Dickste Freunde

Komödie USA 2011

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Ronny (Vince Vaughn) und Nick (Kevin James) sind seit Uni-Zeiten beste Freunde und könnten demnächst Businesspartner werden – wenn nicht in letzter Sekunde etwas schiefgeht, zum Beispiel, dass Ronny Nicks Frau mit einem anderen erwischt. Star-Komik erster Güte von Ron Howard mit Winona Ryder und Jennifer Connelly.

Männerfreundschaften können ein Leben lang halten. Bei der Brüderlichkeit, die zwischen dem standfesten Junggesellen Ronny (Vince Vaughn) und seinem längst glücklich mit der bezaubernden Geneva (Winona Ryder) verheirateten Kumpel und Partner Nick (Kevin James) läuft, sieht es ganz danach aus. Die beiden sind durch dick und dünn gegangen. Sie haben sich – als Designer im Geschäftsfeld der Automobilindustrie – zusammen einen guten Namen gemacht. Jetzt stehen sie kurz davor, einen traumhaften Erfolg zu landen: einen Deal mit einem großen Autokonzern, der es ihnen ermöglichen würde, ihre eigene Firma zu eröffnen. Die noch bevorstehende Zeit bis zur Entscheidung ist also geprägt von gespannter Erwartung im positivsten Sinn. Und auch Ronny muss dieses Gefühl nicht ungeteilt auskosten: An seiner Seite ist die selbstbewusste, coole Beth (Jennifer Connelly) als Vierte im Bunde die Perfektionierung des Quartetts. Alles könnte kaum besser sein. Nichts könnte sich jetzt zwischen die beiden Buddys stellen. Aber man sollte nie die Macht des frischen, trainierten, verschwitzten, tätowierten Bubenfleischs unterschätzen, vor allem, wenn sich dahinter wenig Hirn verbirgt. In einer dunklen Stunde wird Ronny Zeuge eines Techtelmechtels zwischen Geneva und dem beschränkten Hengst Zip (Channing Tatum). Eine Katastrophe: Wie soll er das seinem Kumpel beibringen, so kurz vor der beruflich alles entscheidenden Stunde? Sollte er lieber dicht halten? Ein ziemlich verzwicktes Dilemma, weshalb auch der englische Filmtitel so lautet. Ronny sucht Rat bei Freunden und Bekannten, ist aber danach auch nicht klüger als vorher. Niemand weiß wirklich so recht mit der Situation umzugehen. Einem Geistesblitz folgend, verabredet sich Ronny heimlich mit Geneva und stellt sie zur Rede – mit dem Ergebnis, dass sie droht, alles abzustreiten und stattdessen zu behaupten, Ronny hätte versucht, sich ihr unsittlich zu nähern. Da ist der nächste Schritt schnell beschlossen: Ronny macht sich als neu berufener Detektiv an die Arbeit – und in Windeseile gelingen ihm Fotos, die Geneva und Zip beim Sex zeigen. Aber noch immer kann sich Ronny nicht entschließen, seinem Freund die Wahrheit unter die Nase zu reiben. Stattdessen sieht er auch bei ihm genauer hin – und entdeckt auch bei Nick ein paar Geheimnisse, die zumindest überraschend sind. Leider brodelt die Wahrheit in Ronny über all die Zeit immer heftiger und droht, bald unkontrolliert herauszubrechen. Dann wäre wohl der Teufel los. Wenn es sowas wie Wahrheit denn überhaupt geben kann … Ron Howard, vielfach preisgekrönt und seit seinem zweiten Lebensjahr ein Vollblut-Arbeiter im Hollywood-Betrieb, liefert in schöner Regelmäßigkeit Blockbuster ab, die das Publikum in Massen goutiert, z. B. Apollo 13, A Beautiful Mind, The Da Vinci Code – Sakrileg und zuletzt Illuminati. Auch komödiantisches Talent kann ihm nachgesagt werden, aber in der Konstellation mit dem derben und recht zynischen Schmäh eines Vince Vaughn und der liebevoll-tollpatschigen Coolness von Kevin "King of Queens" James gelingt da ein absoluter Höhenflug. Außerdem spielen mit Winona Ryder und Jennifer Connelly zwei der fünf aufregendsten Hollywood-Frauen über 30 mit: Die eine klaut, und die andere hat schon mit Hopper und Aronofsky gedreht.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at