Thor

Action, Comic-Verfilmung, Fantasy USA 2011

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Oh mein Gott! Shakespeare meets Marvel: Der britische Schöngeist Kenneth Branagh verfilmt den Comic über Donnergott Thor (Chris Hemsworth), der samt Superkräften und Mega-Hammer auf der Erde landet. Und das geht natürlich nicht ohne fantastische 3D-Action, eine fesselnde Story und tolle Schauspieler wie Natalie Portman, Anthony Hopkins, Stellan Skarsgård und Rene Russo.

Blitz und Donner gehorchen seinem Befehl: In der nordischen Mythologie ist Thor (weiter südlich nannte man ihn Donar) für die wettertechnischen Special effects zuständig. Trotz seiner polternden Art und seiner furchterregenden Waffe, dem fliegenden Hammer Mjöllnir, ist er aber einer von den Guten: Er ist der Beschützer der Menschen vor den Launen der Überirdischen. Der mächtige Donnergott inspirierte den legendären Comic-Autor Stan Lee und seinen kongenialen Zeichner Jack Kirby, die auch Spider-Man, Iron Man, Die Fantastischen Vier, die X-Men und Hulk erschaffen haben, zu einem weiteren unsterblichen Comic-Charakter. 1962 erlebte Thor sein erstes 2D-Abenteuer auf Papier, fast 50 Jahre später erstrahlt der stämmige Superheld auf der ganz großen Leinwand - knackig dreidimensional und äußerst attraktiv in Gestalt des australischen Schauspielers Chris Hemsworth. Als Sohn von Göttervater Odin (Anthony Hopkins, dem sichtlich endlich wieder mal eine Rolle wirklich Spaß macht) genießt Thor in der Götterwelt Asgard Ruhm und Ansehen, trotz seines cholerischen, hochmütigen Auftretens. Als er aus purer Launenhaftigkeit und Arroganz einen Götterkrieg auslöst, wird er von Odin auf die Erde strafversetzt, zu den Menschen, von denen man in Asgard nicht unbedingt eine besonders hohe Meinung hat. Für Thor ist die Erde also etwa wie für uns eine Zeitreise in die Vergangenheit. Er findet sich in einer seltsamen Welt voller komischer Gebräuche und altmodischer Gepflogenheiten wieder, die Menschen haben keine Ahnung von universalen Zusammenhängen und reagieren irritierend verstört auf seine gewohnte Art der Konfliktbewältigung: Was nicht passt, wird passend gemacht, wozu hat man denn einen Riesenhammer. Doch unter der Obhut von Wissenschaftler Erik Selvig (Stellan Skarsgård), der genialen Astrophysikerin Jane Foster (Natalie Portman) und deren scharfzüngiger Kollegin Darcy (Kat Dennings) lernt der Donnergott schrittweise, in der Menschenwelt halbwegs zurechtzukommen – und vielleicht, mit den Mitteln modernster Wissenschaft, sogar wieder nach Asgard zurückzufinden. Doch wo Superkräfte im Spiel sind, sind Friede, Freude oder gar Eierkuchen selten. Und so bekommen die Erdenmenschen bald noch mehr unerwarteten Besuch aus Asgard: Loki (gespielt vom britischen Charakterdarsteller Tom Hiddleston), Thors fieser Halbbruder, hat nach dessen Abgang nämlich seine Chance gewittert, endlich die Macht in Asgard zu übernehmen, und will nun Nägel mit Köpfen machen. Allerdings hat er nicht mit Thors Hammer gerechnet … Gut gegen Böse, Held gegen Schurke, Stärke gegen Grausamkeit, Liebe gegen Macht. Einfach, aber keineswegs banal: Dass Thor keine "gewöhnliche" Comic-Verfilmung ist, dafür steht schon der Regisseur. Kein anderer als Kenneth Branagh, der britische Schauspieler, Filmemacher und Shakespeare-Experte - bis dato eher für seine Shakespeare-Verfilmungen (bzw. seine Rolle als Harry Potters eitler Lehrer Gilderoy Lockhart) bekannt - sorgt für die dramatische Tiefe zu den spektakulären Action-Sequenzen. "Ich selbst war wahrscheinlich am allermeisten überrascht von meiner Entscheidung, Thor zu machen. Ich habe mich eigentlich nie als Regisseur eines Superheldenfilms gefühlt. Als ich mir die Geschichte dann aber genauer angesehen habe, bemerkte ich, dass sie alles enthält, was ich liebe und kenne: Einen eigensinnigen, schwierigen Helden, gleich mehrere epische Schlachten, eine clevere Liebesgeschichte ... eigentlich habe ich also immer schon Action-Abenteuerfilme gemacht - nur mit Leuten, die ein bisschen komisch reden!"

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at