My Bloody Valentine 3D

Horror USA 2008

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Man kann einen Menschen mit einer Schaufel köpfen. Aber dass einem der Kopf dann auch noch entgegenfliegt - das gibt's nur in dieser 3D-Version eines 80er-Horror-Kultklassikers, inszeniert von Patrick Lussier, einem Schnittmeister des Genres.

Im Minen-Städtchen Harmony ereignete sich vor zehn Jahren ein schrecklicher Unfall. Weil der erfahrene Kohlenminen-Arbeiter Tom Hanniger (Jensen Ackles) einen verhängnisvollen Fehler beging, kamen damals fünf Minenarbeiter auf krasse Weise ums Leben. Der einzige überlebende der Schicht, ein Mann namens Harry Warden, lag nach dem Unfall im Koma. Genau ein Jahr nach dem Unfall, es war noch dazu Valentinstag, kam Harry aus dem Koma zurück. Aber er war nicht mehr der Alte. Niemand hat je erfahren, was da in Harrys kaputtem Kopf vorging - aber dem Mann viel nach einem Jahr im Koma nichts besseres ein, als sich seine alte Spitzhacke zu greifen und 22 Menschen bestialisch zu ermorden, bevor er endlich selbst zur Strecke gebracht werden konnte.  Und Tom Hanninger? Der hatte somit irgendwie plötzlich auch nicht nur fünf, sondern 27 Menschenleben auf dem Gewissen. Er verließ Harmony für immer. Nun, nicht ganz. Sein verhängnisvoller Fehler da unten in den Minen belastet sein Gewissen zwar immer noch schwer, aber nun, zehn Jahre später, ist Tom üin Harmony - ausgerechnet am Valentinstag. Hat seinen Grund: Tom muss ins Reine kommen mit seinen unausgesprochenen Gefühlen, die er für Sarah (Jaime King) hat. Sarah ist allerdings mittlerweile verheiratet, und zwar mit Sheriff Axel (Kerr Smith), dem Gesetzeshüter des Dörfles. Das gibt ein ziemlich kompliziertes Dreiecksverhältnis, das zusätzlich erschwert wird durch das Auftauchen eines Menschen hinter einer Minenarbeitermaske, der extremen Pioniergeist in die Aufgabe legt, herauszufinden, auf wieviele unterschiedliche Arten man andere Leute möglichst ultrabrutal mit einer Spitzhacke massakrieren kann. Der Killer ist also auch zurück - und er hat eine der grimmigsten Blutschüttereien des kontemporären Horrorkinos im Sack ... In der frühen 80er Jahren kamen im Fahrwasser von John Carpenters Halloween jede Menge brutaler Schlächterfilme ins Kino, u. a. der eigentlich ziemlich billige und schlechte kanadische Rip-Off My Bloody Valentine, der aber doch tatsächlich zum Kult-Hit wurde. Die neue Fassung von Patrick Lussier, der als Cutter langzeitlich mit Wes Craven kooperiert und auch schon für Guillermo Del Toro geschnitten hat, also mehr als behaupten kann, vom Fach zu sein, ist um Welten besser: Fetziger, grauslicher, spannender, blutiger, besser gespielt, besser vertont und natürlich besser gefilmt, weil schließlich in 3D. Das gab's übrigens schon zehn Jahre nicht mehr - blutigen Horror in 3D. Au§erdem gibt's eine Verfolgungsszene, bei in vollkommener Nacktheit. Das gab's auch noch nie!

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at