X-Men: Erste Entscheidung

Action, Comic-Verfilmung, Fantasy USA 2011

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In den Swinging Sixties gabs viele Freaks, aber nur wenige waren so mächtig wie die jungen Mutanten. Teil 4 der X-Men-Saga erzählt, wie alles begann. Stylishe Action mit Jungstars wie James McAvoy & Michael Fassbender.

Deutschland während der NS-Zeit: Vor den Augen des kleinen Erik lässt der irre Wissenschaftler Sebastian Shaw (Kevin Bacon) dessen Mutter erschießen. Der Bub zerbirst vor Schmerz und Wut, und zwar wortwörtlich: Eine Wahnsinnsenergie wird dadurch freigesetzt. Zeitsprung nach Oxford 1962: Erik (Michael Fassbender) und der telepathisch veranlagte Charles (James McAvoy) werden Freunde. Und Charles ist sich sicher: Es gibt noch viele andere Mutanten auf dieser Welt. Und er sucht sie für eine Spezialdivision des CIA. Sie werden zur eingeschworenen Gruppe in einer Welt, die sie für Freaks hält, und haben Spaß dabei, sich Namen zu geben, die ihren Superkräften Rechnung tragen: So wird aus Raven (Jennifer Lawrence) Mystique oder aus Hank (Nicholas Hoult) das Biest. Kurz glauben sie, in Zeiten der Bürgerrechtsbewegung stolze Mutanten sein zu können statt Frankensteins Monster, ganz normale Teenager mit Liebesleben und Freunden eben. Aber: Es herrscht der Kalte Krieg. Die USA befinden sich im Wettrüsten gegen die Sowjetunion, das Land steht durch die Kubakrise am Rande einer nuklearen Katastrophe und des 3. Weltkriegs - und die X-Men sind mittendrin. Die Weltpolitik wird zur Glaubensfrage: Charles und Erik stehen auf verschiedenen Seiten. "Töten wird dir keinen Frieden bringen“, sagt Charles, "Friede war nie eine Option!“ antwortet Erik felsenfest. Jeder für sich steht nun vor einer Entscheidung, die tödliche Konsequenzen haben wird. Kick-Ass-Regisseur Matthew Vaughn gelingt in der schönen Tradition von Batman Begins ein Blockbuster-Wunderwurf: Ein Prequel, das nicht nur locker mit den ersten Teilen mithalten kann, sondern sie fast noch übertrifft. Dabei war es sicher kein Schaden, dass Ex-X-Men-Regisseur Bryan Singer als Produzent mit an Bord war. Bei der Besetzung ließ man sich nicht lumpen: James McAvoy hat als zukünftiger Professor X verdammt viel Charme, Humor und Haare, Michael Fassbender (Inglourious Basterds, 300) als Magneto-to-be kann ihm als Gegenpol tadellos das Wasser reichen. Schließlich müssen große Fragen geklärt werden: Wie landete Professor X im Rollstuhl? Was hats mit Magnetos Haube auf sich? Und zu wem hält Mystique eigentlich und warum? Neben spektakulären Special effects hat der Film also, was ein ordentlicher Film braucht: Eine verdammt gute Story und glaubhafte Figuren. Wenn die dann auch noch von Mad Men-Beauty January Jones, der letztjährigen Oscar-Anwärterin Jennifer Lawrence und Lennys fescher Tochter Zoë Kravitz verkörpert werden, kann nichts mehr schiefgehen

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