Teenage Mutant Ninja Turtles

Action-Komödie, Comic-Verfilmung USA 2014

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Reptilien wie du und ich: Die pizzasüchtigen, wehrhaften Schildkröten aus den Achtzigerjahren erleben eine spektakuläre Neuauflage unter der Regie von Zorn der Titanen-Regisseur Jonathan Lieberman mit Megan "Die Lippe" Fox als allerbester Freundin. Schrill, schräg und sehr pubertär - entzückend, Baby!

Terrortruppe. Sie schlagen blitzschnell zu, überall in der Stadt. Keiner weiß genau, was ihr Ziel ist. Und die Polizei steht dieser unberechenbaren Übermacht hilflos gegenüber: Die Fußsoldaten, eine Truppe unbekannter Gangster, hat New York im Würgegriff. Woher sie kommen, ist völlig unklar, bisher hat es noch niemand geschafft, einen Angriff richtig zu dokumentieren oder die Herkunft der perfekt trainierten Fußsoldaten zu recherchieren. Man sollte meinen, Journalistinnen hätten da eine Menge zu tun. Nicht so Fernsehreporterin April O’Neal (Transformers-Prinzessin Megan Fox): Trotz vier Jahren bester Ausbildung in der Journalistenschule und höchster Motivation ist sie dazu verdammt, bei den Nachrichten von Kanal Sechs immer nur für die Gute-Laune-Meldung am Schluss zu sorgen. Mit ihrem Kameramann Vernon (Will Arnett) berichtet sie also tapfer von absurden Freiluftturnübungen und lässt sich von ihren Kollegen milde belächeln. Mutprobe. Doch was eine echte Reporterin ist, macht niemals Feierabend: Ohne Auftrag, aber um so mutiger macht sie sich des Nachts auf den Weg zum Hafen. Denn in einem Gespräch mit einem Hafenarbeiter hat sie aufgeschnappt, dass derzeit hochwirksame Chemikalien auf ihren Weitertransport warten, die für gentechnische Manipulationen genutzt werden. Womöglich der nächste Ort für einen Angriff der Fußsoldaten? Und tatsächlich: Durch einen Zaun kann April beobachten, wie vermummte Männer einen Transportcontainer aufzubrechen versuchen. Doch dann - ein kompakter Schatten springt aus dem Nichts, und ein paar Sekunden und etliche Faustschläge später sind die Fußsoldaten k.o. und der Schatten spurlos verschwunden, bis auf ein geheimnisvolles asiatisches Schriftzeichen auf einem der Container. Immer im falschen Moment versagt die Handykamera, doch April ist wild entschlossen, ihre Erkenntnis trotzdem in die Nachrichten zu bringen, woraufhin sie von ihrer Chefin (Whoopi Goldberg) einfach ausgelacht wird: Wie, ein Unbekannter hält die Fußsoldaten auf, und das ohne Hilfe? Soll das vielleicht Superman gewesen sein, oder Batman? Panzerhelden. Doch April weiß, was sie gesehen hat, und verfolgt ihre Spur weiter. Und lernt ein paar Nächte später in der Kanalisation der Stadt staunend die neuen Beschützer von New York City kennen: Sie heißen Leonardo (Pete Ploszek, Stimme in der Originalversion: Johnny Knoxville), Michelangelo (Noel Fisher), Raphael (Alan Ritchson) und Donatello (Jeremy Howard),  sind mutierte, humanoide Schildkröten, von ihrem väterlichen Meister, der humanoiden Ratte Splinter (Danny Woodburn; Stimme: Tony Shalhoub) zu Ninjas ausgebildet, und 15 Jahre jung - somit heftig in der Pubertät. Und mit ihrer Entdeckerin April verbindet die Brüder eine gemeinsame, höchst überraschende Vergangenheit ... Scherzbolde. Als Peter Laird und Kevin Eastman 1984 die Teenage Mutant Ninja Turtles erfinden, war der Comic eigentlich als Parodie auf die beliebten X-Men- und Daredevil-Comics gedacht. Doch die vier pubertierenden Riesenschildkröten mit ihren losen Sprüchen, ihrer brüderlichen Verbundenheit und dem unbezähmbaren Appetit auf Pizza finden schnell Anhänger - und so entwickelte sich ein ganzes Turtles-Universum, mit bis heute fortgesetzten Comics, mehreren Fernsehserien und Verfilmungen. Kein Wunder, dass Transformers-Regisseur Michael Bay da Blut geleckt und eine spektakuläre, witzige Neuverfilmung produziert hat, als Regisseur holte er sich den Actionprofi Jonathan Lieberman (Battle Los Angeles, Zorn der Titanen). Unter dessen Regie beweisen sich die vier Schildkrötenbürscherln als veritable Superhelden, die den Vergleich mit erwachseneren Kollegen nicht scheuen müssen. Spektakulärer Spaß für Fünfzehnjährige jeden Alters - mit einer heftigen Nebenwirkung: unbezähmbare Lust auf Käsepizza!

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at