Die Liebe in den Zeiten der Cholera

Drama USA 2007

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Ewige Liebe als Segen und Fluch: Nichts Geringeres ist Thema dieser ebenso dramatischen wie amüsanten Weltliteratur-Verfilmung auf höchstem Niveau.

Cartagena, Kolumbien: Im Jahr 1879 verliebt sich der arme Telegrammbote Florentino (Javier Bardem) bei einem Zustellversuch von einer Sekunde auf die andere unsterblich in die schöne Fermina (Giovanna Mezzogiorno). Ein heimlicher, glühender Briefwechsel lässt die junge Liebe zwischen den zwei Turteltauben entflammen. Doch das Schicksal ist gnadenlos: Ferminas Vater (John Leguizamo) erhofft für seine bezaubernde Tochter eine bessere Partie und verbietet den beiden die Ehe. Jahre später heiratet Fermina einen angesehenen Arzt (Benjamin Bratt). Während sie sich auf eine jahrelange Hochzeitsreise nach Europa begibt, Kinder bekommt und im gesellschaftlichen Leben der Stadt an der Seite ihres Mannes eine immer wichtigere Rolle spielt, leidet Florentino an den Höllenqualen seiner unerfüllten Liebe, die ihn auch seine unzähligen diskreten Affären nicht vergessen lassen. Um  seiner aus der Ferne Angebeteten etwas bieten zu können, sollte es jemals zu einer Erfüllung der Liebe kommen, macht er selbst Karriere und wird schließlich Direktor der Karibischen Flussgesellschaft. Als Ferminas Mann Jahrzehnte später durch einen absurden Unfall wegen eines entfleuchten Papageis zu Tode kommt, sieht Florentino seine Chance gekommen: 51 Jahre, neun Monate und vier Tage nach ihrer ersten schicksalhaften Begegnung.Gabriel García Márquez' Roman Die Liebe in den Zeiten der Cholera ist einer der ganz großen Liebesromane des 20. Jahrhunderts. Ebenso liebe- wie humorvoll beobachtet Márquez das Leben seines verwirrten, leidenden Protagonisten im farbenprächtigen, wilden, stinkenden und krankheitsverseuchten Sündenpfuhl Cartagena. Lange galt der voluminöse Roman mit seiner fünf Jahrzehnte überspannenden Handlung als unverfilmbar - bis Oscar-Preisträger Ronald Harwood (Der Pianist) mit seinem Drehbuch das Gegenteil bewies. Behutsam transponierte er die Schlüsselpassagen des Buches für die Leinwand und bemühte sich bei den Dialogen um möglichst große Werktreue. Der charismatische Javier Bardem (No Country For Old Men, Before Night Falls) als glühender Liebhaber, die berückende Italienerin Giovanna Mezzogiorno als ewige Verlockung und Benjamin Bratt als weltgewandter Arzt finden auch in den Nebenrollen formidable Unterstützung. Catalina Sandino Moreno (Maria voll der Gnade) überzeugt als Ferminas wilde Kusine, Liev Schreiber (Der Manchurian Kandidat) und John Leguizamo runden das Staraufgebot ab. Die Stadt Cartagena spielt selbst eine der Hauptrollen: Gedreht wurde an den pittoresken Originalschauplätzen der kolumbianischen Hafenstadt. Auch der Song zum Film, Despedida, kommt übrigens aus der richtigen Quelle - er stammt von Latin-Queen Shakira. Entstanden ist ein opulenter, farbenprächtiger Film über die Frage nach dem Glück in der Liebe und im Leben.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at