The Transporter

Action Frankreich, USA 2002

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Martial-Arts mit Anschnallpflicht. Auch in seiner neuen Produktion bringt Luc Besson seine Vorliebe für rasante Action auf den Punkt. Beziehungsweise auf die Leinwand.

Luc Besson ist ein französischer Kinoprofi, der in internationalen Maßstäben denkt. Als Regisseur steht er für Filme, die Abenteuer und Gefühle (Im Rausch der Tiefe), Genie und Zeitgeist (Subway), Erotik und Action (Nikita), Melancholie und Spannung (Leon - der Profi), Tragödie und Leidenschaft (Luc Besson´s Johanna von Orleans), Comix und Science-Fiction (Das Fünfte Element) mit dem Geist des großen Blockbuster-Kinos verbinden. Als Produzent setzt er auf vor allem auf Handkanten (Kiss of the Dragon) und Hochgeschwindigkeit (Taxi). Ob man mit diesem kinosüchtigen Adrenalinjunkie am Steuer eine Stunde in der Pariser Rushhour verbringen möchte? Kaum. Könnte zum Herzinfarkt führen. Aber im Kino macht die Sache Spaß. Vor allem weil die Polizei hier nicht wirklich viel zu sagen hat. The Transporter ist eine prototypische Luc Besson-Produktion: hausgemachte Action-Unterhaltung, die den Geschmack von Frankreich mit dem Flair der großen weiten Kinowelt verbindet. Der Regisseur (Louis Leterrier) stammt aus Frankreich und hat sein Handwerk an der New Yorker NYU gelernt. Der Choreograph der Martial-Arts-Szenen (Cory Huen) wurde gemeinsam mit Jackie Chan an der Akademie der Peking-Oper ausgebildet und fühlt sich in Hongkong (Shanghai Hero) ebenso daheim wie in Hollywood (Lethal Weapon 4, Romeo Must Die, The One). Die Schauspieler kommen aus England (Jason Statham), Taiwan (Shu Qi), Frankreich (Francois Berléand) und Amerika (Matt Schulze). Und das Drehbuch (Luc Besson und Robert Mark Kamen) spricht eine Sprache, die man überall versteht: The Transporter erzählt von einem Mann, der die Frau seines Lebens findet. Aber vorher muss er durchs Feuer gehen. Und zwar im wahrsten Sinn des Wortes. Die Zukunft im Scheinwerferlicht, die Vergangenheit im Rückspiegel, die Gegenwart am Gaspedal. Das Leben von Frank (Jason Statham), ein ehemaliger Elite-Soldat und überzeugter Einzelgänger, der sich an der französischen Mittelmeerküste eine schillernde Existenz als Botenfahrer für die Unterwelt aufgebaut hat, funktioniert nach einfachen Regeln. Erstens: Stelle keine Fragen! Zweitens: Öffne niemals ein Paket! Drittens: Wenn Du eine der beiden Regeln brichst, bist du tot! Bisher ist Frank mit diesen Vorgaben ganz gut gefahren. Sein Ruf an der Cote d´Azur ist legendär. Aber zuletzt hat Frank dann doch in ein Paket geschaut, einfach weil es ihm seltsam vorkam, dass ein Müllsack plötzlich zu wimmern beginnt. Er hat eine junge Chinesin gefunden, gefesselt und geknebelt, und seitdem ist kein Stein mehr auf dem anderen geblieben. Die Polizei (Francois Berléand) ist hinter ihm her. Die Unterwelt (Matt Schulze) ist hinter ihm her. Und die Frau (Shu Qi) wird er auch nicht mehr los. Allmählich begreift Frank, welches Spiel hier abgeht: Auch der coolste Transporter muss ab und zu die Regeln ändern. Selbst wenn´s dann ganz schön heiß wird.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at