Der goldene Kompass

Action, Fantasy, Literaturverfilmung USA 2007

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Ein kleines Mädchen, ein kriegerischer Eisbär, ein weiser Cowboy und eine fliegende Hexe retten die Welt: Fantasy der Extraklasse, inszeniert von den Kultfilm-Brüdern Chris & Paul Weitz (About a Boy, American Pie) und starbesetzt mit Nicole Kidman, Daniel Craig und Eva Green.

Es gibt so viele verschiedene Welten wie es Gedanken gibt, so viele Universen, wie sich Menschen sie vorstellen können. Die Welt der 11-jährigen Lyra Belacqua (Dakota Blue Richards) ist in vieler Hinsicht der unseren ähnlich, aber es gibt auch fundamentale Unterschiede: So lebt hier etwa die Seele eines Menschen außerhalb des Körpers - als eigenständiges Wesen in Tiergestalt, Dæmon genannt. Lyra ist Vollwaise, aber keineswegs allein auf der Welt. Ihr Onkel, Lord Asriel (Daniel Craig) sorgt für sie, auch wenn er als berühmter Wissenschaftler meistens irgendwo in der Weltgeschichte unterwegs ist. Immer an Lyras Seite dagegen ist ihr bester Freund Roger, und natürlich auch ihr Dæmon namens Pantalaimon. Lyra ist ein hellwaches, mutiges Mädchen. Nur eins macht ihr Angst: Die mysteriösen Gobblers, von denen man erzählt, dass sie Kinder entführen, um ihnen Schreckliches anzutun. Und dann geschehen seltsame, unheilvolle Dinge. Lord Asriel scheint in Gefahr, wenig später verschwindet Roger - die Gobblers haben ihn mitgenommen. Lyra schwört, ihn zu finden und zu retten, doch sie weiß nicht, wo sie beginnen soll. Hilfe erhofft sie von der schönen und einflussreichen Mrs. Coulter (Nicole Kidman), die Lyra zu sich nimmt und ein seltsam intensives Interesse an ihr hegt. Wenig später macht Lyra allerdings eine schreckliche Entdeckung: Niemand anders als Mrs. Coulter ist die Anführerin einer Geheimorganisation der Regierung namens G.O.B. - die Gobblers. Panisch flüchtet sie, um ihre Suche nach Roger fortzusetzen, hoch hinauf in den Norden, wo die Gobblers die entführten Kinder festhalten und sie von ihren Dæmonen zu trennen versuchen. Es wird eine beschwerliche Reise, doch bald findet Lyra drei Gefährten, die ihr beistehen: Die wilde Hexenkönigin Serfina Pekkala (Eva Green), der schrullige texanische Ballonfahrer Lee Scoresby (Sam Elliott) und der mächtige Kampf-Eisbär Iorek Byrnison. Gemeinsam ziehen sie nun in Richtung Nordpol. Doch nicht nur das Leben Rogers und der anderen Kinder steht auf dem Spiel. Auch Lord Asriel braucht dringend ihre Hilfe, denn er hat eine Entdeckung gemacht, die das Schicksal gleich mehrerer Welten beeinflussen kann und wird - und die Regierung will genau das verhindern. Der goldene Kompass ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Philip Pullman und der erste Teil einer Fantasy-Trilogie für Jugendliche, die unter dem Namen His Dark Materials im englischen Sprachraum mindestens so bekannt ist wie bei uns die Bücher von Michael Ende oder Astrid Lindgren. Die vielschichtige Story folgt nicht den üblichen Fantasy-Klischees von Gut und Böse und entführt in eine magische Welt, die einen mit ihrer kreativen Schönheit sofort in den Bann nimmt. Um das alles ins Kino zu transportieren, mussten die richtigen Leute ran: Seit American Pie oder About a Boy weiß man, dass den leidenschaftlichen Filmemachern Chris & Paul Weitz nichts Menschliches fremd ist. Sie schafften es perfekt, diese Unmittelbarkeit auch in den überlebensgroßen Maßstab eines Special-Effects-Megablockbusters zu transportieren: Gemeinsam mit dem oscargekrönten Visual-Effects-Maestro Dennis Gassner erschufen sie eine magische Welt, bevölkert von mächtigen Kreaturen und voller faszinierender Details, spektakulärer Überraschungen und viel viel Herz und Hirn.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at