Fantastic Four

Action, Comic-Verfilmung, Fantasy USA 2015

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Die vier da. The Thing (Jamie Bell). Human Torch (Michael B. Jordan), Mr. Fantastic (Miles Teller) und Invisible Woman (Kate Mara): Sie sind Marvels mit Abstand legendärstes Superhelden-Team. In Josh Tranks knackigem Kinoabenteuer gehts zurück zu den Roots der Fantastischen Vier – und natürlich wird gleich mal anständig die Welt gerettet.

Vier gewinnt. Es gibt ja einige Superhero-Teams, aber keines ist so untrennbar miteinander verbunden wie die Fantastic Four: Reed Richards alias Mr. Fantastic, der Gummimann, der seinen Körper ganz nach Belieben verbiegen und dehnen kann. Sue Storm, genannt Invisible Woman, die sich unsichtbar machen kann. Ihr Bruder Johnny alias Human Torch, der Meister des Feuers, der mit Flammenkraft fliegen kann. Und natürlich Ben Grimm, The Thing, den die geheimnisvolle Mutation in einen steinernen Riesen mit Superkräften verwandelt hat. Ein unschlagbares Quartett, das seine wahre Stärke nicht aus den Superkräften alleine bezieht, sondern vor allem aus seiner perfekten Zusammenarbeit. Vier wird eins. Aber zurück an den Anfang. Da steht erst mal nur ein schüchterner junger Nerd, Reed Richards (Miles Teller, Whiplash) gemeinsam mit seinem besten Freund Ben Grimm (Jamie Bell) beim Wissenschafts-Wettbewerb der Schule: Er hat einen sogenannten „Materie-Shuttle“ erfunden, ein selbstgebasteltes Gerät, mit dem er Materie von einem Ort zum anderen „beamen“ kann. Die Jury goutiert seine Entwicklung zwar überhaupt nicht – sie sind überzeugt, dass der junge Mann hier nur Zaubertricks vorgeführt hat. Doch ein Besucher ist extrem interessiert, sowohl an Reeds Erfindung als auch an ihm selber: Dr. Franklin Storm (Reg E. Cathey, House of Cards) bietet dem jungen Genie ein Stipendium an seinem Institut an. Denn dort arbeiten einige der besten Köpfe des Landes seit Jahren an genau dem, was Reeds schon gebastelt hat: Einer Maschine, die Dinge – und vielleicht auch bald Menschen – transportieren kann. Denn Storm und seine Leute haben eine neue Welt entdeckt, in einer fremden Dimension. Und wenn man den Transport dorthin vereinfachen könnte, wären die die Versorgungsprobleme der Erde im Nu gelöst. Four Science. Und so macht sich Reese begeistert an die Arbeit – gemeinsam mit seinen neuen Kollegen: Susan „Sue“ Storm (Kate Mara), des Professors Adoptivtochter, eine Expertin für Programmierung und Mustererkennung. Victor van Doom (Toby Kebbell), ein unkonventioneller, aber umso genialerer Wissenschaftler, der unübersehbar eine ziemliche Schwäche für Sue hat. Und schließlich auch Johnny Storm (Michael B. Jordan, Fruitvale Station), Dr. Storms jüngerer Sohn, der nicht nur eine ungesunde Leidenschaft für schnelle Autos hat, son-dern auch alle Arten von Maschinen bauen und instandhalten kann. Und tatsächlich: Gemeinsam bauen sie die Maschine, die die Menschheit wortwörtlich in eine neue Dimension transportieren soll. Ein erster Versuch mit einem Affen funktioniert bestens, die erste Reise mit menschlichen Passagieren wird vorbereitet. Viererkette. Doch dann schaltet sich die NASA ein: Den ersten Trip sollen selbstverständlich „echte“ Astronauten machen, nicht irgendwelche Wissenschaftler! Das wollen Reese, Johnny und Victor nicht hinnehmen – und beschließen kurzerhand, den Transporter selbst vorzeitig in Betrieb zu nehmen. Reese holt auch noch seinen Freund Ben dazu, und ab gehts in die fremde Dimension. Doch wie das bei derartigen Experimenten meist so ist: Etwas geht schrecklich schief. Victor wird in der fremden Dimension von einer unbekannten Macht festgehalten, und beim Rücktransport gibts schwerste Probleme – nicht nur die drei Männer, auch Susan ist davon betroffen. Und nach ihrer Rückkehr ist nichts mehr so, wie es einmal war …. Mit allen Vieren. Josh Tranks Fantastic Four ist bereits der insgesamt vierte Film mit dem heroischen Quartett: 1994 verfilmte der legendäre Roger Corman die Comics von Stan Lee und Jack Kirby – der Film kam aber wegen Rechte-Problemen nie ins Kino und gilt als eines der bestgehüteten Hollywood-Geheimnisse. 2005 schließlich folgte Tim Storys Version, ein Sequel, Rise of the Silver Surfer, 2007. Fans waren aber nicht sehr happy mit den etwas trashigen Filmen – ein Vorwurf, den man dieser neuesten Verfilmung sicher nicht machen kann: Die spannende Story wurde mit enormem Aufwand auf die Leinwand gebracht, mit überwältigenden Special Effects in knackigem 3D. Und dazwischen gibts bei diesem Sommer-Supermovie jede Menge Raum für zahlreiche liebevolle Stänkereien zwischen den Helden – der freche Dialogwitz ist schließlich auch eines der  herausragendsten Merkmale der Comic-Vorlage.

Weitere Informationen zum Film

www.skip.at