Für den kleinen John wird ein Traum wahr: Sein geliebter Teddy wird lebendig! Doch dann wird aus dem Buben ein Mann und aus dem Stofftier ein Plüsch-Prolo … Grandioses Kinodebüt von Seth MacFarlane (Family Guy) mit Mark Wahlberg, Mila Kunis, vielen großartiger Star-Gastauftritten und dem ordinärsten Teddybären der Filmgeschichte.

Haben Sie als Kind eigentlich auch Ihr Lieblingsstofftier stundenlang angelabert und sich vorgestellt, wie schön es wäre, wenn es auch mal zurückreden könnte? Für den kleinen John geht dieser Traum tatsächlich in Erfüllung, in einer eisigen Winternacht des Jahres 1985. "Nichts ist bekanntlich mächtiger als der sehnliche Wunsch eines kleinen Buben - außer vielleicht ein Apache-Helikopter", heißt es, und durch nichts anderes als reine Magie bekommt Johns Kuscheltier Teddy plötzlich Leben eingehaucht. Teddy kann jetzt sprechen, gehen, lachen - und John so richtig von Herzen liebhaben. Und so wird aus dem einsamen Außenseiter, den nicht mal die Opfer der nachbarschaftlichen Buben-Prügeleien in ihrer Nähe haben wollen, buchstäblich über Nacht ein glückliches Kind mit einem allerbesten Freund. Klar ist der sprechende, gehende Teddybär (in der Originalfassung synchronisiert ihn Regisseur Seth MacFarlane selbst) für Johns Umgebung erst mal ein gewaltiger Schock. Aber in einer Welt, in der Millionen Menschen an die Existenz von Engeln glauben und fest damit rechnen, nach ihrem Tod einer Art Weihnachtsmann gegenüberzustehen, gewöhnt man sich auch an einen lebendigen Plüschbären. Und auch nach dem großen Medienhype, in dem Teddy quer durch alle wichtigen Talk- und Newsshows gereicht wird und regelrechten Celebrity-Status erlangt, inklusive Sexskandale, Drogenprobleme und die eine oder andere Verhaftung, bleibt eins immer unversehrt: Die tiefe und ehrlich empfundene Freundschaft zwischen Ted und John. Gemeinsam entdecken sie die unendliche Faszination des anderen Geschlechts, der Rockmusik und der weichen Drogen, teilen die bedingungslose Verehrung für den 80s-Superhelden Flash Gordon, machen nerdige Star-Wars-Witze und freuen sich des Lebens. Doch auch für Spielzeug bleibt die Zeit nicht stehen: 27 Jahre nach jener magischen Nacht sind die beiden erwachsen geworden. Oder so ähnlich. John (süß: Mark Wahlberg) hat einen komplett verantwortungsfreien Job bei einer Autovermietung, zu dem er meist zu spät antanzt, nachdem er morgens üblicherweise noch einen Bong mit Ted rauchen muss. Aber immerhin hat John eine Freundin, und zwar nicht irgendeine: die Frau fürs Leben, dessen ist er sich sicher. Lori (wieder supersexy: Mila Kunis) ist nicht nur smart, warmherzig und bildschön, sondern auch noch enorm erfolgreich, und hält bereits vier Jahre aus, dass Ted und John ständig gemeinsam Blödsinn machen. Aber ist es mit 35 nicht langsam Zeit, sich von seinem Kuscheltier zu trennen - auch wenn es reden kann und ziemlich dreckig fluchen? Als es Ted wieder einmal ordentlich übertreibt mit dem Party-Party-Partaaaayyyy!!!, und Lori in ihrem kurz zuvor noch frisch geputzten Wohnzimmer nicht nur einen völlig zugedröhnten Stoffbären, sondern auch noch vier halbnackte Prostituierte und einen Haufen Scheiße (keineswegs im übertragenen Sinne!) findet, zuckt sie aus. Sie stellt John ein Ultimatum: "Der Bär oder ich!" Also muss Ted ausziehen und sich eine eigene Existenz aufbauen. Nicht so einfach für eine frühere Berühmtheit, aber irgendwie schafft er es sogar, einen Job und eine Freundin zu finden, trotz seiner fehlenden Manieren und seiner ordinären Schnauze. Bei John hingegen wills immer noch nicht so recht klappen mit dem Erwachsenwerden - und als der strengen Lori dämmert, dass vielleicht nicht Ted, sondern was ganz Anderes an seinem unverbesserlichen Lausbubentum Schuld sein könnte, ist es fast zu spät … Schlechtes Benehmen ist immer gefragt. Neben z. B. South Park oder Beavis & Butt-Head ist die TV-Serie Family Guy um die disfunktionale Durchschnittsfamilie Griffin, on air seit 1998, eine der Speerspitzen der Zeichentrick-Fernsehunterhaltung für Erwachsene. Mit unglaublich tiefen Pointen, die ihr Ziel weit unter der Gürtellinie nie verfehlen, und cleveren gesellschaftspolitischen Anspielungen wurde Family Guy zum internationalen Erfolg. Jetzt wagt sich Erfinder und Autor Seth MacFarlane ins Kino: In Ted, einer großartig witzigen Kombination aus Buddy-Movie und Liebeskomödie, findet sich der gleiche tabulose Witz wie in der Zeichentrickserie, dazu einige der besten Komödien-Momente der letzen Jahre (einige davon gibts schon im Trailer) - und ein wahres Feuerwerk an Popkultur-Zitaten, bösen Showbiz-Seitenhieben und Cameo-Auftritten zur hellen Freude aller, die trotz (oder wegen) der Message des Films auch nicht erwachsen werden wollen: Neben dem in Unwürde gealterten Flash Gordon-Hauptdarsteller Sam Jones in einer tragenden Nebenrolle, sehen wir u. a. Norah Jones als Teds Ex-Sex-Affäre, Giovanni Ribisi als irren Soziopathen, Ryan Reynolds als schwules Betthäschen - und eine Ente namens James Franco.

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