Dior und ich

Dokumentation Frankreich 2014

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Blut, Schweiß und Schneiderkreide: Wie man in gerade einmal acht Wochen eine neue Dior-Kollektion aus dem Boden stampft, zeigt Raf Simons, der neue Chef des Luxuslabels.

Nachtschichten im Dienste der Haute Couture: Nichts ist fertig. Die Näherinnen arbeiten im Akkord. Falten Schnittpapier an der Puppe zur millimetergenauen Vorlage für die teuerste Mode der Welt. Hoffen, dass das riskante Stoff-Experiment des neuen Chefs kein Reinfall ist. Jetten zwischendurch zur Privatkundin nach New York zur Anprobe – immerhin lässt die 350.000 Euro im Jahr für ihre Dior-Garderobe springen. Der neue Chefdesigner Raf Simons holt Dior-Heiligtümer aus dem Archiv, entwirft und verwirft, diskutiert mit den versierten Leiterinnen der zwei Ateliers, die natürlich kein Wort Englisch sprechen. Man ist schließlich in Paris. Und ohne sie geht nichts. Zwischendurch wird die größenwahnsinnige Blumendeko für die Präsentation geplant, das Team zittert ums Timing. Geld spielt keine Rolle. Fast. Die Meinung der Modewelt umso mehr … Frédéric Tcheng drehte bereits Filme über Valentino und Diana Vreeland. In den heiligen Hallen von Dior war seine größte Herausforderung sein Protagonist: Designer Raf Simons – der übrigens auch an der Angewandten in Wien unterrichtet hat – zeigte sich anfangs fast so medienscheu wie einst Modegott Christian Dior. Und wer die Haute-Couture-Strapazen wie in Der Teufel trägt Prada für übertrieben hielt, wird in dieser wunderbaren Doku sein kreideblaues Wunder erleben.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at