Herr der Diebe

Kinderfilm Deutschland 2005

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Zauber von Venedig: Zwei Brüder schließen sich in der Lagunenstadt der Bande des selbsternannten Herrn der Diebe an - und erleben fantastische Abenteuer.

Dass die Waisenkinder Bo (Jasper Harris) und Prosper (Aaron Johnson) ihre Eltern verloren haben, wäre schon schlimm genug. Aber jetzt sollen die beiden auch noch getrennt werden: Tante Esther (Carole Boyd) und Onkel Max (Bob Goody) haben nur Interesse daran, den niedlichen kleinen Bo zu adoptieren - Prosper soll in ein Waisenheim abgeschoben werden. Da bleibt den Brüdern nur die Flucht. Sie gelangen nach Venedig, jener Stadt, die ihre Mutter immer so geliebt hatte - und finden rasch Anschluss: Eine jugendliche Diebesbande unter Führung des 15-jährigen Scipio (Rollo Weeks), der sich selbst als König der Diebe bezeichnet, nimmt sie auf. Scipio stiehlt von den Reichen, um für seine Schützlinge zu sorgen. Er haust mit der gutmütigen Wespe (Alice Connor), dem verrückten Riccio (George MacKay) und dem ehrgeizigen Träumer Mosca (Lathaniel Dyer) in einem verlassenen Kino; die Truppe schafft Geld herbei, indem sie Diebesgut an den Hehler Barbarossa (Alexei Sayle) verkauft. Während sich die Brüder ihr neues Leben einrichten, hat ihnen Tante Esther den Privatdetektiv Victor (Jim Carter) hinterhergeschickt. Victor findet die beiden rasch - schlägt sich aber, nachdem er die Hintergründe seines Auftrags herausfindet, auf die Seite der Jungs. Victor findet auch heraus, dass Scipio in Wahrheit ein Sohn reicher Eltern ist - und sehr unglücklich, weil ihn sein Vater für einen Nichtsnutz hält. Dann erhält Scipio den Auftrag, den hölzernen Flügel einer Löwenstatue von einer Fotografin zu stehlen. Der Flügel soll geheimnisvolle Kräfte haben: Es stellt sich heraus, dass er zu einem Karussell gehört, das - soferne komplett - seine Passagiere älter oder jünger machen kann. Verständlich, dass nicht nur Scipio, sondern auch ein paar andere Parteien verbissen hinter dem Flügel her sind … Herr der Diebe basiert auf einem Kinderbuch mit höchst außergewöhnlicher Erfolgsstory: Der Schmöker verschaffte seiner Autorin Cornelia Funke auch im englischen Sprachraum den Durchbruch, wurde allein in den USA eine Million Mal verkauft und international mit Auszeichnungen und Kritikerlob überhäuft. Regisseur Richard Claus, verdienter Produzent u. a. der Erfolgs-TV-Serie Der kleine Vampir, hat mit seinem Regiedebüt einen Stoff verfilmt, der mit seiner universellen Phantasie Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen anspricht: "Die Kids im Film haben sich eine funktionierende eigene Welt geschaffen", so Claus. "Störfaktoren sind allein die Erwachsenen."

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at