The Amazing Spider-Man 2 - Rise of Electro

Action, Comic-Verfilmung USA 2014

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Zurück im Netz. Im zweiten Teil von Marc Webbs Spider-Man-Trilogie beginnt Peter Parker, sich im Spinnenanzug endlich wirklich wohlzufühlen - doch die Superschurken, allen voran der gewaltige Electro, geben keine Ruhe. Zudem gibts Liebes-Troubles ... Spektakuläre Helden-Action mit Andrew Garfield, Emma Stone, Paul Giamatti und Jamie Foxx als Electro.

Dem Held gehört die Welt. Das Leben ist herrlich, so als Spider-Man (Andrew Garfield). Sich von Wolkenkratzer zu Wolkenkratzer schwingen, Autocrashs und Banküberfälle verhindern, zwischendurch staunenden Passanten einen flotten Spruch hinwerfen, und dann wieder weitereilen per Spinnenfaden zum nächsten Notfall - Peter Parker, der demnächst die High School abschließt, könnte sich keinen schöneren Nebenjob vorstellen. Klar, Superheld zu sein bedeutet auch einiges an Verantwortung: Die New Yorker vertrauen auf Spidey und seinen Schutz. Aber ein Tag, an dem man einen fiesen Verbrecher (Paul Giamatti) daran gehindert hat, hoch radioaktives Material von der Oscorp Foundation zu stehlen, unterwegs ein paar hundert Leben rettet, und dann zur eigenen High School Abschlussfeier zu spät kommt - das ist auf jeden Fall ein guter Tag. Schade nur, dass Peters Freundin Gwen Stacy (Emma Stone) als Klassenbeste ihre Abschlussrede halten musste, ohne dass Peter sie hören könnte. Aber ein paar Abstriche muss man auch als Superheld eben machen. Stimmt schon, eigentlich hatte Peter im ersten Teil Gwens Vater Captain Stacy vor dessen Tod versprochen, die Finger von seiner teuren Tochter zu lassen, doch die Chemie zwischen den beiden (Emma und Andrew sind auch real ein Paar) ist einfach übermächtig - gegen die Liebe helfen nicht mal Superkräfte! The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro ist der zweite Film, in dem Andrew Garfield die Rolle von Peter Parker/Spider-Man übernimmt, und ganz offensichtlich fühlen sich der Regisseur Marc Webb und  Cast nun so richtig wohl in Spideys Welt: Dieser Spider-Man ist so schlagfertig und selbstbewusst wie nie, ein witziger Held, der all das kann, was Peter fehlt, und der in seinem Inneren doch immer der gutherzige Bub bleibt, dessen Beschützerinstinkt stärker ist als alles andere. Spidey ist ja sowieso eine Ausnahmefigur im Marvel-Universum, einer, der mit den testosterongesteuerten Muskelmännern wie Captain America oder dem Team der X-Men nicht viel zu tun hat. Er ist nerdig, manchmal einsam und ein bisschen schüchtern - er ist niemals aggressiv, keiner, der zuschlägt oder Waffen einsetzt, sondern er duckt sich und wendet die Gewalt seiner Angreifer gegen sie selbst. Gleich drei Widersachern begegnet Spider-Man diesmal: Zum einen ist da Rhino (Giamatti), ein übermenschlich starker Muskelprotz im unzerstörbaren Schutzanzug - der sein volles Potenzial aber wohl erst im dritten Teil ausspielen wird. Ordentlich Spannung dagegen garantiert der titelgebende Electro (Jamie Foxx): Er ist kein geborener Bösewicht wie manch andere, sondern er war ein einsamer, trauriger Wissenschaftler, der nur geliebt werden wollte. Als ein Experiment entsetzlich schief geht, wird er zu Electro - und aufgrund eines Missverständnisses wird aus dem elektrifizierten Mann einer der mächtigsten Schurken, die Spider-Man je begegnen werden. Hilfe bekommt er dabei ausgerechnet von Peters Kindheits-Freund Harry Osborn (Dane DeHaan, In Treatment), der aus der Firma seines Vaters Norman Osborn rausgeschmissen wurde und Peter nach dem Leben trachtet - und zum Green Goblin wird. Ganz neu gewoben. Rise of Electro ist nicht weniger als eine komplette Neuausrichtung des Spider-Man-Universums, obwohl sich Marc Webb und seine Drehbuchautoren Alex Kurtzman, Roberto Orci und Jeff Pinkner grundsätzlich an die Comics gehalten haben und die wohl größte Krise miteinbeziehen, die der Superheld in seiner Laufbahn durchmacht. "Schon frühere Spider-Man-Filme haben sich auf diesen Teil der Story bezogen, aber wir wollten diesem Aspekt auf eine neue Weise Tribut zollen", bleibt Regisseur Marc Webb geheimnisvoll. Konkret geht es um das Schicksal von Gwen Stacy. Wie es mit ihr weitergehen wird, das gehört bis zum Filmstart zu einem der bestgehüteten Geheimnisse der Filmindustrie. "Unsere Inspiration für die Story kommt eindeutig von den Comics, vor allem der legendären Ausgabe Nummer 121" – Fans werden wissen, was das bedeuten könnte. Und Emma Stone legt kryptisch nach: "Es wird jedenfalls viele Überraschungen geben!" Spannend wirds auch anderweitig, wenn im Film einige offene Fragen angegangen werden: Endlich erfahren wir, was wirklich mit Peter Parkers Eltern passiert ist und welchen Auftrag sie zu erfüllen hatten, als sie ihren Sohn zurückließen - eine spektakuläre Enthüllung, die auch den Helden selbst in ganz neuem Licht erscheinen lässt. Hang on!

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at