Der letzte Mentsch

Drama Deutschland 2014

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Mario Adorf als Holocaust-Überlebender findet auf der Suche nach seiner Vergangenheit eine junge Deutsch-Türkin mit großem Mundwerk.

Ausgerechnet bei einem Begräbnis auf einem jüdischen Friedhof fasst der 85-jährige Marcus Schwartz (Mario Adorf) einen Entschluss: Seit Jahrzehnten hat er seine traumatische Vergangenheit verdrängt, Marcus heißt nämlich in Wirklichkeit Menahem Teitelbaum und ist KZ-Überlebender. Und hier auf dem jüdischen Friedhof will er einmal begraben werden. Vertrauensvoll wendet er sich an den Rabbi - der Menahem gleich mal abweist. Ohne triftige Beweise, dass er auch wirklich Jude ist, geht gar nichts. Jiddisch kann man lernen, KZ-Nummern kann man sich selbst eintätowieren. Enttäuscht, aber entschlossen macht Menahem sich nun auf in seine Vergangenheit: Vielleicht finden sich in seiner ungarischen Geburtsstadt noch lebende Zeugen für seine wahre Herkunft? Ausgerechnet die junge türkisschstämmige Gül erklärt sich bereit, den alten Sturkopf zu chauffieren ... der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Der Filmtitel benutzt die jiddische Schreibweise für das Wort Mensch - und als letzter seiner Art fühlt sich Mario Adorfs Menahem Teitelbaum in Pierre-Henry Salfatis bewegendem Road-Movie. Und dieses Gefühl war auch Antrieb für Produzentin Anita Elsani: "Bald wird es keine Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges mehr geben. Wer wird die junge Generation informieren, emotionalisieren und die Geschehnisse zeitgemäß aufarbeiten?"

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at