Das Verschwinden der Eleanor Rigby

Drama USA 2013

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Aus der Partnerperspektive. Eleanor (Jessica Chastain) und Conor (James McAvoy) waren einmal das beste Paar von allen. Bis zu einer Tragödie, die alles zerstörte: anrührender Liebesfilm des begabten Regiedebütanten Ned Benson.

Look at all the lonely people. Eleanor (Jessica Chastain) lebt mit einem Fluch, und den hat ihr ihr Papa beschert: Der unverbesserliche Beatlesfan Julian Rigby (William Hurt) nannte seine Tochter nach dem traurigsten aller Songs, den um die einsame, alte Eleanor Rigby. Und natürlich wird sie danach gefragt, seit sie denken kann. Es ist wie ein schlechtes Omen für Eleanor: Sie war glücklich mit ihrer großen Liebe Conor (James McAvoy). Dann schlug das Unglück zu, und sie und Conor trennten sich. Das heißt, Eleanor ist einfach gegangen, sie hat es nicht mehr ausgehalten mit ihm. Ist aus Conors Leben verschwunden, um ihr eigenes wiederzufinden, ist wieder eingezogen bei ihren Eltern Julian und Mary (Isabelle Huppert als Paradefranzösin mit Akzent, rotem Lippenstift und Rotweinglas), hat sich im College eingeschrieben, will nochmal studieren. Und trifft hier auf Professor Friedman (Viola Davis), die für die zerbrechliche, widerspenstige junge Frau zur wichtigsten Gesprächspartnerin wird. Tiefschlag. Unterdessen dreht Conor fast durch. Er kann nicht ohne Eleanor, er will nicht ohne sie. Er beginnt, sie zu suchen, er versteht nicht, warum sie nicht mit ihm zusammen trauern will. Denn das Schicksal war brutal: Die beiden haben ihren heißgeliebten kleinen Sohn verloren, und das hat alles zerbrechen lassen. Aber Eleanor fühlt sich nur bedrängt, als Conor bei ihrem Elternhaus an der Tür auftaucht. Und er hat im Grunde selbst genug zu kämpfen: Sein kleines hippes Lokal, das er mit seinem besten Freund Stuart (Bill Hader) führt, steht kurz vor dem Ruin. Und die Beziehung zu seinem Vater (Ciarán Hinds), bei dem er aus Geldnot schließlich einziehen muss, ist eine emotionale Katastrophe … Jede Geschichte hat zwei Seiten. Und jeder trauert anders: Aus dieser Überlegung heraus schrieb Ned Benson seinen ersten Spielfilm, ein etwa dreistündiges, zweiteiliges Werk namens The Disappearance of Eleanor Rigby: Her bzw. Him. Da die lange Form für die meisten Kinos aber reichlich unhandlich ist, kümmerte sich Überproduzent Harvey Weinstein um eine Neufassung, die ihre und seine Geschichte vereint - Das Verschwinden der Eleanor Rigby: ein zartfühlender, bis in die Nebenrollen großartig besetzter Film über Trauer, Vergebung und die gravierend unterschiedliche Perspektive, die zwei verschiedene Menschen auf ein und die selbe Liebesgeschichte haben.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at