Die Unglaublichen - The Incredibles

Animation USA 2004

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Im neuen Film von Pixar sind erstmals in der Geschichte des Studios Menschen die Hauptfiguren - mit übermenschlichen Problemen: Ein schräges, zwangspensioniertes Superhelden-Team wird reaktiviert, um eine akute Weltbedrohung abzuwenden!

Bob Parr hat seine besten Zeiten hinter sich. Als er unter dem Decknamen Mr. Incredible noch das Superhelden-Team der "Unglaublichen" anführte, um für die Sicherheit seiner Heimatstadt und der umliegenden Welt zu sorgen, kannte er keine Schwermut. Aber jetzt sitzt Bob als Versicherungsvertreter an einem Schreibtisch, leidet an ausuferndem Hüftspeck und elender Langeweile. 15 Jahre ist es her, seit die Regierung Superhelden verboten hat. Es ist nicht mehr erlaubt, gegen das Böse zu kämpfen und Leuten einfach das Leben zu retten. Bob war früher der Welt bester maskierter Verbrechensbekämpfer. Heute sind er und seine Frau Helen, die als Superheldin Elastigirl ihre eigene "Unglaublichen"-Vergangenheit hat, in die Vorstadt verbannt. Sie leben als Normalsterbliche und führen ein durch und durch gewöhnliches Leben mit ihren Kindern, welche ganz besonders darauf bedacht sind, normal zu wirken. Die superheldenhafte Familie hat nämlich ein paar immanente Probleme: Das Vigilantentum wurde zwar verboten, aber die Superkräfte sind geblieben - und die Kinder haben sie geerbt: Violetta kann sich unsichtbar machen und sich ein schützendes Kraftfeld erzeugen, Flash ist ein unglaublich schneller Läufer. Zieht man Bobs übermenschliche Kraft hinzu und Helens Fähigkeit, sich wie ein Gummiband zu dehnen und zu biegen, entsteht sicher eine treffende Vorstellung davon, wie diese Familie häusliche Dispute führt. Aber nach außen darf niemand etwas merken. Helen ist mit ihrem Leben zufrieden und glücklich mit Heim und Kindern. Aber Bob hadert immer noch mit seinem Schicksal. Oft kann ihn nur noch sein bester Freund Lucius aufheitern. Auch der war früher ein "Unglaublicher": Mit seiner Fähigkeit, Wasser im Sekundenbruchteil zu gefrieren und auf Eisplatten aus gefrorener Luftfeuchtigkeit durch die Gegend zu surfen, ging er als eisig-cooler Frozone in die Superhelden-Geschiche ein. Leider alles nur nostalgische Erinnerungen. Und dann passiert das Unglaubliche: Bob wird über geheimnisvolle Kanäle auf eine entlegene Insel beordert, um einen streng geheimen Auftrag entgegen zu nehmen. Doch im Herzen des zum hochtechnisierten Basislager umgebauten Vulkans wartet eine furchtbare Überraschung. Buddy Pine, ein aufdringlicher Mr.Incredible-Fan von früher, hat sich in den Superschurken Syndrome verwandelt. Besessen von der Idee, selbst als Held gefeiert zu werden, hat er fast sämtliche Superhelden ausgeschaltet und eine tödliche Waffe gebaut, vor der er die Welt jetzt "heldenhaft" retten möchte! Nur noch Mr. Incredible steht dem Fiesling im Weg ... Doch längst hat Elastigirl ihr Heldenkostüm aus dem Kasten geholt. Und Violetta und Flash können es sowieso nicht erwarten, das erste Mal im Dienste der Unglaublichen tätig zu werden... Weit über 800 Millionen Dollar hat Findet Nemo, der letzte Film aus Disneys Top-Animationsschmiede Pixar, bis dato eingespielt. Wie es die Vernunft einem erfolgsverwöhnten Studio gebietet, hat Pixar beträchtliche Mengen des gewonnenen Geldes reinvestiert. Für Die Unglaublichen wurde massiv aufgerüstet. 1800 Computer auf dem neuesten Stand waren nötig, um den Film zu erzeugen - die Computer-Leistungskraft hatte sich seit Findet Nemo schon wieder versechsfacht. Mit der neuen Hardware wurde aber auch Revolutionäes möglich. Die Tatsache, das die Charactere in Die Unglaublichen zwar Cartoon-, aber eben menschliche Figuren sind, ließ Pixar Neuland betreten. Es bedurfte realistischer Haarmodelle - der lange Schopf von Violetta musste z. B. mit ihren Kopf- und Schulterbewegungen und mit Umwelteinflüssen wie Wind und Regen interagieren. Die Figuren brauchten eine Muskulatur, die sich strecken, spannen und drehen lässt. Und es war Haut nötig, die sich entsprechend der darunterliegenden Muskeln verhält. Auch die Kleider - vor allem die Superhelden-Suits - mussten sich an den Körper und seine Bewegungen anpassen und dabei eben wie Textilien verhalten. Dafür entwickelte Pixar eine ganze Reihe neuer, revolutionärer Software-Tools. Aber auch für Dinge wie Wolken und Explosionen, für Feuersbrünste, Wasseroberflächen und Unterwassersets wurden neue Programme geschrieben, um sie noch realistischer zu machen. Und weil wir gerade bei den Sets sind: Die Handlung spannt sich über knapp hundert verschiedene Locations, von der dichtbevölkerten Zukunftsstadt über die Vororte bis in den wuchernden Dschungel einer abgelegenen Insel, alles in gewohnter Pixar-Manier mit bestechender Detailtreue gerendert. Die Unglaublichen ist der bislang komplexeste Film der Pixar Animation Studios. Wer die anderen Filme von Steve Jobs und seinem Team kennt, weiß, was das bedeutet: Pixar hat sich wieder einmal selbst übertroffen! Dass die Story so viel Action bietet wie noch nie und die Technik alles bisher Gesehene in den Schatten stellt, haben die Kinobesucher in den USA mit dem stärksten Eröffnungswochenende eines Pixar-Films bisher belohnt!

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at