Schlussmacher

Liebeskomödie Deutschland 2012

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Liebes-Ende ohne Leiden? Aber gerne. Manche sind von Beruf Schuhmacher, Paul ist ein Schlussmacher! Als professioneller Trenner fremder Beziehungen überzeugt Matthias Schweighöfer auch in seiner zweiten Regiearbeit nach What a Man.

"Schatz, wir müssen reden." Es gibt kaum einen Erwachsenen auf dieser Welt, der sie nicht kennt, diese heiklen Situationen, in denen es gilt, dem bisherigen, oft langjährigen Herzensmenschen näherzubringen, dass es so nicht mehr weitergehen kann, beziehungsweise (ha, ha) nicht mehr weitergehen wird. Die meisten meistern diese unangenehmen Konversationen - Bauchweh hin, schlechtes Gewissen her - schließlich doch irgendwie. Aber wie macht man das, wenn man zum Schlussmachen schlichtweg zu feig, zu schüchtern oder auch nur zu selbstgerecht ist? Ganz klar: Solche Leute rufen einen Profi wie Paul (Matthias Schweighöfer) an. Der ist so eine Art Anti-Hitch, also einer, der nicht beim Verkuppeln von schüchternen Leuten hilft, sondern einer, der berufsmäßig Beziehungen beendet: Als Schlussmacher übermittelt er den Trennungswunsch seiner Kunden möglichst schonend an den zukünftigen Ex-Lover. Paul ist in seinem Beruf so erfolgreich, dass ihm sein Boss (Heiner Lauterbach) in Aussicht stellt, als Partner in der Agency einsteigen zu können. Dass er sich für seinen Job eine dicke Haut anarbeiten musste, an der teflonartig alles abprallt, macht sich allerdings auch in seinem eigenen Liebesleben bemerkbar. Obwohl seine fesche Freundin Natalie (Catherine de Léan) ihre Beziehung vertiefen möchte, lässt er sie nur mit großem Zögern emotional an sich ran. Im Zuge seines nächsten Auftrags steht Paul eines Tages vor der Tür von Toto (Milan Peschel). Der feinfühlige und anhängliche Kerl nimmt die ihm überbrachte Trennungsnachricht jedoch ganz besonders schlecht auf und droht, sich sogleich vom Balkon zu schmeißen. Um eine weitere Eskalation zu vermeiden, nimmt Paul sich des armen Tropfes an - noch nicht ahnend, dass er selbst bald als Verlassener dasteht. Natalie macht nämlich - ganz persönlich! - mit ihm Schluss. Und so gehen die beiden Neo-Junggesellen kurzerhand zusammen auf Dienstreise und ziehen dabei sehr bald eine tiefe Spur amouröses Chaos durch das Land ... Was der Schweiger kann, das kann der Schweighöfer schon lange - das komplette filmische Multitaskingprogramm nämlich. Genau wie in seinem an den Kinokassen bemerkenswert erfolgreichen Filmemacherdebüt What a Man war Matthias Schweighöfer auch im Nachfolgeprojekt Schlussmacher wieder als Regisseur, Produzent und Hauptdarsteller in Personalunion tätig. Das Ergebnis ist ein heiterer, leicht überdrehter Mix aus Buddy Movie und romantischer Komödie - helle Freude für dunkle Winterabende.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at