N bis zur U2 Trabrennstraße zu verlängern - aber was man so hört sperrt sich der Bezirk dagegen eine Strab über die Hauptallee zu legen (beim Bus- und Autoverkehr ists hingegen offenbar kein Problem...).

http://www.tramway.at/projekt_1... index.html

ruby ruby ruby ruby
03.10.2007 11:56

und was genau steht dort jetzt? oder is das derzeit noch die praterwiese?

Schnabeltierfresser
03.10.2007 12:36
Dilbert
03.10.2007 19:43

Danke

Bodypainter
03.10.2007 10:40
ich wünsch' mir, dass...

...coop himmelb(l)au sich etwas cooles für den standort einfallen lassen. am besten von der höhe des daneben gerade in bau befindlichen ÖVM-towers inspirieren lassen, und so platz optimal nutzen ;-)

Doktor Leid
03.10.2007 08:48
Vielleicht können s den Chorherr mitplanen lassen,


damit das Monster wenigstens umweltfreundlich gebaut und ordentlich klimatisiert wird ...

NegR h.c.
03.10.2007 08:17

Den internationalen Wettbewerb, den sie da von November bis Frühling abwicklen wollen, schau ich mir an. In dieser kurzen Zeit wird das sicher was g'scheites...

natoll
03.10.2007 10:36

keine angst, die auserkorenen wissen vieles bereits seit mehreren wochen...

NegR h.c.
03.10.2007 10:52

Ja, genau so stell' ich mir eine offene Ausschreibung vor... :D

ama2deus  
02.10.2007 19:43
verkehrsanbindung

meiner ansicht nach stand die entscheidung für den standort messe schon lange fest. die muthgasse scheidet aufgrund von periphärer lage als erstes aus. würden noch praterstern und messe bleiben.
allein von der verkehrsanbindung her wäre es idiotisch die messe dem praterstern vorzuziehen. eine u-bahn-linie ist nichts gegen 2 u-bahnen, die s-bahn-stammstrecke, 2 straßenbahnlinien, 1 autobuslinie und das netz der ÖBB.
da aber die stadt wien die kapazitäten einer U2 ausweiten muss verwundert es nicht, dass die entscheidung zugunsten des messegeländes fällt.

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