Der Herr der Ringe: Die Gefährten

Abenteuer, Action, Drama, Fantasy, Literaturverfilmung Neuseeland, USA 2001

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Welche Ohren hat ein Ork? Wie grün sind die Wälder, wo die Elben wohnen? Wie klingen die Todesschreie der Ringgeister? Bis jetzt existierte Tolkiens Welt nur in der Phantasie seiner Leser. Peter Jackson baute sie fürs Kino auf.

Die Legende erzählt von einem Ring. Geschaffen von den dunklen Mächten des Bösen gibt er seinem Träger die Macht, die Welt zu knechten. Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden im Lande Mordor, wo die Schatten drohen - so lautet die düstere Vorhersagung. Der Ring hat böse Kräfte. Er verleiht unendliche Macht, aber er kann seinen Besitzer auch ins Verderben stürzen. Nur einer hat die Kraft, ihm zu widerstehen. Ein Hobbit aus dem Auenland, nur ein bisschen mehr als einen Meter groß. Aber selbst die kleinste Person kann den Lauf der Zukunft ändern, sagen die Elben. Und die müssen es ja wissen. 13 Jahre lang, von 1936 bis 1949, schrieb der Sprachwissenschaftler J. R. R. Tolkien, ein gebürtiger Südafrikaner, der in Großbritannien lehrte, an jenem dreibändigen Roman, der heute für viele als das beste Buch des zwanzigsten Jahrhunderts gilt. Der Herr der Ringe spielt in seinem eigenen Universum, in einer eigenen Zeit, wo eigene Gesetze gelten, wo der Mensch noch nicht der Herr der Schöpfung ist, sondern nur ein klitzekleines Bindeglied zwischen Zwergen, Trollen, Elben und Halblingen, zwischen den Mächten des Waldes, des Windes, des Wassers und der Erde. Der erste Band der Trilogie, Die Gefährten, erzählt wie sich jene kleine Schicksalsgemeinde aus den Hobbits Frodo, Sam, Merry und Pippin, aus dem Zwerg Gimli, dem Elben Legolas, den Menschen Aragorn und Boromir und nicht zuletzt dem Zauberer Gandalf bildet, die loszieht, um den Ring zu vernichten und dabei im Kampf gegen das Böse die unglaublichsten Abenteuer übersteht. Es war klar, dass Hollywood diese Geschichte früher oder später verfilmen würde. Die Frage war nur, welcher Regisseur sich über einen Stoff traut, der so offensichtlich größer ist als jeder Kinoabend. Der Mann heißt Peter Jackson. Seit Ende der neunziger Jahre arbeitet der neuseeländische Filmemacher am Projekt seines Lebens. "Ich hatte von Anfang an nur ein Ziel", sagt Jackson. "Es ging mir immer darum, alle technischen und erzählerischen Aspekte des Kinos einzusetzen, um aus diesem großen Buch einen Film zu machen, wie ihn die Welt noch nie gesehen hatte." Ein kühner Plan, für den Jackson knappe 300 Millionen Dollar Produktionsbudget brauchte, dazu Heerscharen von Computerkünstlern, Trickexperten, Kostümdesigner und natürlich die besten Schauspieler, die weit und breit zu finden waren. Die Dreharbeiten fanden in den verstecktesten und abgelegensten Winkeln der riesigen Wälder von Neuseeland statt und dauerten insgesamt 247 Tage. Es war ein Job, der enorme Ansprüche an Geist und Körper stellte. "Jeder hatte seinen persönlichen Fitnesscoach dabei", erzählt Dominic Monaghan, der den Hobbit Merry spielt. "Das war auch notwendig, denn wer nicht hundertprozentig in Form ist, hält solche Dreharbeiten nicht durch." (pk/gb)

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at