Hostel 2

Horror USA 2007

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Spaß mit Entsetzen haben. Eli Roth ist das größte Ekelpaket Hollywoods. Jetzt schickt der Hostel-Regisseur seine Folterknechte in die Verlängerung. Furcht und Freude für Horrorfreunde.

Der Schrecken fängt ganz harmlos an. Drei junge, kunstsinnige Amerikanerinnen, die nach Rom gekommen sind, um ein paar Sommerwochen lang die anregende Atmosphäre der Ewigen Stadt zu atmen, wollen neben aller geistigen und kreativen Erbauung auch ein wenig Dolce Vita im Urlaub unterbringen. Zufällig bekommen Beth (Lauren German), Lorna (Heather Matarazzo) und Whitney (Bijou Phillips) die Geschichte über diese extracoole Jugendherberge in der Slowakei zu hören, wo sich Globetrotter aus der ganzen Welt treffen, um die unglaublichsten Partys aller Zeiten zu feiern. Der größte Geheimtipp, um in diesem Sommer so richtig Spaß zu haben! Hätten die Mädels Hostel gekannt, jenes Hardcore-Horror-Hochamt, mit dem Eli Roth und sein Kumpel Quentin Tarantino vergangenes Jahr neue Blut-und-Beuschl-Maßstäbe für Hollywoods Gänsehaut-Skala eingeführt haben, dann wäre ihnen vermutlich einiges erspart geblieben. So aber reisen sie mit breitem Grinsen direkt ins Gruseln. Das Hostel ist die Anlaufstelle für einen florierenden Folterkeller, den sich wohlhabende Sadisten leisten, um fröhlich Frischfleisch zu zerstückeln. Wer glaubt, das Kino schlägt mit solchen Filmen über die Stränge, soll ruhig bei seiner Meinung bleiben. Allerdings gibt es auch sehr viele Fans des Genres. Hostel hat bei nur fünf Millionen Dollar Produktionskosten weltweit rund 80 Millionen Dollar eingespielt. Da soll noch einer sagen, dass Horror keine Rendite bringt. Und apropos sadistisches Blutbad: "Die Menschen sind nun mal krank", meint Eli Roth. "Es gibt keine Grenzen dessen, was man anderen Personen zu seinem eigenen Vergnügen antun kann." Womit der härteste Horror-Regisseur der Gegenwart, dessen Vater Psychiater mit einem Lehrstuhl an der Elite-Universität Harvard und somit Experte für krankhafte Hirnwindungen ist, wahrscheinlich Recht hat. Knöcheltiefes Waten in der Blutsuppe. Natürlich ist der Film nicht ernst gemeint. Wer bei Hostel 2 genau zwischen die Schnitte schaut, entdeckt eine knallharte Sadismus-Satire. Ehrlich: So macht Entsetzen Spaß. Und die Warnung, die jetzt folgt, kennt man sowieso schon von Jackass: Wer auch nur im Entferntesten daran denkt, diesen Wahnsinn nachzumachen, ist ein Idiot, der dringend ärztliche Behandlung braucht."Hostel 2 bringt eine völlig neue Perspektive. Diesmal betrachten wir den Horror von der weiblichen Seite. Damit erreicht der Film eine Sensibilität, die ich im ersten Teil vermisst habe." Sagt Greg Nicotero. Wahrscheinlich die wichtigste Fachkraft im allgemeinen Abschlachten. Der altgediente Hollywood-Profi ist für die Spezial-Effekte in der Make-Up-Abteilung zuständig. Jeder Blutspritzer kommt aus seiner Tube.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at