Mülheim Texas: Helge Schneider hier und dort

Dokumentation Deutschland 2015

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Wer ist Helge? Filmemacherin Andrea Roggon geht in ihrer Doku einer unerwartet schwierigen Frage auf den Grund.

Auf der Bühne ist Helge Schneider ein absoluter Wahnsinn: Kaum einer schafft es mit einer derart absurd-verrückten Performance ein großes Publikum so unentrinnbar in Bann zu halten, kaum einer verbindet so meisterhaft Musikgenie und Toilettenwitz, und keiner hat so schöne Perücken und so hässliche Backgroundtänzer. Doch wenn man den 59-jährigen Universalkünstler abseits der Bühne kennenlernt, trifft man einen fast schüchternen Mann ganz ohne Sprachfehler, weit weg vom überdrehten Helge-Klischee und sehr darauf bedacht, nicht zuviel von sich preiszugeben. Kein leichtes Subjekt also für Filmemacherin Andrea Roggon, die sich in ihrer Doku dem einzigartigen Komiker von ungewohnter Seite nähert. „Wie kann man einem Menschen filmisch nahe kommen und ihm dabei sein Geheimnis lassen?“ fragte sie sich und begleitete ihn bei Dreharbeiten, beobachtet ihn beim Auftritt und hinter der Bühne, als Kunstfigur und so privat, wie er nur zulässt. Sie erzählt von seiner Karriere und ihren Höhen und Tiefen, zeigt den manischen Arbeiter Helge aus der Ferne und ganz aus der Nähe – und spätestens, wenn sich um Mundwinkel und Augen die ersten Fältchen seines berühmten Lächelns bilden, dann wird klar: Dieser Film hat das Phänomen „Helge Schneider, wie er singt, lacht, wirkt und werkt“ wirklich ziemlich umfassend eingefangen.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at