Endlich in der ersten Reihe: Danny Trejo, ewiger Kult-Nebendarsteller, wird dank Robert Rodriguez zur Machete, Rächer der Entrechteten und erster mexikanischer Exploitationheld. An seiner Seite: Jessica Alba, Lindsay Lohan, Michelle Rodriguez. Viva Mechiko!

In welcher Rolle kennen die Amerikaner ihre südlichen Nachbarn, die Mexikaner? Als Gärtner, als Poolboys, als Nannys und Zimmermädchen? Allerhöchste Zeit für einen Imageaufputz, fand Robert Rodriguez,  und führt den im Kino jetzt in allerbester Grindhouse-Tradition durch. Machete (Danny Trejo) ist ein Held, wie der Exploitationfilm der Siebziger ihn nicht schöner erfinden hätte können: Von üblen Schurken um seine geliebte Frau und die Tochter gebracht, sinnt der ehemalige mexikanische Federal Agent auf Rache. Der Moment für den Gegenschlag kommt genau dann, als keiner damit gerechnet hat: Ein Protagonist des fiesen Drogen-Korruptionssumpfes zwischen Mexiko und den USA (Jeff Fahey) sucht einen Erfüllungsgehilfen für einen diabolischen Plan, und engagiert dabei ausgerechnet Machete frisch vom Arbeitsstrich an der Tankstelle, als vermeintlichen Tagelöhner. Hinter den scheinbar immigrantenfreundlichen Absichten eines Anschlags auf die beinharte US-Einwanderungspolitik stecken allerdings die üblen Machenschaften eines geldgierigen Drogenbosses (Steven Seagal) und eines machtgierigen Senators (Robert De Niro) - doch die drei haben die Rechnung ohne Machete gemacht ... Eigentlich erfand Robert Rodriguez den toughen Helden mit dem zerfurchten Gesicht bereits in den Neunzigerjahren: Machete war konzipiert als hartgesottener Expolizist, der sich gegen Drogenmafia, Immigrations-Grausamkeiten und korrupte, faschistoide US-Paramilitärs zur Wehr setzt, um feierabends mit barbusigen Mädchen den Triumph zu begehen. Bis der Held allerdings endlich das Licht der Leinwand erblickte, dauerte es bis 2007, als Rodriguez gemeinsam mit Quentin Tarantino für das B-Movie-Tribute Grindhouse eine Reihe von Faketrailern inszenierte, darunter auch einen zu Machete. In der Hauptrolle: Danny Trejo, der ewige Nebendarsteller, als mexikanischer Superheld, charismatisch, brutal und unwiderstehlich. Die weitere Karriere von Machete ist dem begeisterten Publikum zu verdanken: Spätestens, als ein Freund ihm das Foto eines britischen Fans schickte, der Machete über die Brust tätowiert hatte, war Rodriguez klar, dass dieser Film tatsächlich gedreht werden musste. Nun endlich ist der Mexikaner auf Rachefeldzug gegen das Böse und hinterlässt eine Spur von Einschusslöchern, Blut und gebrochenen Herzen. Ihm zur Seite hat Rodriguez drei atemberaubende Heldinnen gestellt: Sartana (Jessica Alba), knallharte Agentin von der Einwanderungspolizei mit Latina-Wurzeln; Luz (Michelle Rodriguez), bildschöne Tacobudenbesitzerin, die ein schlagkräftiges Geheimnis verbirgt; und April (Lindsay Lohan), verwöhnte Luxusschlampe, die ihre heilige Berufung entdeckt. Zwar hat auch die dunkle Seite der Macht mit Torrez (Steven Seagal), Von (Don Johnson) und Senator McLaughlin (Robert De Niro) aufgerüstet. Doch Gott und Padre (Cheech Martin) sind auf Machetes Seite …

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