Señor Kaplan

Krimi, Tragikomödie Deutschland, Spanien, Uruguay 2014

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Einfach Rente? Nix da! Jacob Kaplan (Héctor Noguera) hat vor, noch einen Nazi aufzuspüren, komme was da wolle! Schräge, warmherzige Tragikomödie aus Uruguay.

Er ist 76 Jahre alt. Er sieht am rechten Auge kaum noch, ist manchmal orientierungslos und hat bisher in seinem Leben nichts geleistet. Aber er will verdammt sein, wenn er seinen Lebensabend tatenlos im sonnigen Montevideo zubringt: Jacob Kaplan (Héctor Noguera), Ehemann der bezaubernden Rebecca, Vater zweier Söhne und Großvater einer Enkelin, als Kind vor den Deutschen geflüchtet aus dem Warschauer Ghetto nach Südamerika – Jacob Kaplan will der Welt etwas Großes hinterlassen. Da hört er im Fernsehen von einem Nazi, der sich jahrzehntelang im brasilianischen Urwald versteckt hielt und nun endlich vor Gericht gestellt wird. Jacob liest nochmal nach, wie das war, als Adolf Eichmann in Argentinien aufgespürt und nach Israel gebracht wurde, um ihm den Prozess zu machen. Da erzählt Jacobs Nichte von einem seltsamen Alten, der in der Nähe ein Strandcafé betreibt, einem gebildeten Deutschen. Und Jacob wird hellhörig: Womöglich kann er sich ja doch noch seinen Platz unter den Helden Israels verdienen … In sonnendurchglühten Farben erzählt der uruguayanische Regisseur Álvaro Brechner vom starrköpfigen Señor Kaplan, inspiriert vom ebenfalls nicht besonders grandiosen Leben von Brechners Großvater: ein me-lancholischer, streckenweise haarsträubend schräger Film über die Suche nach Sinn und Gerechtigkeit.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at