Justin Bieber: Never Say Never

Dokumentation, Musikfilm USA 2011

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Shooting Star, Satire-Zielschiebe, Teenie-Idol: Quasi über Nacht wurde Justin Bieber, gerade 17 geworden, vom talentierten Nobody zum Charts-Märchenprinzen. Regisseur John Chu (Step Up 2 & 3) porträtiert den Wunderknaben vor, auf und hinter der Bühne - in knackigem 3D.

Die meisten hoffnungsvollen Jungtalente träumen von einer großen Karriere, aber nur ein paar wenige schaffen es, diesen Traum auch in eine reale Existenzgrundlage zu verwandeln. Und noch viel, viel seltener passiert ein Blitzstart wie der von Justin Bieber, geboren am 1. März 1994 im kleinen Stratford in Ontario, Kanada, der innerhalb weniger Monate vom mehr oder weniger durchschnittlichen Teenager aus konservativem Hause zum globalen Phänomen wurde. Ein klassischer Fall von zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Ein findiger Musikmanager war im Jahr 2007 über Justins Youtube-Videos gestolpert, hatte sofort den Jackpot gewittert und den pausbäckigen Buben mit der diskussionswürdigen Frisur mit Hilfe von R ’n’ B-Superstar Usher, ein paar gut gemachten Popsongs und einer beispielhaften Marketing-Kampagne zum Charts-Hero gemacht. "Ich habe damals diese Videos nur aus Spaß auf Youtube gestellt, ich habe nie auch nur einen Gedanken dran verschwendet, dass ich mit sowas berühmt werden könnte. Das hielt ich schlicht und einfach für völlig unmöglich." Sogar Justin Bieber selbst ist immer noch überrascht von seinem überwältigenden Erfolg. Was ist es wirklich, was seine Millionen Fans rund um den Globus bei der bloßen Erwähnung seines Namens komplett auszucken lässt? Sein Talent? Sein androgyn-herziger Charme? Oder doch seine (vor kurzem allerdings sanft entschärfte) Frisur? Filmemacher Jon Chu, der schon mit den beiden letzten Step Up-Filmen sein äußerst leinwandtaugliches Rhythmusgefühl unter Beweis gestellt hat, geht der Biebermania mit der Kamera nach: Von Biebers erster Performance auf der Straße in Stratford bis zum ausverkauften Konzert im New Yorker Madison Square Garden sieht man - hautnah in 3D - aufregende Konzertausschnitte, groovt bei seinen größten Hits mit und beobachtet die Fans bei der totalen Ekstase. Dazu gibts nie zuvor gesehene Einblicke in seinen ungewöhnlichen Alltag - denn das Leben als Superstar ist ein ganz schön verrückter Trip, selbst wenn der mittlerweile 17-jährige gern betont, wie stabil er mit beiden Beinen auf der Erde geblieben ist: "Dieses Business ist wirklich sehr, sehr irre. Und es ist sehr leicht, sich in diesen Irrsinn reinziehen zu lassen. Aber meine Normalität ist mir sehr wichtig - denn wenn ich verrückt werde, kann ich nicht mehr performen! Deshalb versuche ich, so viel wie möglich normale Dinge zu tun, wie Basketball spielen, Bowlen gehen, so Sachen halt. Und wann immer es geht, lasse ich meine beiden besten Freunde einfliegen, egal, wo ich grad bin, damit sie mit mir abhängen können."

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at