Eine Sommernacht, Übermut, Bier und ein Banküberfall: Victoria (Laia Costa) wird in Sebastian Schippers sensationellem Ein-Take-Film vom braven Mädchen zur Superheldin.

Nachtvogel. Sie ist erst ein paar Wochen in Berlin, und wenn sie ausgeht, soll gefälligst was passieren. Der Barkeeper sieht nett aus, aber Victoria muss ihren Wodka doch alleine trinken, bevor sie nach Hause stolpert. Da trifft sie auf Sonne (Frederick Lau) und seine Freunde Boxer (Franz Rogowski), Blinker (Burak Yigit) und Fuß (Max Mauff). Victoria und die Jungs beginnen herumzublödeln: Sie, die ihrem braven Klavierschülerinnendasein in Madrid entflohen ist, mit spanischem, die Berliner Jungs mit deutschem Akzent. Es ist eine laue Nacht. Sonne lädt Victoria ein, mitzukommen. Und Victoria hat Lust auf Unsinn. Auf auf Dächer klettern und einander das Leben erzählen während der Morgen heraufdämmert – das ist Glück. Bis die Vergangenheit daherkommt: Boxer hat Mist gebaut vor einigen Monaten und muss den nun mit einem Banküberfall ausbügeln. Und plötzlich ist Victoria die Einzige, die den Burschen helfen kann … Sebastian Schipper ist es gelungen, in 140 Minuten einer Berliner Sommernacht ohne einen einzigen Schnitt einen Film zu drehen, in dem alles drin ist: Vom Nachtschwärmermovie über Mumblecore und Indie-Romanze bis zum Heist-Thriller – ein kleines Meisterwerk, für das Kameramann Sturla Brandth Grøvlen heuer den Silbernen Bären erhalten hat.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at
Kino
Spielzeiten
City-Kino 4020 Linz
17:30
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