Battleship

Action, Science-Fiction USA 2012

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200 Millionen Dollar für die Kinoadaption eines Brettspiels? Was nach einer irren Idee klingt, ist vermutlich die gewaltigste Seeschlacht-Action der Kinogeschichte. Menschen gegen Aliens! In den Hauptrollen: Liam Neeson, Alexander Skarsgård, Taylor Kitsch, Brooklyn Decker und Rihanna in ihrer ersten Kinorolle - sowie einige der imposantesten Zerstörerschiffe, die die US-Navy zu bieten hat!

Er geht gern aus, hat nur Mädels im Kopf, aber sonst hat Alex Hopper (John Carter-Star Taylor Kitsch) nicht den geringsten Plan im Leben. Dafür aber einen großen Bruder, der immer alles richtig macht: Stone (True Blood-Schnucki Alexander Skarsgård) ist bei der Navy, und anstatt Alex' Geburtstag mit einem ordentlichen Besäufnis zu feiern, rät er ihm, sein Leben endlich in den Griff zu kriegen. Wie langweilig! Die scharfe Blonde (Bikinimodel Brooklyn Decker) da an der Bar ist wesentlich spannender. Es kommt, wie es kommen muss: Alex will sie aufreißen, macht sich dabei grenzenlos lächerlich und wird am Ende sogar verhaftet. Weil manchmal der größte Idiot, wenn er nur einen Funken Romantik im Leibe hat, auch das größte Glück hat, werden die schöne Samantha und Alex aber trotzdem ein Paar. Und weil Alex sich bei einer so tollen Frau zusammenreißt und tatsächlich zur Navy geht, landet er Jahre später bei einem Übungseinsatz gemeinsam mit Stone auf dem Kriegsschiff von Admiral Shane (Liam Neeson). Der ist nicht nur ein beinharter Vorgesetzter, sondern auch noch Samanthas Dad, und macht rasch deutlich, dass er von Alex' Schwiegersohnqualitäten rein gar nichts hält. Das Private wird aber schnell nebensächlich, als die Marine weit draußen im Pazifik auf mehrere gigantische fremdartige Objekte stößt. Ein geheimes Regierungsprojekt? Oder gar nordkoreanische Schlachtschiffe? Tatsächlich ist die Bedrohung eine ganz andere: Die unbekannten Schiffe kommen aus dem Weltall - und sie sind ganz und gar nicht freundlich gesonnen … "Die Aliens haben ein Problem: Bei der Landung auf der Erde ist eines ihrer wichtigsten Schiffe beschädigt worden, und nun sitzen sie fest. Sie müssen menschliche Technologie nutzen, damit sie ein Signal ins All senden können. Aber sobald sie das schaffen, werden noch mehr von ihnen kommen, und das müssen wir verhindern", erklärt Regisseur Peter Berg im SKIP-Interview die brenzlige Situation, in der sich die US-Marine befindet. Das Team von Erdlingen, das den Aliens gegenübertritt, ist allerdings vom Allerfeinsten: Neben Taylor Kitsch, Alex Skarsgård und Liam Neeson ist es vor allem Pop-Superstar Rihanna in ihrer ersten Kinorolle als junge Soldatin Raiker, die mit viel Körpereinsatz und noch mehr Waffengewalt alles daransetzt, die Invasion zu verhindern. Sie ist bei der ersten Aufklärungsmission zu den Alien-Schiffen dabei, sie kämpft von Anfang an an Alex’ Seite gegen die Eindringlinge, und als es darum geht, was die Außerirdischen überhaupt wollen, stellt sie die entscheidenden Fragen. Peter Berg (Hancock, Very Bad Things) wurde die Begeisterung für die Navy schon früh eingeimpft: "Mein Vater war ein totaler Seefahrt-Fanatiker. Er hat mich in jedes Marinemuseum der Welt geschleift!" Die Idee, auf Basis von Battleship (der US-Brettspiel-Variante des Klassikers Schiffe versenken) einen monumentalen Film zu drehen, lag also mehr oder weniger auf der Hand: "Klar, als die Leute zum ersten Mal gehört haben, dass ich einen Film mache, der auf einem Brettspiel basiert, haben sie gelacht. Aber Michael Bay hat bei Transformers ein ähnliches Konzept verfolgt, und Gore Verbinski mit Fluch der Karibik genauso!" Das Outcome braucht den Vergleich mit den Vorbildern nicht scheuen: Battleship ist eine Materialschlacht, neben der Titanic aussieht wie ein Tretbootausflug. Die Schiffe, die im Film zu sehen sind, sind hochmoderne Zerstörer, denn dank seiner guten Verbindungen - Bergs nächster Film Lone Survivor, für den er eng mit der US-Navy zusammenarbeitete, ist eine hochdramatische Verfilmung der Operation Redwing, bei der die SEALS den berüchtigten Taliban Admad Shad zur Strecke bringen sollten – bekam Berg die Erlaubnis, tatsächlich auf echten Navyschiffen zu drehen. Das dürfte ihn gewaltig beeindruckt haben: "Diese Kolosse sind zwar für den Krieg gebaut worden - aber abgesehen davon sind sie nicht nur eine handwerkliche Meisterleistung, sondern echte Kunstwerke!"

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at