American Ultra

Action-Komödie USA 2015

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Vom Kiffer zum Killer: Jesse Eisenberg muss als justament aktivierter CIA-Schläfer-Agent Weed gegen Waffe tauschen, um in dieser hochtourig-hyperharten Action-Komödie sich und seine Liebste Kristen Stewart vor einem Bataillon von Bad Boys zu schützen.

How High? So high that I can kiss the sky! Frei nach dem Kiff-Rap-Evergreen bestreitet auch Mike (Jesse Eisenberg) seinen Alltag in einer US-Kleinstadt, bevorzugt mit größeren Wirkungsmengen Weed im Blut. Warum auch nicht? Den Job in einem kaum frequentierten Supermarkt reißt er ja ohnehin noch mit dem dicksten grünen Vorhang vor den Augen routiniert runter. In der Freizeit werden Mikes Lebensgeister vorrangig von seiner Freundin Phoebe (Kristen Stewart) und der gemeinsamen Liebe zu selbsterdachten Comics geweckt, auch wenn ihm mitunter schwant, dass er für die Herzensdame durchaus ein Klotz am Bein sein könnte – besonders in Fällen wie dem gründlich versauten gemeinsamen Hawaii-Urlaub, der wegen einer seiner akuten Panikattacken äußerst kurzfristig ins Wasser fallen musste.   High Potential. Mit der Gemütlichkeit hat es jedoch ein jähes Ende, nachdem eines Werk-Abends eine nervöse Dame (Connie Britton) vor Mikes Kassa auftaucht, ihm in konspirativer Tonlage wirren Wortsalat an den Kopf wirft und gleich wieder abhaut. Kurz darauf tauchen nämlich zwei ungute Kerle vor seinem Shop auf und wollen ihm an den Kragen; doch der Stoner weiß sich ihrer mit bisher ungeahnten Survival Skills zu entledigen. Die beiden waren allerdings beileibe nicht die Einzigen, die es auf ihn abgesehen haben – und so kommt Mike nach und nach der gut verschleierten Wahrheit auf den Grund: Er ist ein speziell ausgebildeter und hocheffektiver Schläfer-Agent (nenn ihn James Bong), der eben erst von besagter Lady aktiviert wurde und der nun als Spielball widerstreitender CIA-Interessen akut um sein Leben kämpfen muss. Dabei wollte er diesen Tag doch eigentlich bloß dafür nutzen, Phoebe endlich einen Heiratsantrag zu machen ... Contact High. Wenn Jesse Eisenberg und Kristen Stewart aufeinandertreffen, kommt dabei stets feine Filmware raus. Das war schon in der charmanten Coming-of-Age-Komödie Adventureland so, die sie 2009 vor ihren jeweiligen Durchbrüchen gemeinsam gedreht haben, und das ist erst recht in American Ultra so, einem schmissig zwischen Kiffer-Komödie, Agenten-Actioner und Outsider-Romanze auf den Spuren von Jason Bourne elegant dahinpfeffernden Filmvergnügen, dem die zwei mit ihrer Leinwand-Chemie bei aller Brutalität und Blutfontänigkeit konsequent auch bittersüße Indie-Drama-Noten abzuringen wissen. Vielleicht hat good old Woody Allen die beiden ja gerade deshalb für sein nächstes (noch unbenanntes) Projekt gleich noch ein weiteres Mal zusammengespannt.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at