Die Super-Ex

Liebeskomödie USA 2006

posten

Sitzengelassene Frauen machen Stress. Sitzengelassene Superheldinnen machen Super-Stress! Ivan Reitmans wundervoll ausgelassene Love-Story mit Uma Thurman als genial komisches Comic-Supergirl in Liebesnöten.

Ständig die Welt retten zu müssen ist nicht gerade der entspannendste Job der Welt. Das schlägt sich natürlich aufs Gemüt. Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass sämtliche bekannten Superheroes zwar im Zuge ihres Super-Jobs ganz locker Dinge bewerkstelligen, von denen unsereins nicht mal zu träumen wagt, aber dafür im Privat-leben meist reichlich daneben sind? Spider-Man etwa ist ohne Kostüm ein schüchterner Nerd, Batman daheim in seiner Höhle ein depressiver Neurotiker. Auch die tollste Superheldin von Manhattan, sexy G-Girl (Uma Thurman), beseitigt zwar jede Katastrophe mit einem kessen Hüftschwung, ist aber nach Hero-Dienstschluss ein echtes Mauerblümchen. Und genau deswegen traut sich auch der ewig frustrierte Architekt Matt Saunders (Luke Wilson), ein durch und durch netter, aber auch durch und durch normaler Typ, sie einfach so anzusprechen, als er sie mit einem Buch in der Hand in der U-Bahn sitzen sieht. Schon nach dem ersten Date ist ihm klar, dass seine Eroberung mehr als nur eine Schraube locker hat. Erst schafft sie es schon beim Smalltalk, ihn mit ihrer schrullig-direkten Art total zu verunsichern, und dann verschwindet sie ewig zum "Händewaschen" und kommt mit Rußflecken im Gesicht zurück. Dass der Toilettefehler daher kommt, dass G-Girl alias Jenny Johnson gerade so nebenbei einen Großbrand gelöscht hat, kann er ja nicht ahnen. Außerdem ist der Sex mit Jenny phänomenal, wie er bald feststellt. Da übersieht man doch gern, wenn ein paar Tassen im Schrank der Dame fehlen. Und als sie Matt schließlich auch noch das Geheimnis ihrer Super-Identität anvertraut, sorgt das noch für einen Extra-Kick: Nun wird der siebente Himmel der Liebe für ihn Realität! Schließlich kann G-Girl fliegen, und nur zu gern entführt sie ihren Matt auf einen Wolkenritt der Extraklasse. Doch schon nach kurzer Zeit kriegt Matt trotz alledem kalte Füße. Irgendwie geht ihm das alles viel zu schnell mit der großen Liebe. Außerdem ist Jenny nicht nur viel stärker als er, sondern auch extrem stressig, total obsessiv, komplett neurotisch und irrsinnig eifersüchtig. Als sie ihm nach einem gemeinsamen Dinner mit Matts lieber Freundin und Kollegin Hannah (Scary Movie-Girl Anna Faris) eine schlimme Szene hinlegt, nimmt Matt sich ein Herz und macht Schluss. "Der Zorn der Hölle brennt nicht so heiß wie der einer verlassenen Frau", sagt der Dichter, und das sagt er nicht umsonst. Jenny/G-Girl ist nicht nur sauer, sie ist supersauer. Und so nimmt sie alle ihre Superkräfte zusammen, um dem Abtrünnigen sein Leben zur Hölle zu machen - zur Super-Hölle. Auto weg, Job weg, Wohnung kaputt ist nur das Vorspiel: Spätestens, als Matt mitten in einem Manhattaner Wolkenkratzer einem ausgewachsenen Hai ins gierige Maul blickt, kommt ihm der Besuch des finsteren Superschurken Professor Bedlam (Eddie Izzard) gerade recht. Der verspricht hoch und heilig, das einzig wahre Mittel gegen G-Girls Kräfte gefunden zu haben. Allerdings: Jeder weiß doch, was passiert, wenn man einem Superschurken vertraut ... Uma Thurman ist cool, stark und schön - das ist nichts Neues. Wirklich komisch hat man sie aber noch ganz selten gesehen. Dass wir jetzt endlich wieder mal über sie lachen dürfen, haben wir Komödienprofi Ivan Reitman (Ghostbusters, Evolution) zu verdanken. Seine Version des Superhelden-Blockbusters ist ein superunterhaltender Filmspaß voll kluger Anspielungen, witziger Sprüche, ewiger Liebeswahrheiten und grenzgenialer Comedy. Nur auf die zwei allerwichtigsten Fragen gibt’s auch hier keine Antwort: Wofür steht eigentlich das G in G-Girl? "grenzgenial", "göttlich" oder gar "G-Punkt"? Und: Wer ist jetzt wirklich das stärkere Geschlecht?

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at