Dawn of the Dead

Horror USA 2004

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In der Neuverfilmung des Horror-Klassikers von George A. Romero erleben Sarah Polley und Ving Rhames ein Festessen der makabren Sorte: Auf dem Menü steht Menschenfleisch, die Bankettgäste sind allesamt untot.

Laut des letzten Kapitels in der Bibel beginnt das jüngste Gericht damit, dass die Toten unter die Lebenden zurückkehren. Das mag so manchem gar nicht arg erscheinen: Ein Wiedersehen mit Opa, der Erbtante oder dem unlängst auf der Landstraße plattgewalzten Bello wäre doch nochmal was. Ist Opa allerdings schon ganz ordentlich angefault und taucht nur deshalb wieder auf, weil er seine Verwandten fressen will, weicht die Wiedersehensfreude wahrscheinlich schnell dem blanken Horror. Wenn irgendwo in der Welt ein großer Mist passiert, steckt normalerweise das Militär dahinter. Um herauszufinden, ob das auch diesmal der Fall ist, bleibt Ana Clark (Sarah Polley) keine Zeit, als sie an diesem schicksalsschwangeren Morgen aus dem Fenster ihres Kleinstadt-Häuschens in Wiscounsin auf ein paar wildgewordene Randalierer blickt, die sich leider ziemlich schnell als selbstvergessen blutrünstige und genauso stupide wie renitente Horde von Zombies entpuppen. Während ihrer panischen Flucht drängt sich Ana unweigerlich die Erkenntnis auf, dass sie hier nicht durch einen temporären Ausnahmezustand stolpert, sondern Zeugin einer globalen Katastrophe biblischen Ausmaßes ist. Warum es begann, wo alles seinen Anfang nahm und was genau über Nacht geschehen ist, weiß niemand. Aber die Erde ist plötzlich ein lebendiger Alptraum mit surrealen Dimensionen. Die Bevölkerung wird von einer unerklärlichen, unvorstellbaren und absolut tödlichen Plage heimgesucht. Die Toten steigen aus ihren Gräbern. Vom Hunger getriebene Leichen machen erbarmungslos Jagd auf die wenigen Überlebenden dieses apokalyptischen Horrors, gehetzt von der kannibalischen Gier nach Menschenfleisch. Und wer einmal gebissen ist, verwandelt sich unumkehrbar auch in einen dieser Zombies. Ana hat Glück - sie kommt durch und trifft alsbald auf eine Gruppe weiterer Überlebender, darunter der wortkarge Polizist Kenneth (Ving Rhames), der ruhige Michael (Jake Weber), der abgebrühten Andre (Mekhi Phifer) und dessen schwangere Frau. Gemeinsam gelingt es ihnen, sich in einem verlassenen Luxuseinkaufszentrum zu verschanzen. Aber die gewähnte Sicherheit im konsumtechnischen Überfluss trügt: Schon versammeln sich draußen die untoten Karnivoren zwecks Sturm auf die Mall, und gruppenintern kriselts bald auch gewaltig … 25 Jahre, nachdem George A. Romeros apokalyptischer Horrorklassiker Dawn of the Dead Millionen Kinozuschauer auf der ganzen Welt in Angst und Schrecken versetzte, bringt Regie-Debütant Zack Snyder eine originelle und visionäre Weiterführung des Zombie-Kultfilms ins Kino, produziert mit Hollywood-Budget und ausgestattet mit modernster Tricktechnik. Trotzdem bleibt er dem Original in den zentralen Punkten treu: "Das Wichtigste für mich war, dass der Film total ernsthaft rüberkommt", verspricht Snyder. "Ich wollte ihn kalt und messerscharf. Natürlich gibt es ein bisschen schwarzen Humor und einige verschleierte Referenzen an das Original. Aber in erster Linie soll der Film - bei all dem witzigen Zeug und kranken Humor - Angst machen."

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at