The Fast and the Furious - Tokyo Drift

Action USA 2006

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Ein junger Straßenrowdy wird zur Besserung nach Japan geschickt - und steigt in Tokios halsbrecherische Drift-Racing-Szene ein. Hochexplosives Gemisch aus Adrenalin, Gummiqualm und Testosteron mit einem scharfen Schuss Yakuza-Action.

Sean Boswell (Lucas Black) ist ein Außenseiter. Zuhause hat er sich schon lange nicht mehr wohl gefühlt, die Oberflächlichkeit seines sozialen Umfelds stößt ihn ab. Einzig in der Speed-Racing-Szene hat er Halt gefunden - die dort veranstalteten, illegalen Straßenrennen sind für ihn das perfekte Mittel zu Abreaktion, Selbstbeweis und Kick. Für die Autoritäten sieht das anders aus. Als Sean den einen Unfall zuviel baut, heißt es entweder ab in den Knast oder Verbannung nach Japan - Seans schroffer, unnahbarer Vater ist dort auf einer US-Militärbasis stationiert und würde den Resozialisierungsprozess seines Sohnes persönlich überwachen. Fragt sich, was schlimmer ist. Sean landet in Japan. Er ist schließlich nur beim Autofahren wirklich unvernünftig. Aber leider ist Tokio genau das richtige Pflaster dafür. Hier steht er als "gaijin", als Fremder, Ausländer, Außenseiter, zwar noch mehr am Rand der Gesellschaft als zuhause. Aber auch hier gibt es einen Untergrund, der illegale Rennen im Stadtgebiet organisiert. Der Amerikaner Twinkie (Bow Wow) führt ihn dort ein. Die Szene ist ganz anders als in Amerika: Statt nur Gas zu geben, um eine Ziellinie zu überfahren, geht es bei den Drift Racern Tokios darum, mit dem Wagen bei hirnrissiger Geschwindigkeit durch einen Parcours aus haarengen Nadelkurven zu schlittern. Es reicht nicht, einen coolen, aufgemotzten Boliden zu fahren, der Fahrer muss stilistisch mit seinem Wagen eine Einheit bilden. Es gibt auch einen Ehrenkodex. D. K. (Brian Tee), der Neffe eines der mächtigsten Yakuza-Gangster der Stadt, ist schließlich auch der ungekrönte King der Drift-Szene. Und ausgerechnet gegen den verliert Sean - unwissentlich - sein erstes Rennen. Ab nun heißt es Schulden abarbeiten: D. K. steckt Sean unter die Fittiche seines Handlangers Han (Sung Kang). Der nimmt Sean alsbald in seinen Clan auf - und macht ihn fortan erst wirklich mit den Prinzipien des Drift Racing vertraut. Alles könnte gut werden - aber dann verliebt sich Sean ausgerechnet in Neela (Nathalie Kelley). Die ist D. K.s Freundin. Das führt unweigerlich zur Konfrontation - natürlich ausgetragen in Form eines Rennens, aber mit ganz speziellen Regeln und unter Aufsicht von Onkel Kamata, dem Yakuza-Boss, der dem Gewinner das Bleiberecht in Tokio zusprechen wird - soferne einer überlebt … Sex, Oktan und Nippon-Chic: Mit turbobeschleunigtem Übermut speedet Tokyo Drift> zwischen Non-Stop-Car-Action, hiphop-lastigen Beats und heißer Dreiecks-Lovestory am äußersten Rand der Fliehkraft dahin. Der grellerotische Style mit Anleihen an den Visual Kei-Trend verpasst dem dritten Teil der Fast & Furious-Serie den auffälligsten Look von allen. Für die haarsträubendste Geschwindigkeit sorgen reichlich hervorragende Stunts und Actionsquenzen, die Musik dazu stammt von Techno- und HipHop-Stars wie DJ Shadow, The Crystal Method, The Prodigy, Atari Teenage Riot oder Evil Nine, auch Kid Rock, MC Hammer oder das legendäre japanische Quietsch-Lolita-Rock’n’Roll-Trio Shonen Knife spielen auf. Dazu tanzen die Girls vornehmlich in Hot Pants und Mini-Faltenröckchen, wogegen die Boys beim Gasgegeben ihre Sixpack-Bodies halten. Für den Rest der formvollendeten Schönheit sorgen die Autos: Die aufgemotzten Street-Racecars im Film sind das fetteste, was die Branche in Japan derzeit zu bieten hat.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at