Super 8

Abenteuer, Action, Drama USA 2011

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Ein Zugsunglück erschüttert eine Kleinstadt, in der ein paar Kids gerade an einem Super 8-Film werken. Während die Army offensichtlich irgendwas zu vertuschen versucht, häufen sich rätselhafte Vorfälle ... J. J. Abrams und Produzent Steven Spielberg präsentieren einen gelungenen Genremix aus Abenteuer, Monster-Action und Familiendrama.

Zeitsprung ins Jahr 1979: Kommuniziert wurde persönlich oder fernmündlich, nicht per Statusmeldung, der iPod hieß Walkman und wenn von Freunden die Rede war, waren jene gemeint, mit denen man sich nach der Schule im Park traf, um ein Eis zu essen, über die Lehrer zu lästern oder einfach ein bisschen Rad zu fahren. Logischerweise gabs aber auch Sachen, die waren damals schon blöd: Eltern, kleine Geschwister oder man selber, wenn es darum ging, das hübscheste Mädchen der Schule anzusprechen. Charles (Riley Griffiths) aber hat genau das geschafft. Er konnte Alice (die großartige Elle Fanning) sogar dazu überreden, in seinem Super 8-Film mitzumachen, den er über die Sommerferien mit ein paar Freunden verwirklichen will. Ein richtiges Zombie-Movie solls werden, mit gruseligem Make-up, Kunstblut und einer haarsträubend blödsinnigen Story, was aber niemanden stört, weils um den Spaß an der Freude geht, und erst in zweiter Linie darum, beim lokalen Filmfestival im Herbst zu brillieren. Doch schon beim ersten Nachtdreh etwas außerhalb ihrer Heimatstadt Lillian im verschlafenen Ohio, muss die Filmcrew - neben Regisseur Charles und seiner Muse Alice sind noch Charles’ bester Freund Joe (Joel Courtney) und drei weitere Burschen mit von der Partie - feststellen, dass sich das Leben an kein Drehbuch hält: Die Kids und ihre Kamera werden Zeugen eines gleichermaßen spektakulären wie folgenschweren Zugsunglücks, dessen Auswirkungen sie erst langsam zu begreifen beginnen, als sich in Lillian unerklärliche Vorfälle häufen und Menschen spurlos verschwinden. Zwar wird der Unfallort und bald die ganze Stadt zur militärischen Sperrzone erklärt, doch es gelingt nicht lange, zu vertuschen, was der Super 8-Film von Charles in jener Nacht auf Zelluloid gebannt hat ... Monstermäßig ist meist nicht nur der Unterhaltungsfaktor, wenn Allround-Talent J.J. Abrams (Lost, Fringe, Cloverfield, Star Trek) als Autor, Regisseur oder Produzent seine Finger im Spiel hat; selten kommt eines seiner Werke überhaupt ohne ein mysteriöses Etwas aus. Super 8 ist da keine Ausnahme. Wobei - irgendwie schon, denn das große Unbekannte sorgt hier zwar für die Suspensemomente, das wirkliche Herz dieses wunderbar altmodischen Abenteuerfilms bilden aber die Kids, ihre gemeinsam zu überwindenden Herausforderungen zwischen Familie und Freundschaft und ihre unbedarfte Sicht auf die Dinge, die sie letztlich so viel mehr erkennen lässt, als die verbissen nach rationalen Erklärungen ringenden Erwachsenen. Mit Produzent Steven Spielberg hat Abrams hier den perfekten Verbündeten gefunden, um mit einer wunderbaren Riege junger Talente eine richtig schöne Geschichte aus einem Sommer vor unserer Zeit zu erzählen, in der halt zufällig ein sogenanntes Monster mitmischt.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at