John Rambo

Action, Thriller USA 2008

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Der Dschungel lässt dich nie mehr los. Tief im Urwald von Thailand, an der Grenze zum bürgerkriegsgebeutelten Myanmar, findet John Rambo keine Ruhe: Sylvester Stallone (Rocky Balboa) ergänzt sein imposantes Spätwerk um einen Action-Reißer aus Fleisch und Blut.

Vietnam sollte nicht der letzte aussichtslose Krieg gewesen sein, den die Amerikaner geführt haben. Aber der einst zur Tötungsmaschine ausgebildete John Rambo (Sly Stallone) hat jene Tage lange hinter sich gelassen, genau wie die darauffolgenden Jahre als Kriegsheld wider Willen. Rambo war nie für das Öffentliche. Dass es seit nunmehr 20 Jahren schön ruhig um ihn geblieben ist, verdankt er wohl seiner neuen Wahlheimat. Rambo ging zurück in den Dschungel. Er lebt jetzt in Thailand, an der Grenze zu Myanmar, das vor dem Putsch der faschistischen Militär-Junta Burma hieß. Im tropischen Hügelland um den Salween-Fluss findet er sich am besten zurecht; er kann in Frieden angeln und Giftschlangen fangen, mit denen er Geschäfte macht. Aber wenn Rambo nicht zum Krieg kommt, kommt der Krieg eben zu ihm: Neuerdings häufen sich Begegnungen mit Sanitätern, Rebellen und Flüchtlingen aus dem benachbarten Myanmar. Rambo ignoriert sie, solange es geht. Aber dann lässt er sich nach zähem Betteln dazu überreden, eine Gruppe amerikanischer Missionare flussaufwärts über die Grenze zu bringen, weil die Militärs in Myanmar die Pfade vermint haben. Kurz darauf kommt Pastor Marsh (Ken Howard) an und berichtet vom Verschwinden der Missionare. Und wieder kann Rambo nicht anders, als seine außergewöhnlichen soldatischen Fähigkeiten in den Dienst der guten Sache zu stellen: Er begibt sich mit dem zusammengewürfelten Söldner-Haufen des Pastors flussaufwärts ins Herz der Finsternis eines höllischen Krieges … Das indigene Bergvolk der Karen, mit etwa fünf Millionen Menschen die zweitgrößte Ethnie in Myanmar, ist Opfer des längsten Bürgerkriegs der Menschheitsgeschichte: die UNO bezeichnet den seit 60 Jahren wütenden Kampf gegen die sparatistischen Splittergruppen der Karen als schleichenden Völkermord. Das gilt vor allem, seit die Militärputschisten am Ruder sind: Folter und Mord, Vergewaltigung und Verstümmelung regieren, eine Million Menschen lebt in Flüchtlingscamps, weitere Millionen flohen in den Dschungel und in die Berge, um sich dem fast aussichtslosen Kampf zu stellen. John Rambo hätte gerne nichts damit zu schaffen. Er hat seit 20 Jahren keinen Menschen mehr getötet. Aber der Mann ist einfach gestrickt. Man muss nur die richtigen Knöpfe drücken, und schon ist er bereits, für die gerechte Sache und die Rettung der Schwachen sein Leben zu riskieren und andere zu beenden. „Rambo ist ganz einfach zu verstehen“, sagt Sylvester Stallone, Autor, Regisseur und Hauptdarsteller des Films. „Die Rambo-Figur geht weit zurück auf jenen mythischen Einzelgänger, der gegen seinen Willen ausgewählt wird, eine Aufgabe zu erfüllen – weil das von Geburt an seine Bestimmung ist. Rambo appelliert an unsere Rechtschaffenheit, ist unkompliziert, ganz einfach zu verstehen. Recht ist Recht, und Unrecht ist Unrecht. Die Bösen verdienen ihre Strafe, und die Schwachen gilt es zu beschützen. Das bezieht sich auf die Geschichten, mit denen wir aufgewachsen sind – auf den Mythos von Gut und Böse.“

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at