Love Happens

Liebesfilm USA 2009

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Einsam in Seattle: Burke (Aaron Eckhart) ist mit seinem Selbsthilfebuch zwar enorm erfolgreich, aber trotzdem alleine - bis er auf die verrückte Eloise (Jennifer Aniston) trifft. Und dann hat's Zoom gemacht!

Wer Burke Ryan (Aaron Eckhart) auf der Straße sieht, meint, einen rundum glücklichen, zufriedenen Mann zu treffen. Die Frisur sitzt, das Lächeln ist schneeweiß, der Gang elastisch. Burke ist ein Typ Marke Schwiegersohn: Erfolgreich, zuverlässig, attraktiv, charmant und sicher im Umgang mit Menschen. Burke tritt im Morgenfernsehen auf, Omis finden ihn toll, und Trauernde finden bei ihm Trost, denn der junge Mann mit dem strahlenden Äußeren hat ein Selbsthilfebuch geschrieben, das reißenden Absatz findet. Vor drei Jahren verlor Burke seine Frau, doch er hat es mit eigener Kraft geschafft, sich aus der Trauer zu befreien. Er hat sich mit seinem Verlust konfrontiert, und jetzt ist er bereit, anderen zu helfen. Zumindest steht das im Klappentext des Selbsthilfebuchs. Doch innen drin ist alles im Argen. Das ahnt aber nur Burkes Freund und Manager Lane (Dan Fogler), als die beiden auf ihrer Lesetour in Seattle ankommen. Hier hat Burke seine Frau damals kennen gelernt. Hier leben seine ehemaligen Schwiegereltern. Und hier hat er jetzt eine Aufgabe zu bewältigen: Er hält einen Kurs, für Leute, die um einen geliebten Menschen trauern. „Also, Leute, auf geht's - sprecht über eure Sorgen! Gut so, lasst die Tränen zu!" Doch abends, allein im Hotelzimmer, ist dann nur mehr der Wodka aus der Minibar für Burke da. Und dann, in der Lobby, trifft Burke auf eine junge Frau (Jennifer Aniston). Sie arrangiert Blumen in einer Vase, doch als Burke sie anspricht, antwortet sie in Zeichensprache. Ein taubstummes Mädchen? Burke zieht sich eingeschüchtert zurück. Nur, um wenige Stunden später draufzukommen: Nein, diese junge Frau ist nicht taubstumm, im Gegenteil, Eloise hat eine gewaltig große Klappe, und nicht die geringste Lust, einen neuen Typen kennen zu lernen der sie dann eh wieder sitzen lässt, so wie der von letzter Woche. Burke ist verärgert, fasziniert - und eigentlich schon längst verknallt in die schräge Floristin, die überall seltsame Notizen hinterlässt und Angst vor einer neuen Beziehung hat. Doch als Eloise draufkommt, dass Burke eigentlich nicht einfach verkorkst ist, sondern den Tod seiner Frau noch nicht überwunden hat, beschließt sie: Dem Mann muss geholfen werden. Dass sie dabei selbst ihr Herz an ihn verlieren könnte, ist nicht auszuschließen ... Offenbar ist Seattle ein ganz besonderes Pflaster für Melancholiker: Tom Hanks war dort ohne Meg Ryan schlaflos und Nirvana erfanden eine ganze Musikrichtung für düstere Gedanken. Regisseur Brandon Camp hat mit der schönen Stadt am kalten Nordpazifik also das perfekte Setting gefunden für seine Liebesgeschichte zwischen dem Witwer und der Floristin: Romantisch, witzig und doch mit einem Hauch von Schwermut - ein Film für kalte Tage, so richtig herzerwärmend.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at