The Congress

Animation, Drama, Science-Fiction Belgien, Deutschland, Frankreich, Israel, Luxemburg, Polen 2013

posten

Eine alternde Schauspielerin (Robin Wright) bekommt ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann - und findet sich in einer traumhaft-albtraumhaften Zeichentrick-Parallelwelt wieder: aufregendes neues Meisterwerk von Ari Folman (Waltz with Bashir).

Jenseits von Hollywood lebt Robin Wright (die sich im Film selber spielt) mit ihren beiden Kindern Aaron und Sarah (Kodi Smith-McPhee, Sami Gayle). Früher war sie die Traumprinzessin Hollywoods - jetzt ist sie froh, wenn ihr Agent Al (Harvey Keitel) überhaupt noch mit ihr redet. Doch dann kommt er eines Tages mit einem außergewöhnlichen Angebot des Hollywood-Studios Miramount daher: Mittels eines neuen Verfahrens soll eine lebensechte, digitale und vor allem alterslose Kopie von Robin erzeugt werden, die dann statt ihr Rollen spielt - als Gegenleistung erhält die echte Robin eine astronomische Geldsumme und ein absolutes Schweigegebot. Aaron ist sehr krank, die Aussicht auf beste medizinische Versorgung lässt sie einwilligen. Und so erlebt sie, der die Authentizität ihrer Kunst immer so wichtig war, wie ihr perfekt lebensechter, künstlicher Avatar als tumbe Heldin trashiger Fließband-Actionfilme den weltweiten Ruhm erfährt, der ihr verwehrt blieb. Digital Wonderland. 20 Jahre später erhält Robin eine Einladung zu einem Kongress. Schon die Location ist spektakulär: Bei der Anreise werden alle Teilnehmer in eine Cartoon-Version ihrer selbst verwandelt. Und beim Event selbst will Miramount die neueste revolutionäre Entwicklung in Sachen virtual reality präsentieren, dazu bräuchte man aber eine Unterschrift zur Aktualisierung des Vertrags: Ab nun soll man der virtuellen Robin nicht mehr nur zusehen, sondern sie selber steuern können! Doch zwischen tausenden enthemmten Kongressteilnehmern in einer bizarren, knallbunten Spaßterror-Welt mit Entertainment-Verpflichtung erhascht Robin verbotene Blicke hinter die Zwangskulisse, und beginnt sich zu fragen, was sie hier eigentlich verloren hat … Supertrip. Ausgehend von Stanislaw Lems Roman Der futurologische Kongress entwickelte der israelische Filmemacher seinen zweiten (teilweise) animierten Langfilm nach Waltz with Bashir. Und was er mit The Congress gemacht hat, kann man kaum in Worte fassen: Ein überlebensgroßes Kinoerlebnis, eine ungemein dichte, vielschichtige und sehr trippige Geschichte mit traumhaften Bildern, wilden Wendungen und vielen überraschenden Gastauftritten (real und/oder animiert) - von Paul Giamatti über Frances Fisher oder Jon Hamm bis zu Tom Cruise, Elvis und Jesus Christus.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at