Streif - One Hell of a Ride

Dokumentation Österreich 2014

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Nach der längsten haben sich die Macher von Mount St. Elias nun die legendärste Abfahrt der Welt vorgeknöpft. Zu Wort kommen Sportlegenden wie Cuche und Svindal, ebenso wie der Überraschungssieger 2014, Hannes Reichelt, sowie zwei, die die Streif nur ganz knapp überlebt haben. Gewaltig!

Rekord-Quoten. Sonntags um 12 wird in diesem Land mit der Familie mittaggegessen. Der Fernseher hat da Sendepause. Vielleicht ein Grund, warum die Hahnenkamm-Abfahrt auf der Streif am Samstag stattfindet. Ehrensache, dass halb Österreich das Essen kalt werden lässt und lieber gebannt ins Kastl starrt. Anfeuer, mitfiebern, den Mythos Streif erleben. Mausefalle, Kompression, Steilhang, Gleitstück, Seidlalm, Hausbergkante, Traverse, Zielschuss. Ein paar Schlagworte, die das legendärste Abfahrtsrennen im Weltcup-Zirkus nur unzureichend beschreiben können. Und auch, wer das Rennen im TV verfolgt, bekommt maximal eine Ahnung davon, was es wirklich bedeutet, sich dieser Rennstrecke zu stellen. Als Sportler, als Trainer oder Servicemann, als Verantwortlicher auf Seiten des Organisators, des Kitzbüheler Ski Clubs, oder als Überlebender eines Horrorsturzes. Umrahmt von Erzählungen der mittlerweile nicht mehr aktiven Spitzenläufer Didier Cuche und Daron Rahlves, nähert sich das eingespielte Team rund um Regisseur Gerald Salmina und Kameramann Günther Göberl der Faszination Streif umfassend und anschaulich. Die Kamera ist beim Sommertraining von ÖSV-Nachwuchhoffnung Max Franz dabei, begleitet ein weißrussisches Mutter-Sohn-Gespann von Minsk nach Kitz, den aussichtslos scheinenden Kampf gegen das Tauwetter kurz vor dem Rennen 2014 und das Slalom-Duell zwischen Hirscher und Neureuther am Ganslernhang 2014. Aksel Lund Svindal, den sympathischen Norweger, hört man sagen: "Um hier zu gewinnen, musst du schneller fahren, als dir lieb ist." Schicksale. Aspekte rund ums Schifahren auf der Streif, die in der sonstigen Berichterstattung kaum Platz finden, werden beleuchtet, der Blick zurück auf historische Siege von Sailer, Schranz oder Klammer darf auch nicht fehlen, mitreißend wie ein Thriller steigert sich die Spannung bis zum Rennwochenende 2014. Zu den stärksten Momenten des Film zählen aber zweifellos auch jene, in denen Hans Grugger und Daniel Albrecht im Mittelpunkt stehen. Zwei, die nach katastrophalen Stürze auf der Rennstrecke zwischen Leben und Tod geschwebt sind. Sie haben die Streif auf ihre Art bezwungen: Sie haben überlebt.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at