Poseidon

Action USA 2006

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Bei der Kollision mit einer gigantischen Welle kentert der Ozeankreuzer Poseidon, und ein paar Überlebende kämpfen sich durch den Bauch des Schiffs zur Oberfläche: Josh Lucas und Kurt Russell in einem Desaster-Movie von Wolfgang Petersen.

Die Besatzung des luxuriösen Kreuzfahrtschiffs Poseidon hat sich in den letzten Stunden des alten Jahres im prunkvollen großen Ballsaal zusammengefunden, um würdig Silvester zu begehen. Der gewaltige Luxusliner ist so hoch wie ein 20-stöckiges Haus, hat 13 Passagierdecks mit 800 herrschaftlichen Kabinen. Crew und Gäste verstehen sich also aufs Feiern mit Stil: Nicht Sekt-, sondern Champagnerlaune herrscht, als Kapitän Bradford (Andre Braugher) seinen Toast zum Jahreswechsel vorträgt und Fergie von den Black Eyed Peas auf die Bühne tritt, um das neue Jahr einzusingen. Währenddessen beobachtet der Erste Offizier den nächtlichen Horizont, und dabei wird ihm ganz komisch zumute: Irgendwas ist verkehrt da draußen. Dann erkennt er die 50 Meter hohe Wasserwand, die mit unheimlicher Geschwindigkeit auf das Schiff zurast. Er reißt das Ruder herum, will die Poseidon der Welle entgegendrehen - aber es ist zu spät. Mit unglaublicher Wucht kollidiert die Freak-Welle mit dem Schiff, das der Gewalt der Wassermassen nichts entgegenzusetzen hat. Die Poseidon neigt sich nach Backbord, bekommt immer mehr Schlagseite und kentert. Passagiere und Besatzung werden wie Spielzeugmännchen durch die Räume geschleudert, unter Trümmern begraben oder von den eindringenden Wassermassen ins Meer gespült. Die Aufbauten an Deck werden wie Streichhölzer geknickt. Zerfetzte Gasleitungen explodieren. Der Strom fällt aus. Dann ist es vorbei. Die Poseidon schwimmt wie ein stählerner toter Wal bäuchlings im Ozean, der Wasserspiegel steigt, in wenigen Stunden wird das Schiff für immer unter die Oberfläche abtauchen. Im noch intakten Ballsaal - er befindet sich nun unterhalb der Wasserlinie - haben einige hundert Passagiere und Crewmitglieder überlebt, einschließlich des Kapitäns. Der besteht darauf, dass die Menschen hier zusammenbleiben und auf ihre Rettung warten. Aber Profizocker Dylan Johns (Josh Lucas) denkt nicht daran, wie eine Ratte im Käfig aufs Ertrinken zu warten. Er wird sich im Alleingang einen Weg durch den Schiffsrumpf nach oben suchen. Dylan verlässt sich am liebsten auf sich selbst. Aber als ihn der neunjährige Conor (Jimmy Bennet) bittet, ihn und seine Mutter Maggie (Jacinda Barrett) mitzunehmen, willigt Dylan trotzdem ein. Robert Ramsey (Kurt Russell) schließt sich ebenfalls an - er will seine Tochter Jennifer (Emmy Rossum) suchen, die sich heimlich hinter seinem Rücken mit Christian (Mike Vogel) verlobt hat. Auch Elena (Mía Maestro), ein blinder Passagier, und der selbstmordgefährdete, aber nun von neuem Überlebensmut erfasste Richard (Richard Dreyfuss) stoßen zu der waghalsigen Gruppe. Und in dem jungen Kellner Marco (Freddy Rodríguez) ist schließlich auch ein "ortskundiger" Führer gefunden. Mit eisernem Willen kämpft sich die Gruppe vorwärts durch die Trümmer, während das Schiff unaufhaltsam sinkt. Bei dem steilen Aufsteig, der immer wieder vor Sackgassen und Abgründen endet, sind Vertrauen und Kooperation gefordert - und zahlreiche auch unfreiwillige Opfer … Wolfgang Petersen, der einst mit Das Boot zu internationalem Ruhm aufstieg und später in Der Sturm ein Fischerboot mit George Clooney versenkte, geht zum dritten Mal ins Wasser: Mit modernster Tricktechnik stellt er die Welt der Überlebenden einer Hochsee-Katastrophe auf den Kopf und jagt seine symphatische Starbesetzung durch einen actiongeladenen Hochsee-Thriller mit gigantischen Ausmaßen. "Ein solches Desaster bringt die wahre Natur der Menschen zum Vorschein", sagt Petersen. "Wenige Sekunden entscheiden über Leben und Tod, und die Reaktionen der Menschen in diesen Extremsituationen machen deutlich, aus welchem Holz sie geschnitzt sind."

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at