Im Zeichen der Libelle

Thriller USA 2002

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Früher tanzte Kevin Costner mit dem Wolf. Jetzt hat er Schmetterlinge im Bauch, wenn er Libellen sieht. Ein Gruselthriller für Verliebte!

Seit seine geliebte Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam, ist Kevin allein zu Haus. Costner spielt den Arzt Dr. Joe Darrow, einen Schädeltrauma-Spezialisten am Memorial Hospital in Chicago. Doch wenn es darum geht, sein eigenes Trauma zu behandeln, versagen seine Künste. Seit seine Frau Emily, die ebenfalls Ärztin war, im Zuge eines Hilfseinsatzes in Venezuela starb, steht er unter Schock. Obwohl sich auch Freunde und Nachbarn wie die von Misery-Oscarpreisträgerin Kathy Bates gespielte Miriam Belmont um den unglücklichen Witwer kümmern, schlittert Costner alias Joe Darrow immer tiefer in die Isolation. Alles im Haus erinnert ihn an Emily, vor allem die Libellen-Motive, die sie sammelte. Libellen waren so eine Art Glücksbringer für seine verstorbene Frau, denn von Geburt an hatte sie auf der Schulter ein Muttermal, das wie eine Libelle aussah. Besonders spooky wird es für Joe Darrow aber erst, als er die Patienten seiner verstorbenen Frau besucht. Emily war Kinderärztin und ihr Mann versprach ihr, er werde sich um ihre jungen Sorgenkinder kümmern, während sie in Venezuela ist. Die kranken Kids verblüffen Joe, weil sie alles über ihn und Emily zu wissen scheinen. Er fragt sich, woher. Und ein Junge namens Jeffrey, der schon im Koma lag, daraus aber wieder erwachte, erzählt ihm, er hätte Emily 'drüben' in einem Regenbogen gesehen und sie hätte ihm zu verstehen gegeben, dass sie ihrem Mann etwas mitteilen möchte. Wie in Sixth Sense sehen auch in diesem Thriller Kinder Tote, die den Lebenden etwas mitteilen wollen, doch damit endet auch schon die Parallele zwischen diesen beiden übernatürlichen Mystery-Abenteuern. Im Zeichen der Libelle ist kein Bruce-Willis-Drama, sondern ein echter Costner - und der Regisseur Tom Shadyac, der nach seinen Komödienhits Ace Ventura und Der verrückte Professor hier erstmals einen Scary-Movie-Stoff inszenierte, nähert sich stilistisch auf eine ganz andere Art der rätselhaften Grenzwelt zwischen Leben und Tod als der Sixth Sense-Macher M. Night Shyamalan. (gd)

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at