Batman Begins

Action, Comic-Verfilmung USA 2005

posten

Batman Begins ist nicht einfach nur eine Fortführung bewährter Rezepte. Im Gegenteil: Regisseur Christopher Nolan und sein Hauptdarsteller Christian Bale haben Batman neu erfunden.

Superhelden sind auch nur Menschen. Besonders wenn sie in Gotham City leben. "Was diesen Film von anderen Filmen über Superhelden unterscheidet, ist, dass Batman total glaubwürdig wirkt", sagt David S. Goyer, der das Skript zu Batman Begins angeblich parallel zu seiner Regie-Arbeit an Blade: Trinity verfasst hat. "Hier gibt es keine übernatürlichen Kräfte. Es gibt keine Mutanten, keine Figuren von fremden Planeten. Batman Begins spielt in unserer realen Welt. Dadurch wird er fürs Publikum zugänglicher. Man identifiziert sich eben nicht mit Superman oder dem Unglaublichen Hulk, aber jeder kann sich vorstellen, Batman zu sein. Man muss bloß ein paar Milliarden erben, und dann kann man sich alle Geräte kaufen, das ist einfach nicht so abwegig." Batman Begins zeigt, wie alles begann. Christopher Nolan (Memento, Insomnia - Schlaflos) inszeniert den Ursprung der Legende vom dunklen Ritter. Nach der Ermordung seiner Eltern reist der desillusionierte Industrie-Erbe Bruce Wayne durch die Welt, um einen Weg zu finden, Ungerechtigkeit zu bekämpfen und Verbrechern das Fürchten zu lehren. Er macht die Bekanntschaft von Henri Ducard (Liam Neeson) und dem mysteriösen Ra´s al Ghul (Ken Watanabe), unterzieht sich einem rigorosen Kampftraining und kehrt im Alter von 25 Jahren nach Gotham City zurück, um als Batman die finsteren Mächte anzugreifen, die seine Heimatstadt bedrohen. Batman Begins ist ein actionreiches Comicsmärchen, das in Stil und Story auf fantasievoll überhöhten Realismus setzt. Das Batmobil wurde von Wayne Enterprises als Prototyp für militärische Straßenkampfaktionen entwickelt, Lucius Fox (Morgan Freeman) ist der firmeneigene Erfinder, auf dessen ausgeklügelten Hirngespinsten Batmans Kampfausrüstung aufgebaut ist, selbst die Bösewichte - allen voran ein Freak namens Scarecrow (Cillian Murphy), der ganz versessen darauf ist, sämtliche Bewohner von Gotham City zu vergiften - sind zwar verrückt, aber nie so abgehoben, dass sie nicht doch von dieser Welt sein könnten. Eine Stadt wie New York auf Steroiden. Er habe die gesamte Filmcrew vor Beginn der Dreharbeiten zu einer privaten Vorführung des Neo-Film-Noirs Blade Runner eingeladen, weil hier genau die Stimmung zu sehen ist, die ihm für seinen Batman-Film vorschwebte, erzählt Christopher Nolan. Genauso ungewöhnlich ist auch die Wahl seines Hauptdarstellers: Christian Bale mag zwar Kultstatus unter kundigen Cineasten genießen, aber als Mittelpunkt in einem Blockbuster war der pressescheue Star aus American Psycho und The Machinist zuletzt vor 18 Jahren zu sehen. Damals suchte er für Steven Spielberg Das Reich der Sonne. Diesmal zieht es ihn in die Dunkelheit. Zum besten Batman aller Zeiten.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at