Coffee and Cigarettes

Tragikomödie USA 2003

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Einfach zum Nachschenken. Jim Jarmuschs genialer Episodenfilm um die wichtigsten Nebensächlichkeiten der Welt versammelt die unterschiedlichsten Kaliber um den Kaffeetisch.

"Einen Langfilm, der sich als Aneinanderreihung von Kurzfilmen getarnt hat", nennt Jim Jarmusch Coffee and Cigarettes. So erfährt Roberto Benigni von den Vorteilen einer Tasse Kaffee vor dem Zubettgehen: Man träumt in Ultraspeed. Tom Waits hingegen erklärt Iggy Pop bei der ungefähr hundertsten letzten Zigarette, warum die Jukebox keinen einzigen seiner Songs enthält. Steve Buscemi wiederum erläutert Spike Lees Geschwistern Cinqué und Joie Lee in einem abgefuckten Café in Memphis, Tennessee, warum Elvis’ böser Zwillingsbruder für dessen Niedergang verantwortlich ist. Die schöne Renée (Renée French) wehrt beharrlich Auffüll- und Anbratversuche des Kellners ab, zwei ältere Herren (Joe Rigano, Vinny Vella) diskutieren, ob nun Nikotin- oder Koffeinsucht das schlimmere Laster sei. Jack und Meg White von den White Stripes geben sich wunderbar nerdigen Reflexionen über den Wissenschaftler Nikola Tesla hin, während sich Cate Blanchett als eleganter Hollywood-Star im schicken Hotel-Café mit ihrer trashigen Cousine (ebenfalls Cate Blanchett) trifft, die nur mit Mühe ihren Neid auf Cates Karriere runterwürgt. Alfred Molina als britischer Schauspieler in L. A. versucht vergeblich, seinen arroganten Kollegen Steve Coogan von ihrer entfernten Verwandtschaft zu überzeugen, und RZA und GZA vom Wu Tang Clan erklären dem Herrn Ober Bill Murray, warum er seinen Kaffee alleine trinken muss ... Mit und ohne Filter quatschen sich schrullige Menschen verschiedenen Bekanntheitsgrads durch elf schwarzweiße Episoden und geben scheinbaren Nebensächlichkeiten ihren wahren Stellenwert als spannendste Abenteuer des Alltags zurück.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at