Jurassic World

Abenteuer, Action, Science-Fiction USA 2015

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Der Dino-Park auf Isla Nublar läuft seit Jahren wie am Schnürchen. Dann schickt das Genlabor Indominus Rex vorbei - und was nicht bei drei die Insel verlassen hat, wird gefressen. Jurassic Park-Mastermind Steven Spielberg hat produziert, Chris Pratt und Bryce Dallas Howard versuchen zu retten, was nicht mehr zu retten ist.

Gemma Dinos schauen! John Hammonds (unvergessen der 2014 verstorbene Richard Attenborough) Vision eines Themenparks mit echten, lebendigen Dinosauriern ist also doch noch Wirklichkeit geworden. Wir befinden uns - wie schon vor 22 Jahren, als die Eröffnung des allerersten Jurassic Park so spektakulär gescheitert ist - auf Isla Nublar, einem abgelegenen Eiland westlich von Costa Rica. Die Kinderkrankheiten der Anfangsjahre sind überwunden, soll heißen: In die Jurassic World, wie der Urzeit-Park jetzt heißt, kann man gefahrlos mit der ganzen Familie kommen. Hier wird Homo Sapiens höchstens von Gelsen gefressen, während er spektakulären Dino-Fütterungen beiwohnt. Über zigtausende verkaufte Eintrittskarten kann sich der Eigentümer des Parks, ein gewisser Simon Masrani (Irrfan Khan), jährlich freuen. Aber er mag sich nicht so recht freuen, denn die Besucherzahlen sind rückläufig. Und wenn das Wörtchen Gewinnwarnung am Horizont erscheint, dann wissen kapitalismusgeschulte Hirne was zu tun ist: Eine neue Attraktion muss her, etwas Großes, Sensationelles, etwas, so spektakulär wie überhaupt noch nie irgendwas seit dem Aussterben und der Wiedergeburt der Dinosaurier. Am besten, man fragt einmal bei Dr. Wu nach. Willkommen zurück, Dr. Wu. Mit den Genen spielt man nicht - diese Einstellung kostet Dr. Henry Wu (BD Wong, der schon in Jurassic Park in ebendieser Rolle zu sehen war) nur ein müdes Lächeln. Als John Hammonds Chef-Genetiker ist er der Vater aller Neo-Dinos. Und nur zu gern ist er bereit, der Welt zu zeigen, was heutzutage alles möglich ist, wenn die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen und man keine Skrupel besitzt, Gott zu spielen. Hat er irgendwas daraus gelernt, dass die Verwendung von amphibischer DNA seinen weiblichern Sauriern einst die Geschlechtsänderung und somit unkontrollierte Fortpflanzung ermöglicht hat? Selbstverständlich nicht. Die Chefetage wünscht sich einen neuen Dino, den ultimativen Saurier? Sie soll den größten, lautesten, schnellsten und intelligentesten bekommen, der sich aus DNA basteln lässt: Indominus Rex, eine Art T-Rex, gekreuzt mit Weißderteufelwas, eine Fressmaschine, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Mr. Masrani und Claire Dearing (Bryce Dallas Howard), die Park-Managerin, sind mit dem Ergebnis äußerst zufrieden und können es gar nicht erwarten, ihren genmanipulierten Hybriden einer staunenden Öffentlichkeit zu präsentieren. Hören Sie schon die Kassen klingeln? Dino-Super-GAU. Der gehypte I. Rex macht schnell klar, dass er, der eigentlich eine sie ist, keine Lust hat, sich in dem ihr zugewiesenen Hochsicherheits-Gehege begaffen zu lassen - lieber schaut sie sich auf eigene Faust in der Jurassic World um. Frühstückt dort und da, was ihr so über den Weg läuft: Menschen, Saurier ... Die diesbezüglichen Warnungen von Park-Mitarbeiter Owen Grady (Chris Pratt)  hat vorweg natürlich niemand hören wollen. Jetzt liegt es an ihm und dem von ihm trainierten Raptoren-Rudel, den Monstersaurier im Blutrausch zur Strecke zu bringen. Und auch für Claire steht mit einem Mal mehr auf dem Spiel als die Reputation: Ihre beiden halbwüchsigen Neffen Zach (Nick Robinson) und Gray (Ty Simpkins) sind zu Besuch im Park und kurz davor, als Dinofutter zu enden ... Kein Entkommen! Schwer vorstellbar, dass irgendjemand nicht bereits die Tage bis zum Start von Jurassic World zählt. Während sich über die Qualität der beiden Sequels ohne Frage streiten lässt, hat dieses Reboot nicht nur Super-Saurier Indominus Rex als absolutes Ass im Ärmel sondern auch noch Chris Pratt: frischgebackener Marvel-Star (Guardians of the Galaxy), der mit gutem Aussehen und Lausbuben-Charme Hollywood und Frauenherzen im Sturm erobert hat und in Fan-Kreisen als einzig logischer Nachfolger von Harrison Ford als Indiana Jones gehandelt wird. Als Raptoren-Dompteur wirft er sich todesverachtend in den Kampf mit zwei starken Frauen: Super-Saurier I. Rex und Saurierpark-Managerin Claire. Chris Pratt zwischen killen und küssen, oder: Ein Mann für alle Fälle.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at